Frage zu Begattungskästchen

  • Nabend,


    habe heute 2 Begattungskästchen gefüllt mit Jungbienen.Würde diese 2 Begattungskästchen jetzt gerne Samstag zur Belegstelle fahren.
    Morgen kommt aber erst die unbegattete Königin an.


    Wie soll ich die Königin jetzt am besten zusetzen?
    Mit Käfig unter Futterteigverschluss oder direkt einlaufen lassen in das Kästchen?


    Danke


  • Hallo carlcox. Begattungskästchen füllen geht anders. Begattungskästchen werden immer erst dann gefüllt wenn die dementsprechende Zahl von Königinnen vorhanden ist. Zwei Stunden nach dem befüllen kannst Du die Königinnen durch das Flugloch einlaufen lassen. Danach werden die Kästchen 3 Tage in den dunklen kühlen Keller gestellt, damit das Völkchen eine Einheit wird und die Bienen mit den Wabenbau beginnen. Tägliches tränken (nicht ertränken ) nicht vergessen. Und öffne die Kästchen nicht wieder um die Königinnen im Käfig zuzusetzen. Die Bienen werden dir entgegenquellen und das Kästchen ist leer.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Josef,


    wollte das eigentlich auch so machen wie du geschrieben hast,nur ist die Königin heute nicht angekommen und wenn ich morgen gefüllt hätte,würden sie keine 3 Tage mehr im keller stehen,da die Belegstelle nur Samstags auf hat.


    Was für eine Möglichkeit habe ich denn jetzt noch?


    gruss kevin

  • Hallo
    Am einfachsten mit Co2 etwas schlafen legen. Königin auf die schlafenden bienen legen un dan bis zur Belegstelle kellerhaft.
    Grüße
    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw


  • Hallo kevin, Es nützt nur mit den 3 Tagen im Keller, wenn die Königin auch dabei ist. Ansonsten muß der Belegstellenleiter deine Begattungskästen erst mal einige Tage auf Bienenflug stellen ( kleine schmale Öffnung ) muß aber abgesprochen werden. Damit sie erst Waben bauen, ansonsten zieht das kleine Volk als Schwarm aus und ist dann weg.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo !



    Meine örtliche Landbelegstelle ist zwei Tage die Woche geöffnet,
    da macht aber keiner etwas an Deinen Kästchen, Schieber auf und zu oder so ... neee ...
    ... da die Betreuer auch nicht immer die selben sind und
    der Belegstellenleiter ist auch nur jedes zweite/dritte Mal anwesend.


    Wenn es bis zum Belegstellentermin noch dauert, dann lasse ich sie zu Hause einige Tage fliegen
    (so das die Königin nicht raus kann = entsprechende Einstellung Fluglochschieber).
    Nordseite vom Haus, dann sind das nur wenige Stündchen Flug/Tag.
    Das sollte aber nicht zu lang dauert, dann geht das, sonst zerren sie zuviel an der jungen Hoheit.


    Du kaufst eine unbegattet Königin um mit dieser auf die Belegstelle zu fahren ??


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo,


    warum betreibst Du einen derartigen Aufwand? Du zahlst die unbegattete Kö, keine Ahnung 15 Euro. Gebühr für die Belegstelle 5 Euro.
    Das umgescheiße mit den Begattungskästchen, der Stress mit der Kö die eigentlich nie am ausgemachten Zeitpunkt ankommt, Sprit und Zeit die Du mit der Anfahrt und der Abhohlung verfährst.


    Und dazu kommt noch das Risiko das sie die Kö nach dem ganzen Durcheinander gar nicht annehmen oder wenn doch, das sie unbegattet oder gar nicht zurück kommt.


    Was eine Reinzuchtkö kostet, siehst Du hier:
    http://www.bienen-erich.at/koe…nen/preisliste/index.html


    Da brauch ich eigentlich gar nicht zu überlegen.

  • Hallo kevin, Es nützt nur mit den 3 Tagen im Keller, wenn die Königin auch dabei ist. Ansonsten muß der Belegstellenleiter deine Begattungskästen erst mal einige Tage auf Bienenflug stellen ( kleine schmale Öffnung ) muß aber abgesprochen werden. Damit sie erst Waben bauen, ansonsten zieht das kleine Volk als Schwarm aus und ist dann weg.


    Gruß Josef


    Also ich hab sie bisher immer ohne Königin drei Tage in Kellerhaft gegeben und vor dem Aufstellen / Fahren in die Belegstelle dann die Königin zugesetzt / Weiselzelle in den Wabenbau gedrückt. Hat soweit eigentlich auch ganz gut funktioniert.


    Ich habe Angst, dass die Königin / Weiselzelle bei der Kellerhaft unterkühlt, oder ist das unbegründet? Es wird ja auch bei der Königin im Blumentopf http://www.bienenkiste.de/rat/blog/blog.61/index.html so erkärt, dass die Bienen mit der Weiselzelle in Kellerhaft kommen. Kann das eine gute Königin werden?


    LG


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Zitat

    Also ich hab sie bisher immer ohne Königin drei Tage in Kellerhaft gegeben und vor dem Aufstellen / Fahren in die Belegstelle dann die Königin zugesetzt / Weiselzelle in den Wabenbau gedrückt.


    Das ändert nichts daran, das es falsch ist. Die Kellerhaft ist dazu da, das die Bienen MIT der König eine Einheit bilden, alleine sind sie ein trauriges, häulendes Häufchen Elend. Eine WZ wird ohnehin nur schlupfreif zugehängt und eine fertige Kö ist ohnehin kein Problem.


    Vergleiche mal ein Kästchen oder von mir aus auch einen KS im Keller ohne Kö und dann eines mit. Achte darauf was Du hörst. :u_idea_bulb02:


  • Hallo,


    da kann ich mich Günther einfach nur anschließen.
    Unabhängig davon besteht für dich folgende Möglichkeit:
    Man kann eine Königin ohne größere Probleme bis zu 10 Tage unter Verschluss halten und erst dann ausfliegen lassen. Daher wäre es auch möglich, die Begattungskästen 7 Tage lang in Dunkelhaft zu halten, danach mit dem Königinnensperrschlitz zuhause aufzustellen und am darauf folgenden Öffnungstag zur Belegstelle zu schaffen. 7 Tage Dunkelhaft ist mein Standard. Danach desertieren erheblich weniger Arbeitsbienen, weil die Pheromondrüsen der Königin dann stärker aktiviert sind.

    • Hast du überhaupt geklärt, ob die Belegstelle Begattungskästen annimmt? Viele Belegstellen verweigern die Annahme, weil die Kontrolle auf Drohnenfreiheit nur begrenzt möglich ist. Falls eine Belegstelle Begattungskästen annimmt, fordern sie meist den Abschluss mit einer Klarsichtfolie, damit beim Abnehmen des Deckels gesehen werden kann, ob Drohnen zum Licht kommen. Manche Belegstellen erlauben die Aufstellung von Begattungskästen mit Drohnensperrschlitz.
    • Hast du die Bienen vor der Befüllung der Kästen gesiebt, um die Drohnen heraus zu halten? Wenn nicht, kannst du zuhause bleiben.
    • Hast du überhaupt eine Seuchenfreiheitsbescheinigung für deine Bienen? Wenn nicht, wirst du abgewiesen.


    Wenn einer dieser Punkte nicht zufriedenstellen geklärt werden kann, würde ich an deiner Stelle auf Standbegattung umschwenken.


    Gruß Ralph

  • Hallo !



    Günther B. schrieb:
    • warum betreibst Du einen derartigen Aufwand? Du zahlst die unbegattete Kö, keine Ahnung 15 Euro. Gebühr für die Belegstelle 5 Euro.
      Das umgescheiße mit den Begattungskästchen, der Stress mit der Kö die eigentlich nie am ausgemachten Zeitpunkt ankommt, Sprit und Zeit die Du mit der Anfahrt und der Abhohlung verfährst.


    Na da habt Ihr in Österreich aber Preise !
    Bei den Preisen ist der Kauf einer unbegatteten Königin natürlich absolut nicht nachzuvollziehen.


    Hier die reionalen Preise bei uns:
    Unbegattete Königin (vom Imker Nebenan mit Reinzuchtkönigin) 8,-€ / vom Züchter 10,-€
    Belegstelle: 1,- bis selten 2,-€.
    Eine Begattete kostet das doppelte.
    Aber auch hier, es werden nach meinen Annahmen,
    5 bis 6 mal mehr begattete als unbegattete Königinnen verkauft.




    • da kann ich mich Günther einfach nur anschließen.
      Unabhängig davon besteht für dich folgende Möglichkeit:
      Man kann eine Königin ohne größere Probleme bis zu 10 Tage unter Verschluss halten und erst dann ausfliegen lassen. Daher wäre es auch möglich, die Begattungskästen 7 Tage lang in Dunkelhaft zu halten, danach mit dem Königinnensperrschlitz zuhause aufzustellen und am darauf folgenden Öffnungstag zur Belegstelle zu schaffen. 7 Tage Dunkelhaft ist mein Standard. Danach desertieren erheblich weniger Arbeitsbienen, weil die Pheromondrüsen der Königin dann stärker aktiviert sind.


    10 Tage !? Echt ?!
    Okay, angeblich ist der 10 Tage nach dem Schlupf ja der beste Termin für die Begattung,
    da habe ich sie immer auf der Belegstelle.
    3-4 Tage kühl und dunkel, wenn es länger dauert - lasse ich sie hier vor Ort fliegen (Schlitz 5mm).


    • Hast du überhaupt geklärt, ob die Belegstelle Begattungskästen annimmt? Viele Belegstellen verweigern die Annahme, weil die Kontrolle auf Drohnenfreiheit nur begrenzt möglich ist. Falls eine Belegstelle Begattungskästen annimmt, fordern sie meist den Abschluss mit einer Klarsichtfolie, damit beim Abnehmen des Deckels gesehen werden kann, ob Drohnen zum Licht kommen. Manche Belegstellen erlauben die Aufstellung von Begattungskästen mit Drohnensperrschlitz.


    Die mir bekannten Land-Belegstellen haben kein Problem damit, MWK anzunehmen.
    Für die Inseln- und Reinzuchtbelegstellen gilt meist das EWK (Ausnahme hier sind die Buckis z.B.).
    Okay, Folie ist klar.


    • Hast du die Bienen vor der Befüllung der Kästen gesiebt, um die Drohnen heraus zu halten? Wenn nicht, kannst du zuhause bleiben.


    Ich nehme sie aus dem HR, da ist schon "gesiebt" !
    Ansonsten ist sieben auch schnell gemacht:
    Boden darauf ein Zarge, dann ASG, dann Zarge - darein Bienen - drauf eine genau geschnittene Holzfaserplatte.
    15 min warten !


    • Hast du überhaupt eine Seuchenfreiheitsbescheinigung für deine Bienen? Wenn nicht, wirst du abgewiesen.


    Nööö, nicht unbedingt und kann man schon garnicht "pauschal" sagen,
    mir ist es hier in Hessen von mind. drei Belegstellen bekannt, das die auf die
    Seuchenfreiheitsbescheinigung verzichten, (in Zeiten des hessischen AFB Monitoring).




    Gruß Ralph

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Vom Züchter von nebenan der von seiner 0815 Lieblingskö nachzieht und auf Belegstelle bringt, will ich nichts. Das hab ich schon gehabt und das ist Sch...
    Das kann ich selber mindestens genau so gut, auch ohne Belegstelle.


    Wenn ich was vernünftiges will, dann kostet das.
    Eine ZAC oder ACA Kö ist etwas, das ich 3 Jahre im Volk hab und wenig Arbeit damit. Wenig Arbeit heißt für mich, das sie, wenn ich keine groben Fehler mache, einigermaßen ohne zu schwärmen durch die Saison zu führen sind. Und das ist wichtig, da ich die Völker bis Juni zusammen halten muss, denn dann wird auf Wald gehofft.


    Und das heißt bei weitem nicht, wie so oft behauptet, das solchen Königinen das Schwärmen abgezüchtet wurde. Meiner Meinung nach geht das gar nicht. Wenn ich z.B. zu wenig Raum gebe, schwärmen die genau so wie jede Biene.


    Noch was:
    Bei uns wird eine Reinzucht (ACA oder ZAC) mit 10 Euro vom Verband und 8 Euro vom Verein gesponsort.