Gekauftes Volk wie in die eigene Beute umquartieren

  • Hallo,


    habe mich gerade erst vorgestellt und schon direkt die erste Frage:


    Ich bekomme wahrscheinlich, wenn das Wetter mitspielt die kommende Woche mein erstes Volk, der Verkäufer gibt mir dazu seine Zarge mit dem Volk zum transportieren mit.


    Mein Imkerpate meinte, ich soll die Zarge des Verkäufers auf den Platz stellen, wo dann auch der endgültige Standort meine Beute später sein soll.
    Ich solle die Bienen dort 3 Tage erstmal einfliegen lassen und sie danach dann in meine eigene Zarge umquartieren, welche wieder genau auf dem selben Platz stehen muss wie vorher die des Verkäufers.


    Nun wollte ich einmal nachfragen, warum ich die Bienen nicht gleich in meine eigene Zarge packen kann und sie quasi von dort einfliegen lassen kann.


    Schon mal herzlichen Dank für die hoffentlich vielen Antworten



    Gruß Daniel

    :Biene: :Biene: Summ Summ Summ, Bienchen Summ herum :Biene: :Biene:

  • Hi,


    ich habe mein Volk direkt in meiner Beute geholt, bin abends hingefahren, meine Beute kam auf seinen Platz, dann haben wir alles umgehängt und noch 1,5 Std. gewartet damit die Bienen die wegflogen wieder in meine Beute zurück sind.
    Beute zu, zu mir gefahren, Beute hingestellt und Flugloch auf, hat so wunderbar gefunzt.

  • Zitat

    Nun wollte ich einmal nachfragen, warum ich die Bienen nicht gleich in meine eigene Zarge packen kann und sie quasi von dort einfliegen lassen kann.


    Ich wüsste nichts was dem in weg steht.


    Habe gekaufte Völker meistens schon am Ort des kaufes in meine Beute umquatiert.
    Ein Volk welches in seiner alten Beute zu mir gekommen ist, wurde direckt am nächsten tag umquatiert, nach ner so langen Wanderung wollt ich die nicht noch am selben Tag umhängen und stressen, aber selbst das sollte möglich sein.

  • Hallo Daniel,


    wirst Du denn das gleiche Maß benutzen, bzw. sind Deine Rähmchen und die des Verkäufers kompatibel? Dann spricht nichts dagegen, dass Du Deine Beute mitbringst und ihr an Ort und Stelle umhängt. Hat sogar mehrere Vorteile: Du musst die Verkäuferzargen nicht zurückbringen, nicht am Tag nach dem Transport gleich wieder im Volk rumrühren und Du kannst Dir beim umhängen gleich die Waben Stück für Stück ganz genau ansehen, auf Brutumfang usw. achten und dem Verkäufer ein Loch in den Bauch fragen...:cool:


    Abends hinfahren, umhängen und gleich am gewählten Standort aufstellen und sich über das erste Einfliegen freuen klappt ganz hervorragend.


    Viel Erfolg wünscht
    Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • <...>Nun wollte ich einmal nachfragen, warum ich die Bienen nicht gleich in meine eigene Zarge packen kann und sie quasi von dort einfliegen lassen kann<...>


    Hi Daniel,
    am besten noch beim Verkäufer Deine Beute anstelle der alten Beute hinstellen, Flugloch an die selbe Stelle, dann alle Waben umladen. Warten bis der Flugbetrieb eingestellt ist und alle Mädels daheim sind. Dann am Abend noch Flugloch zu und auf den neuen Standort transportieren und gleich nach Ankunft das Flugloch wieder auf. Fertig ist ;-) Warum willst Du die alte Beute noch mit nehmen?


    Falls der Transport aus irgendeinem Grund in der alten Kiste erfolgen soll, dann solltest Du wirklich erst nach zwei, drei Tagen die alte gegen die neue Kiste austauschen und die Waben umhängen. Bei einem Umhängen sofort nach Ankunft werden garantiert in der Aufregung auch einige Bienen auffliegen, diese wissen aber noch nicht, wo ihr neues Zuhause steht, teilweise wirst Du bzw. das neue Volk deshalb diese Bienen unnötigerweise verlieren. Nach etwas Wartezeit wissen die Damen aber, wo ihr neues Daheim ist, sie finden zurück.


    Grüße
    Axel

  • Das klingt ja alles ganz gut, nur helft mir mal, wie ich meine Zarge für den Transport herrichten kann, so damit es Bienendicht ist und genügend Luft reinkommt.

    :Biene: :Biene: Summ Summ Summ, Bienchen Summ herum :Biene: :Biene:

  • Wie weit, wie lange musst Du transportieren? Weniger als eine Stunde? Länger?


    Ein offener Gitterboden ist eigentlich Pflicht, den Fluglochkeil rein, diesen geeignet bienendicht machen, ggf. mit einem Schaumstoffstreifen, dann ein, zwei Spanngurte um die Kiste und gut ist. Auf dem Hänger oder im PKW geeignet die Beute fixieren, an weitere Spanngurte denken! Ich finde es bienenfreundlicher, die Kist so zu stellen, dass die Waben in Fahrtrichtung sind. Ich glaube, dass dann weniger Bienen gequetscht werden, hoffe ich zumindest...


    Bei einem längeren Transport (> eine Stunde) sollte man zusätzlich über Leerzargen, Wasser usw. nachdenken.


    Die Bienen sollten eher kühl transportiert werden, also im PKW die Heizung eher geringer anschalten, ggf. Klima an. Bei Transport nicht in der prallen Sonne parken, aber Du holst Deine Bienen ja am Abend heim.


    Hilft Dir das weiter?
    Axel


    PS: Viel Spass mit Deinen ersten eigenen Bienen, das erste "eigene" Volk ist so herrlich aufregend :-)

  • Wie weit fährst Du denn damit, und womit transportierst Du?


    Bei nicht allzu langer Fahrt mit dem Auto und Bienen im Kofferraum:


    - ein Spanngurt, um Deckel und Beute miteinander zu verschnüren
    - ein Spanngurt, um die Beute im Kofferraum rutsch- und kippfest zu sichern
    - Schaumstoffstreifen, um das Flugloch zu verschließen (oder Fluglochkeil, den aber festtapen, damit er sich nicht losrüttelt)
    - ich habe auch noch sicherheitshalber einen Schleier ins Auto gelegt, falls sich während der Fahrt doch Irgendwas löst und Bienen rauskommen
    - das Bild von einem verunglückten Auto mit von innen bienenschwarzen Scheiben und Feuerwehrleuten, die sich nicht trauen, die Autotür zu öffnen, aus dem Kopf verbannen:-D


    Grüße, Henrike


    Axel war schneller... Trotzdem noch die Ergänzung: wenn Deine Beute niegelnagelneu ist (und daher noch nichts klebt...), dann darauf achten, dass die Waben beim Fahren nicht hin und her schwingen oder sogar aus der Schiene rutschen können. Zur Not mit Waben oder leeren Rähmchen auffüllen, die Du nach dem Transport wieder rausnimmst. Am neuen Standort einmal kontrollieren, ob alle Waben noch gerade und im richtigen Abstand hängen.

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von henrike () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Also der Transport wird ca. 30 Minuten dauern und erfolgt wenn dann am Abend.
    Das klingt eigentlich schon sinnvoller wenn ich meine Zarge nehm, muss ich die halt morgen noch klar machen für den Transport.
    Ach und ja ist die gleiche Beutengrösse und gleichen Rähmchen.

    :Biene: :Biene: Summ Summ Summ, Bienchen Summ herum :Biene: :Biene:

  • Moin,


    na bei 30min ist das doch gar kein Problem mit dem Transport: auf Wandergitter etc kannst verzichten, grad beim aktuellen Wetter ist Verbrausen nicht zu befürchten. Einfach schauen dass sie dicht sind, nicht umkippen oder rauskriechen können. Und darauf achten, dass Rähmchen in Fahrtrichtung zeigen - sonst können sie, wenn sie unten nicht gesichert sind, unten aneinanderdrücken wenn du scharf bremst/anfährst und Bienen quetschen.


    Und gute Taschenlampen nicht vergessen, falls du in die Dunkelheit geraten kannst (also es am Abend geschehen soll)!


    Am Morgen hab ich sowas noch nie gemacht, aber wenn's außen hell ist und man die Fluglöcher frei gibt, kann es passieren dass sie herausquellen und recht fies drauf sind. Da ist dann Schutzkleidung angesagt beim Öffnen. Liest man zumindest immer diesbezüglich, ich bin bisher nur abends umgezogen und bin jedes mal in die Dunkelheit hinein geraten, da war das kein Problem.

    "Neunzig Jahre in einer Landschaft und in gesegneten frohstimmigen Stunden wird sie der Greis immer noch sehenswert finden, neugierig durchsuchen und Manches entdecken, als sähe er sie zum ersten Male mit reifem Auge."
    - Alexander v. Warsberg, Odysseeische Landschaften.

  • Hallo,


    ich hänge mich hier mal dran.


    Gestern hab ich meine zwei Ableger geholt, gegen zehn Uhr noch hingestellt und das Flugloch geöffnet.
    Heute morgen sind die Bienen recht aktiv, jedoch "stehen" sie vor der Beute in der Luft und fliegen nicht so recht weg.


    Kann es sein, daß die Bien sich einfliegen, neue Umgebung kennenlernen und die ersten Kundschafterinnen los sind, Nahrung zu suchen?


    Gruß.

  • Aufregung auch einige Bienen auffliegen, diese wissen aber noch nicht, wo ihr neues Zuhause steht, teilweise wirst Du bzw. das neue Volk deshalb diese Bienen unnötigerweise verlieren.



    Grüße
    Axel


    Hallo Axel, Blödsinn, die Bienen fliegen nicht mit zuhen Augen ab, also wissen sie sofort wo sie hin müssen.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

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