Jungkönigin abgeflogen

  • N'abend zusammen!


    Mir ist heute was ganz doofes passiert.
    War an meinem Ablegerstand, da gestern/vorgestern die beiden Königinnen geschlüpft sind. Wollte diese nun gleich zeichnen, solange die Bienenmasse noch gering ist (Ich weiß, die Meinungen zum zeichnen vor Begattung gehen auseinander, das ist aber nicht das Thema).


    Habe also am ersten Volk die Weisel gesucht und gefunden und wollte Sie dann in den Fangkäfig laufen lassen. Dummerweise ist die gute mit Ihrem Bein in einem Schlitz hängen geblieben und summte laut. Ich wollte das Bein nicht abreißen und habe geschüttelt (Richtung Oberträger) worauf hin Sie auch abgefallen ist. Dummerweise ist Sie aus dem Fall aufgestiegen, kurz vor mir dahergesummt und war weg.
    Da Sie maximal 2 Tage alt ist, war Sie noch nicht zur Begattung unterwegs. Ich bin mir also nicht sicher, ob Sie zurückgefunden hat.


    War knapp 2,5 Stunden später nochmal dort und habe an der Beute gelauscht ob Sie brausen. Es war ein deutliches Summen hörbar, aber nicht wesentlich lauter als das andere Volk (bei dem alles glatt gelaufen ist).


    Die Brut der Waben ist mittlerweile ausgelaufen. Sollte ich eine Brutwabe von einem der Wirtschaftsvölker einhängen und "von vorne" beginnen oder ist der Ableger dadurch zusehr aus der Bahn und quasi verloren?
    Am Wochenende würden hier sicherlich auch wieder (fast) verdeckelte Schwarmzellen anfallen, welche ich gleich mit einhängen könnte.
    Eine Ersatzkönigin habe ich leider nicht.


    PS: Ich würde vorher natürlich prüfen, ob Sie denn wirklich nicht mehr da ist. Wie lange dauert es ca. bis eine der Immen sich umorientiert und Drohnenbrütigkeit einleitet?

  • Hallo Patrick,
    sowas ist mir auch mal passiert, das eine Jungkönigin abgeflogen ist. Nach 5 Minuten fliegt sie über dem Beutendeckel, dort wo sie abgeflogen ist. Dann habe ich den Deckel geöffnet und sie fliegt wieder ins Volk.


    Wenn du sie nicht mehr gesehen hast, dann hat sie schon einen kleinen Orientierungsflug unternommen und ist wieder durchs Flugloch.


    Schau mal nach, ich bin sicher sie ist drin :)

  • Schau mal nach, ich bin sicher sie ist drin :)

    Schau mal nicht nach, ich bin sicher sie ist drin :)


    Sicher sein und nachschaun schließt sich aus! Unsicher sein - nachschaun - sicher sein. Wer sicher ist und nachschaut geigelt rum! Wer Königinnen bei Standbegattung vorm Fluge zeichnet, riskiert die (und das Plättchen) völlig unnütz.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Kommt mir auch nicht in den Sinn, die vorher zu Zeichnen.


    Wenn Polleneintrag, dann Gucken.
    Wenn Stifte, dann Königin.
    Da ich sie eh immer sehe, ob ich will oder nicht, kann ich sie dann gleich zeichen.
    Dabei ist mir auch mal eine zwei Runden um den Kopf geflogen, jedoch wußte die da bereits sicher, wo sie hin mußte. Also nach Landung auf den OTs den Puls beruhigt und den Deckel zu gemacht :cool:


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Wasserspray hilft bei den!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Wie gesagt, ich kenne durchaus die diversen Meinungen zum Zeichen vor der Begattung - müssen wir hier nicht diskutieren.
    Ich bin mir fast Sicher, dass Vögel mit Ihrem Sehorganen so ein Insekt auch dann sehr gut sehen, wenn es kein farbiges Plättchen auf dem Rücken trägt. Drohn+Königin zusammen sind schon eine gute Portion und für einen Vogel auf der Suche nach Futter bestimmt einfach zu erspähen.


    Ich seh Sie nämlich leider nur sehr schwer, gerade dann, wenn die Bienenmasse langsam mehr wird. Klar - Bienenmasse wird mehr bedeutet dann fast, dass Ihre ersten Stifte schlüpfen. Ich hab es aber lieber, wenn ich weiß wo Sie rumläuft. Dann habe ich weniger Angst, dass Sie irgendwo gedrückt wird.


    Zurück zur Frage: Wie lange dauert es denn, biss das Volk drohnenbrütig wird? Würde ich also mit dem erneuten suchen warten bis zu Tag X an dem die ersten Stifte zu sehen sein sollten, ist es dann schon zu spät wenn Sie nicht wieder heimgekehrt wäre?

  • Hallo Patrick, gieb ihr einfach noch 10-12 Tage bevor du wieder nach Stiften schaust.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Patrick, gieb ihr einfach noch 10-12 Tage bevor du wieder nach Stiften schaust.


    Gruß Josef


    Danke hätte gleichzeitig mit der anwesenden, welche dann hoffentlich legt nachgesehen (komme derzeit etwas schlecht zum Stand. Der Weg ähnelt einem Schlammwasserfall :)) Ansonsten hätte ich mich bzw. mein Auto vorher nochmal hingequält.

  • Wer Königinnen bei Standbegattung vorm Fluge zeichnet, riskiert die (und das Plättchen) völlig unnütz.


    Das sehe ich nicht so.
    1. Bei Schlupf im Käfig hat man die Königin parat, alle schön auf dem Tisch vor der Einweiselung in die Begattungseinheit, also warum nicht gleich zeichnen, um Aufwand zu sparen?
    2. Bei Standbegattung und genügendem Drohnenangebot hat man auch bei gezeichneten Königinnen hohe Begattungssicherheit. Bei mir betrug sie in den letzten beiden Jahren 100%.
    Deine Bemerkung ist OT, meine Entgegnung auch. Aber ich wollte das nicht als einen gemeißelten Lehrsatz stehen lassen.


    Gruß Ralph

  • Nö- find ich nicht sooo OT.


    Schlupfkäfig ist nun auch was anderes als eine Jungweisel im Brutableger.


    Die Jungen sind durch Öffnung, Manipulation und Unruheim Volk noch mehr gefährdet und dadurch dass sie eben bei so ner versehentlichen Fliegerei mobiler sind und nicht eingeflogen.


    Ein Brutableger mit Unbegatteter wird so schnell noch nicht drohnenbrütig. 2 Wochen dürften noch an Wartezeit drin sein (zur Ausgangsfrage)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ob die neue Königin geschlüpft und begattet ist wird anfängerseits gern stündlich, wenigstens täglich kontrolliert. Schwarmtriebigkeit kontrolliert man gern alle 4 Tage aber eher inkonsequent. Zwischenbodenableger werden schon gleich bei ihrer ersten Anwendung modifiziert, aber in Zuchtrahmem läßt man Königinnen zu alter Larven schlüpfen und den Rest ermorden (schreibt aber über gekippte Stifte) und in Ablegern bricht man nach 3 Tagen Nachschaffungszellen und wundert sich, daß der trotz nur einer Edelzelle schwärmt ...


    Was ist nur los mit dem Imkernachwuchs? Oder haben wir wirklich alle früher den gleichen Blödsinn verzapft? Ich versteh es wirklich nicht mehr. Mir scheint es, als wird heute inkonsequent und fröhlich drauf los geimkert. In meiner ganzen Imkerzeit sind mir vielleicht 10 Königinnen durch Dusseligkeit abhanden gekommen (weisellose Sammelbrutableger mit Weisel ;) z.B. oder Beweiselung garantiert weiselloser Völker ect.) ich habe auf der Belegstelle auch schon Königinnen aus der Luft fischen müssen, weil die beim Nachfüttern aus der Futterkammer abflogen, abrr soviel Blödsinn wie ich aktuell lesen und hören muß, hab ich bestimmt nicht verzapft.


    Warum machten die Anfänger früher, was ihnen geheißen? Oder sagt denen heute keiner, was zu unterlassen ist?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,
    manchmal vergisst die Kuh, das sie selber mal ein Kalb war.
    Aber warum eröffnest Du nicht mit selben Wortlaut wie in Deinen obenstehenden Beitrag ein neues Thema?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Zitat

    Warum machten die Anfänger früher, was ihnen geheißen? Oder sagt denen heute keiner, was zu unterlassen ist?


    Weil früher den Paten/Imker Autorität durch Erfahrung zugebilligt wurde, die heute durch "ich google mal eben und weiß dann, was zu tun ist" nichts mehr wert ist.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen