Kleinzellige ManLake-Kunststoffwaben

  • Wer hat eine Umstellung auf das kleine Zellmaß mit zur Hilfenahme der kleinzelligen ManLake-Kunststoff-Waben begonnen oder ist noch mitten drin?
    Ich suchte noch Mitstreiter zwecks Erfahrungsaustausches. Gerne auch PM direkt an mich.
    Wie bekannt, unterscheiden sich die ManLake-Waben von den Rovergarden und SC-Waben.
    Dabei sind die Zellen nicht wie bei den Rovergarden /SC-Waben ganz ausgezogen, sondern nur ca. 2.5 mm hoch.


    Meine momentanen Fragen:


    Wurde die Wabe gewachst oder anderweitig vorbehandelt?
    Wann wurden die ManLake gegeben?
    Wie war/ist die Annahme?
    Wie war der Ausbau?
    Wie ist die Maßhaltigkeit der gebauten Zellen?
    Gibt es Wirrbau?
    Wie wurde das Brutnest angelegt?
    Haben sich die Völker anders verhalten?
    Wie erfolgte die Umstellung auf 4.9er Wachs-MW?
    Gab es ein verändertes Verhalten der Bienen?
    Veränderter Varroabefall?
    Welche Bienen?
    KÖ-verluste?
    Wie war die Überwinterung?
     
    Ich freue mich über jede Antwort.
    Ein persönliches Telefonat - auf Grund der vielen Fragen - ist natürlich auch möglich.


    Jonas

  • Wurde die Wabe gewachst oder anderweitig vorbehandelt? =>> Nein.
    Wann wurden die ManLake gegeben? =>> 27.7.2012
    Wie war/ist die Annahme? =>> Perfekt!
    Wie war der Ausbau? =>> Sehr gut, wirklich.
    Wie ist die Maßhaltigkeit der gebauten Zellen? =>> Auch sehr gut. Bis auf einige kleine Flecken.
    Gibt es Wirrbau? =>> Nein. Aber wenn Du eine Folie auflegst, direkt auf die Oberträger wird vollflächig propolisiert.
    Wie wurde das Brutnest angelegt? =>> In der Mitte der Wabe beginnend, in immer weiteren Kreisen. Normal.
    Haben sich die Völker anders verhalten? =>> Nein.
    Wie erfolgte die Umstellung auf 4.9er Wachs-MW? =>> Im Frühjahr eine Zarge mit Mittelwänden über Absperrgitter aufgesetzt; die Königin im Käfig nach oben gesetzt und viele Bienen dazugefegt. Flugloch oben.
    Gab es ein verändertes Verhalten der Bienen? =>> Nein.
    Veränderter Varroabefall? =>> Nein. Im Moment scheinen sie echt wenig Milben zu haben.
    Welche Bienen? =>> Carnica. Nachzucht einer guten reinrassigen Carnica.
    KÖ-verluste? =>> Nein.
    Wie war die Überwinterung? =>> Gut. Ich habe sie allerdings gut eingepackt. Waren früh am Start.






  • Wurde die Wabe gewachst oder anderweitig vorbehandelt? - Ist schon mit einem Wachspulver vorbehandelt vom Hersteller
    Wann wurden die ManLake gegeben? - 15.04.2013
    Wie war/ist die Annahme? - Schlecht (wie meist bei Kunststoff), mit dazwischen gehängten Holzrähmchen und der Entnahme, werden sie angenommen
    Wie war der Ausbau? - Zögerlich
    Wie ist die Maßhaltigkeit der gebauten Zellen? - Gar keine, meine Bienen haben gebaut, was sie und wie sie wollten.
    Gibt es Wirrbau? - Oft
    Wie wurde das Brutnest angelegt? - wie bei Bernhard
    Haben sich die Völker anders verhalten? - Ich fand etwas gestresst
    Wie erfolgte die Umstellung auf 4.9er Wachs-MW? - Gar nicht, da sie danach wieder anders bauen (je nach Tracht und Jahreszeit)
    Gab es ein verändertes Verhalten der Bienen? - Nein
    Veränderter Varroabefall? - Nicht geprüft
    Welche Bienen? - Carnica Landrasse
    KÖ-verluste? - Nein
    Wie war die Überwinterung? - wird nicht fortgesetzt


    Auf den Rovergarden waren die Erfolge wesentlich besser, Ausräumverhalten konnte beobachtet werden, die Einflüsse der Kreuzung spielt keine Rolle.
    Aktuell kann ich keine Empfehlung geben. Für voll ausgezogene Kunststoffrähmchen allerdings uneingeschränkt.

  • ]Wie alt war denn die Königin?


    Ob die verzögerte Annahme und schleppende Bautätigkeit eher etwas mit dem kalten Wetter dieses Jahr zu tun hatte? 15.4. ist früh gewesen. Daher auch der Streß?

  • Königin ist aus 2012, der Ausbau hätte mitunter gut sein können, da wenig Tracht und daher weniger Drang zu großen Zellen. Schwamm drüber. Sie sitzen nun auf Naturbau und fühlen sich pudelwohl.


    Ja genau Tim, das hab ich mir alles gespart:lol: nur mehr NB - und Anfangsstreifen

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie

  • Hallo zusammen,


    ich war heute auch versucht einen Naturschwarm in meine vorbereiteten Plastikwaben-Beuten einzuschlagen. Der Schwarm war aber recht groß, werde wohl doch besser kleinere Kunstschwärme dafür machen.


    Ich habe übrigens je 3 Rovergarden mit 7 MannLakes in den Kisten - mal sehen, ob das klappt.


    Gruß Jörg

  • Kurt ich weiß doch, aber es waren auch nur zwei Völker als Kunstschwarm und beide haben versagt (aus Imkersicht) und frohlocken nun im Naturbau. Wer nicht testet und nichts daraus schließt, bleibt im Ungewissen. Jedenfalls freut es mich, wenn es bei allen anderen klappt. Die Dinger sind wesentlich leichter, als die Rovergarden.

  • Kleinzellige Kunststoffwaben sind meiner Erfahrung nach ein Irrweg! Meiner Erfahrung nach ist der Wabenabstand für die Bienen viel wichtiger. Ich arbeite jetzt mit 32 mm Wabenabstand und Naturbau im Brutnest ( Zellengrösse4
    ,6-5,5 mm).Die Bienen bauen was sie brauchen, es gibt keine fixe vom Menschen vorgegebene Masse!
    Alles Andere ist für mich eine Glaubensfrage! Jeder macht was er will, aber die Bienen weisen den Weg. Q e c d !
    Liebe Grüsse Avis

  • :daumen::Biene: Yepp, mein allererstes Naturbau-Volk hat uns ne Menge gezeigt - vor allem, daß es kein einheitliches Maß überall gibt - die Position der Zelle bestimmt ihren Zweck und ihre Größe.
    Und man sollte keine Waben mit anderen Völkern austauschen - das ruiniert den Grundplan.


    Der netteste Nebeneffekt sind sehr entspannte und sehr arbeitwillige Bienen.
    Wir schreiben ihnen nix vor, sondern lassen sie machen - und sie machen es toll.
    Wenn ich dran denke, was mein Pate im letzten Jahrhundert alles an Zwangsmaßnahmen zur Schwarmverhinderung für nötig hielt, gruselt es mich.
    Aber es war halt ein laaanger Weg bis heute, und er ist wahrscheinlich noch nicht zu Ende - man lernt ja immer noch dazu.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Kleinzellige Kunststoffwaben sind meiner Erfahrung nach ein Irrweg! Meiner Erfahrung nach ist der Wabenabstand für die Bienen viel wichtiger. Ich arbeite jetzt mit 32 mm Wabenabstand und Naturbau im Brutnest ( Zellengrösse4
    ,6-5,5 mm).Die Bienen bauen was sie brauchen, es gibt keine fixe vom Menschen vorgegebene Masse!
    Alles Andere ist für mich eine Glaubensfrage! Jeder macht was er will, aber die Bienen weisen den Weg. Q e c d !
    Liebe Grüsse Avis


    Danke für Eure (Avis@ und Sabine@) Ansichten.
    Leider haben sie mit meiner Fragestellung nichts zu tun.
    Mich interessieren nur konkrete Erfahrungswerte mit den ManLake-Waben.
    Davon habt Du Avis@ aber leider nichts verlauten lassen.



    Von Sabine@ wissen wir, dass sie die vollausgebauten Wachswaben aus Ungarn sehr gelobt hat. Wenn sie jetzt hier von Naturbau spricht, steht das für mich in einem Widerspruch. Zudem dürfte wohl jedem Imker auffallen - falls er sich die Mühe macht und sein Bienen etwas näher studiert - dass die Größe der Bienen im Laufe des Jahres sich verändert. Auch bei der Gabe von MW - egal welches Zellmaß gegeben wurde.



    Jonas

  • Lieber Jonas, ich war von kleinen Zellen sehr angetan. Meine Bienen waren es leider nicht! Nach Studium der Lusby Arbeiten habe ich vor 4 Jahren mit ManLake 5,1 und 4,9 begonnen. Was Varroatoleranz angeht kein nachvollziehbarer Effekt und Probleme mit 4,9 Ausbau. Was mir blieb, Reduktion des Wabenabstandes von 35 auf 32 mm und meine Erfahrung nichts geht über Naturbau im Brutnest. Meine Bienen bestimmen im Brutnest selbst das Mass. Erfahrung: " Was erlauben Strunz" ! Glauben wir Imker 400.000 Jahre Homo sapiens sapiens ist 6.000.000 Jahren Apis mellifera an Erfahrung überlegen? In Michael Bush finde ich einen congenialen Mitstreiter,
    lies seine Arbeiten und bilde Dir selbst ein Urteil! Wie wurde Saulus zu Paulus? Bekehrung kommt von Innen und eigener Erfahrung. Man muss seine Fehler selbst machen und daraus die Schlüsse ziehen,ob richtig oder falsch! Meine Erfahrung zu Bienen: Weniger ist mehr! Sie wissen am Besten was für sie gut ist. Nil nocere!
    MfiG Avis