Futterkranzproben wann...

  • Moin, moin,


    wir haben 2 Völker in Kiel stehen. Da rief mich gestern der Amtsvet. an und teilte mit, er wolle im Oktober oder November kommen und von amtswegen Futterkranzproben ziehen. Befunde aus eigenen Beprobungen hätten keinen Einfluss. Früher im Jahr sei zu früh, weil die Bienen dann noch fliegen und sich was holen können.


    Auf die Frage, was er den positven Falles tun wolle, um die Jahreszeit, sagte er, bei Kategorie 1 müsse dann im Kunstschwarmverfahren saniert werden. Er war zuversichtlich, dass das möglich sei.


    Den Plan, von amtswegen Proben zu ziehen, finde ich ja nicht schlecht. Ich habe Fragen wegen der Jahreszeit und der dann ggfs. anzuordnenden Maßnahmen.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Eine KS-Sanierung im Winter wird/kann er ja kaum machen wollen, zumal die Ergebnisse der Futterkranzproben ja auch nicht sofort vorliegen.
    Sanierung wäre dann frühestens im März/April 2014 möglich.
    Im Spätherbst sind doch alle Völker schon teuer eingefüttert, und bei einer Sanierung wäre auch noch der gesamte Pollenvorrat weg - wie sollen die Völker da noch überleben?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Nein, ich stimme Sabi(e)ne voll und ganz zu, das ist im Herbst wirklich kaum noch möglich. Und wenn er nur ansatzweise
    Ahnung hätte würde er solch einen Blödsinn gar nicht vorschlagen.
    Sag ihm er soll im März kommen, dann kannst du erfolgreich sanieren ( im Fall der Fälle!)


    Grüssle

  • Moin, moin,


    wie ich ihn verstanden habe, will er das ja nicht nur bei mir, sondern generell, und er sagte, die Sanierung würde ggfs. dann gemacht, wenn die Werte vorliegen und dies dann gleich... Ich habe das hinterfragt, weil ich das auch erstaunlich fand, wegen Pollen und weil um die Zeit ja nicht wirklich mehr gebaut wird. Er blieb dabei, das sei möglich und werde dann gemacht.


    Im Prinzip könnte man ja auch die Proben im Herbst ziehen und die Sanierung dann im Frühjahr machen, im Fall der Fälle. Herr Eich, der eine Sanierung im Herbst aber ebenfalls für möglich hält, findet das günstiger. Im Moment gehe ich ja auch nicht von positiven Proben aus, aber in dem, dass man ja nie nicht nix wissen kann, und andere Leute kann das ja auch betreffen. Außerdem die Akzeptanzfrage, die sich da nicht wirklich stellt...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin, moin,
    ...


    Futterkranzproben ziehe ich auch nur noch im Herbst: Mitte September bis Anfang Oktober. Da ist gerade noch Brut in den Völkern (später findet man keine Brut mehr!). Allerdings gehe ich davon aus, dass ich keinerlei AFB-Befall habe.


    Und das Gesundheitszeugnis (für das ich diese Futterkranzproben brauche) ist dann auch noch gültig, wenn im Frühjahr wieder in Anfragen betreffs Völkerverkauf kommen. Nichts schlechter, als Völker verkaufen wollen und kein Gesundheitszeugnis haben .....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Moin Clas,


    da bleibt wohl nur eins: im Sommer selbst Proben ziehen und dann entspannt zurücklehnen (oder Dampf machen). Recht hat er schon, dass im Winter kaum Flugbetrieb herrscht und das die "Sanierung" vereinfacht, aber sonst...:roll:

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Moin Clas,


    da bleibt wohl nur eins: im Sommer selbst Proben ziehen und dann entspannt zurücklehnen (oder Dampf machen). Recht hat er schon, dass im Winter kaum Flugbetrieb herrscht und das die "Sanierung" vereinfacht, aber sonst...:roll:


    Hallo Traugott Streicher.@ Clas. Die selbstgemachten Proben wird der Vet bestimmt nicht anerkennen und somit wirst Du wohl kaum um die Probe herrumkommen. Warum geht ihr immer vom schlimmsten aus ?


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Wenn selber Proben ziehen, dann nur gemeinsam mit einem BSV. Und am besten vorher den Veterinär darüber informieren.


    Einerseits will ein Amtmann alles unter Kontrolle haben, andererseits ist er von der Fülle der Aufgaben meist an seinem Limit und ist froh, wenn ein BSV das Ganze kontrolliert und er sich nicht selber drum kümmern muss.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Moin Traugott,


    das würde ich allgemeiner fassen: Wenn der zuständige Veterinär mitspielt und auch sanieren will...


    Natürlich gehe ich vom Schlimmen aus, als bestehende Möglichkeit. Wenn ich nicht davon ausginge, bräuchte ich gar keine Proben zu nehmen. Dann würde ich in kindlichem Gemüt denken, dass schon nichts Schlimmes passieren wird und solche Leute gibt es ja genug.


    Wenn aber diese schlimme Möglichkeit besteht, wird die schlimmst doch eigentlich erst, wenn man es gewahr wird zu einem Zeitpunkt, wo außer Schwefel nichts geht. Falls doch ein Kunstschwarm gemacht wird, ist dies doch sicher im November die brutalstmögliche Therapie zum ungünstigsten Zeitpunkt.


    Wenn eine flächendeckende Beprobung sinnvoll und wünschenswert ist, muss das entweder von amtswegen einfach kommen, oder die Akzeptanz erhöht werden. In beiden Fällen ist es doch sinnvoll, sich mal auszutauschen, welche Zeitfenster unter welchem Gesichtspunkt am günstigsten sind. Oder ob gegebene Zeitfenster irgendwie auf die Betriebsweise zurückwirken können oder sollen.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...