Wieviel Völker bzw. Ableger sind sinnvoll wenn man startet?

  • Ich habe ja dieses Jahr begonnen, leider bei "0" trotz Imker-Schwiegervater, da dessen Völker den Winter nicht überlebt haben. Er hat 2 Ableger bei einem Züchter bestellt, einen für sich und einen für mich. So die Lage im zeitigen Frühjahr und ich dachte "super" :-D


    Nun wurden mir ja ein Ableger und wahrscheinlich noch ein zweiter (s. mein Vorstellungs-Thread) geschenkt. Also hätte ich ja quasi 3 Ableger, bzw. hätte ich jetzt gesagt, er soll die gekauften einfach behalten, ich hab ja zwei.


    Nun packt mich die Angst, dass ich trotz zwei Ablegern nächstes Frühjahr wieder ohne Bienen dastehen könnte... und überlege, noch mehr Ableger zu kaufen oder im Imkerverein darum zu bitten (gern auch gegen Geld). Ich dachte daran, noch zwei dazuzuholen.


    Was meint ihr bzw. mit wievielen Ablegern (oder gleich Völkern) habt ihr losgelegt? Danke! :-D

  • Hallo Honigperle,


    wenn es Hardware technisch, zeitlich und finanziell für Dich kein Problem ist, nimm noch die 2 Ableger dazu. 2 sind ganz schön wenig. Es geht natürlich auch mit zweien, aber 4 sind besser. Nächstes Jahr hast Du dann schon 10. Meist kommt dann noch ein Schwarm dazu. Und der eine oder andere hat noch eine Königin, die man nicht verkommen lassen kann... So ist das mit dem Bienenvirus. Ich würde die Ableger noch dazu nehmen.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

  • Hallo,
    Ich fange auch gerade an. viele beim Imkerkurs starten mit einem Volk. Bei einem Imker in der Nähe habe ich jetzt noch zwei bestellt. Ist sicher besser mit drei.
    Gruß Matze

  • Hardware: mein Schwiegervater hat laut eigener Aussage Beuten für 10 Völker. Finanziell: s.o. kaum ein Aufwand, da ja "nur" der Ableger bezahlt werden müsste- Zeitlich: keine Ahnung, aber ich bin Hausfrau und ab nächsten Monat gehen beide Kids in den Kindergarten. Sollte also machbar sein ;-)


    10 wäre schon toll... oh Gott, ich bin voll infiziert :oops:


    Völker kaufen ist mir ehrlich gesagt zu riskant. Da eben meinem Schwiegervater letzten Winter zwei neu gekaufte Ableger eingegangen sind... mit unbestimmten Grund. :( Dafür ist mir das Geld dann zuviel, dass ein Vollvolk kostet. Und ich sehe es eigentlich auch nicht ein, einem Züchter das Geld zu "schenken", wenn ich selbst Ableger machen kann...

  • Hi,


    na, Einsicht ist doch der beste Weg zu vielen Völkern als Infizierte :cool:


    Ran an die Buletten:
    -Nach Schwärmen fragen,
    -um überzählige Weiselzellen bitten, die soll keiner wegschmeißen, die sollen Dich anrufen und etwas Bienen als Kleinkunstschwarm mitgeben.


    Aktuell und bei leichter Unterstürzung mit Flüssigfutter bekommst Du die doch locker zu einwinterungsstarken Völkern aufgebaut.


    Löt schon mal MW ein ...:wink:


    Marion



    Ach ja: Minimum: drei,
    Fünf sind besser,
    toppen kann frau alles :lol:


    Nee, im Ernst: zwei sind eigentlich nix. Ich hab den Fehler auch gemacht. Es bringt nichts, nicht aus dem Vollen schöpfen zu können.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Honigperle,


    schenken tust Du ihm da nichts, es sei den er nimmt mehr als 150 EUR. Es gibt da diverse Aufrechnungen, was es kostet ein Bienenvolk aufzuziehen. Starte erst mal mit den Ablegern, dann hast Du mit der Schwarmkontrolle nicht so einen Stress und kannst in Ruhe die Ableger beobachten. (Wobei auch Ableger schwärmen, wenn sie nicht genug Platz haben oder eine superstarke Königin usw.)


    LG Olivia


    Nachtrag: 10 Völker sind dann schon viel Arbeit. Das Hobby soll ja auch noch Spaß machen. Wenn Du es neben bei machst und auch noch Zeit haben willst mit den Kids zum Baden zu fahren, würde ich mit 4 Völkern auswintern. Mehr wird dann schnell zuviel. Aber Du hast ja noch Deinen Schwiegervater, der bestimmt auch gern noch welche übernimmt.

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

  • An und für sich würden 3 reichen.


    Mit Pech hat man dann im Frühjahr noch 2 Völker. Viel wichtiger ist eine ordentliche Einfütterung und Varroabehandlung.
    Jedenfalls besser, als sich im Sommer mit 10 Ablegern einzudecken, dann im Herbst zu "schludern", weil man es nicht besser weiss und dann im Winter 90% der Völker zu verlieren.


    Mein Start war: 1 Volk, daraus dann 4 Ableger gebildet, einer leider zu schwach im Herbst und so hatte ich im nächsten Jahr 4 Völker.


    Stefan

  • Ich habe zu meinem ersten Winter 3 Völker eingewintert. Damit bin ich gut gefahren, ich konnte mich um jedes Volk individuell kümmern und war als Anfänger nicht überfordert. In den 2ten Winter wollte ich mit 5 Völkern gehen, sind leider nur 4 geworden (ein Volk ist vorher eingegangen).
    Im Nachhinein denke ich das ist ok gewesen, zu viele Völker hätten mich womöglich noch überfordert.
    Normalerweise sagt man ja man soll mit mindestens 3 Völkern starten, damit man z.B. eine Weiselprobe leichter machen kann. Wenn die Völker vom Schwiegerpapa noch in Reichweite sind, würde ich sagen reichen die 2 Völker für den Anfang. Daraus vermehren kannst Du ja ohne Probleme.

  • Wieviel Völker bzw. Ableger sind sinnvoll wenn man startet?

    3

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Also mein Patenonkel (der mich zum Imkern gebracht hat, es selbst aber nicht mehr ausüben kann) hat immer gesagt 2 Völker, eines zum tot kucken und eines zum durchbringen. Hier habe ich das selbe schon mit 3 Völkern, in etwas anderer Konstellation gesehen.


    Habe daher auch 2 zu beginn erhalten und bin damit "gut gefahren" - habe beide über den Winter gebracht und nicht tot gespielt, was wie ich festgestellt habe schon Überwindung fordert. Man will doch dauern rein schauen.
    3 Völker hätte ich noch genommen, mit mehr wäre ich meines Empfindens nach als Anfänger schon überfordert gewesen (ich habe keinen Paten und keine Lust auf einen weiteren Verein) mache daher alles selbst ohne Unterstützung - abgesehen vom Forum und meiner Literatur ;)


    Mit den beiden Völkern habe ich einen Abend nach der Arbeit füllen können wenn eine Durchsicht auf dem Plan stand und habe trotzdem noch Zeit für andere Dinge. Mehr als 3 hätten glaube ich schon viel Zeit eingenommen, wenn man noch nicht weiß, wie alles genau funktioniert und was man machen muss - da ist vielleicht den Bienen auch nicht mit geholfen.
    Jetzt habe ich 4 Völker, 2 Ableger davon selbst erstellt und nächstes Jahr sollens nochmals mehr werden.


    Nach meinem Empfinden für mich ein angenehmer Einstieg. Ich hatte Spaß, war gefordert, kam ab und an ins schwitzen und trotzdem genieße ich die Zeit an den Immen jedesmal und sehe es nicht als notwendige "Arbeit" an.

  • ... wäre ich meines Empfindens nach als Anfänger schon überfordert gewesen (ich habe keinen Paten und keine Lust auf einen weiteren Verein) mache daher alles selbst ohne Unterstützung - abgesehen vom Forum und meiner Literatur ...

    Entscheidend ist nicht das Kochbuch und sind nicht die Noten. Entscheidend ist, daß Dir jemand zeigt, wie man das Beschriebene zügig und effektiv erreicht. Kochbücher machen keine Köche! Bedienungsanleitungen für Kraftfahrzeuge machen keine Fahrer. Noten keine Musiker.


    Bitte, liebste Anfänger, versteht endlich, daß jede Beute zig Waben hat, die zig Handgriffe erfordern. Wer jedesmal nur 15 Sekunden mehr pro Wabe braucht, braucht unter Umständen dreimal länger als ein Profi. Für den Bienengeigler mag das kein Problem sein. Der kuckt ja gerne auch noch öfter in die Kisten. Für die Bienen ist das ein Problem! Also, bitte, bitte, kommt in Anfängerkurse! Seht Euch an wo und wie man den Stockmeißel ansetzt und wie man den benutzt und warum Euer "Ami-Wabenheber für Dadant" eben völlig ungeeignet ist für Segeberger Beuten.


    Ich gebe für 100 Euro 5-Tage-Sommerkurse mit einem Ableger im eigenen Material als Zugabe: Was muß ich denn noch tun, damit Ihr begreift, daß man Imkern und Bienenpflege nicht aus Büchern und Foren lernen kann? Daß man keine Boing fliegen kann, bloß weil man Bücher über alternativ-natürliche Aerodynamik im Schrank hat, ist Euch doch auch klar - hoffentlich!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

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  • Ich gebe für 100 Euro 5-Tage-Sommerkurse mit einem Ableger im eigenen Material als Zugabe: Was muß ich denn noch tun, damit Ihr begreift, daß man Imkern und Bienenpflege nicht aus Büchern und Foren lernen kann?


    Gib einen Kurs bei Dortmund!!! :)


    Ernsthaft: Henry hat recht, leider wurde in meinem Kurs nicht gezeigt, wie man den Stockmeißel ansetzt... Hört sich für den Anfänger wohl bescheuert an, aber das sind die Dinge die einen nachher wirklich weiter bringen.
    Wie wichtig die Art des Öffnens tatsächlich ist hatte ich erst in einem "Nebenbeigespräch" NACH dem Vereinstreffen mitbekommen. Direkt ausprobiert, und die Bienen waren tatsächlich noch einen Tacken friedlicher.

  • Ich habe Bienen nun im 2ten Jahr. Angefangen hat es im Mai 2012 mit einem Ableger.
    Eines kann ich dir versichern: die Vermehrung der Völker ist nicht schwierig! Eher im Gegenteil.


    Im letzten Jahr wollten die Damen noch spät schwärmen, ich nutzte die Schwarmzellen und hatte plötzlich 6 Völker. Sie kamen alle durch den Winter und ich startete dieses Jahr optimistisch.


    Durch Fehler, die man als Anfänger halt macht, kamen dann mehr oder weniger alle in's schwärmen - und auch noch fast gleichzeitig. Jetzt stehen hier 12 Kästen, viele mit junger unbegatteter Königin und ich habe noch einige Apideas gebildet. Zwei Völker schicken sich nun auch noch an zur Volksteilung und ich weiß nicht mehr wohin mit den Kästen!


    Honig werde ich nicht haben, aber wohl einiges an Jungvölkern....



    Alex