Schwarmbetriebsweisen - wie geht das eigentlich ?

  • Hallo liebe Immcare, Beenerds & Beenuts,


    "Schwarm im Mai - ein Fuder Heu..." - es tauchen ja immer wieder Kritiken an der Schwarmverhinderung, der im Moment konventionellen Betriebsweisen, auf und hier in diesem Thema können Alternativen in Richtung Schwarmimkerei, die die Kraft der Schwärme nutzen, mal mit Vor- und Nachteilen, auch gerne im direkten Vergleich, vorgestellt und ausdiskutiert werden.


    Gerne können auch traditionelle oder ausländische Schwarmbetriebsweisen ausgebreitet werden und was man von ihnen lernen oder übernehmen kann !


    Fangen wir mal zur Inspiration mit einigen Zitaten von Forumlern an:

    Schwärme sind Geburten - weiterleben, und erstrebenswert...
    Ich finde Schwärme supergoil - und Ableger sind nicht in der Lage, einen (Vor)Schwarm zu überholen in der Entwicklung.
    Bevor ich einen Ableger kaufen würde, gäb ich das Geld eher für einen fetten Vorschwarm aus, wenn ich einen zum Kauf finden würde.:Biene:


    Schwärme mit genauer Kenntnis des Auszugsdatums bzw überhaupt Kenntnis von ihnen sind genial.
    Weil man kann das Neugeborene gebührend in Empfang nehmen :wink:...


    Es geht...nicht um einzelne Bienen - es gibt nur (relativ sicheren) Vorschwarm, und ungewiß überlebende kleine Nachschwärme.
    Alle Schwärme aus einem Volk haben eine Verbindung zum Muttervolk...


    ...Ekstase im Schwarm und "Bauplanaktivierung".


    Der entscheidende Faktor eines Schwarms ist doch die 100% Konzentration auf Volksaufbau UND maximalem Honigeintrag zum Überleben des Winters.


    Wichtiger ist meines Erachtens die während der Bauphase in der Schwarmtraube stattfindende Konsolidierung der Mikroben. In der Winter- und damit vermutlich auch in der Schwarmtraube, werden die Mikroben ausgetauscht, deren Arten reduziert, wichtiger jedoch: vereinheitlicht. Das Volk hat nach der Traube ein harmonierendes Mikrobiom.


    Aber: es gibt mit Schwärmen nicht so viel Honig zu ernten. Eine Alternative wäre vielleicht ein großer Kunstschwarm zum Ende der Saison. :wink:



    Bei mir baut ein Schwarm etwa 6 oder 7 Waben Zander 1,5 im NB und diese Waben werden teilweise auch nicht ganz fertig. Ich Schnitt wird von der fläche her eine Zanderzarge mit NB ausgebaut. Dann sind sie mit Brüten beschäftigt und wenn der erste Brutzyklus um ist, dann ist ertens keine Tracht mehr und zweitens muss schon an den Winter gedacht werden.
    Also sind Schwärme für mich kontraproduktiv.
    ...
    Ich hab auch über 3 Jahre nicht behandelt, anfangs mit kleiner Völkerzahl, im letzten Jahr mit fast der ganzen Besatzung. Alles auf NB, Schwärme und Ableger. Die Schwärme waren die, welche als erstes den Löffel abgegeben haben.


    :liebe002: hoffnungsvolle Grüße
    Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Die Bienen richtig früh zum Schwärmen reizen, um so viele Völker wie möglich zu produzieren. Nachschwärme zusammenwerfen. Am Ende der Tracht alles wieder auf ein Minimum an Bestand zusammenfahren. (Völker auflösen.) Geerntet wird, was zu diesem Zeitpunkt in den Völkern zu finden ist.


    Was Günther sagt, ist vollkommen richtig. Die Völker werden nicht groß und schon gar nicht honigschwer. Aber 3 mal 10 Kilo sind auch 30 Kilogramm. (Standimkerei.) Eingewintert werden dann weniger.


    Ich habe nach dem Vorschwarm auch einen Altkönigin-Flugling auf dem alten Platz mit den bis dahin gefüllten Honigräumen über Absperrgitter ausprobiert. (Brutzargen als Brutableger weggebracht.) Das geht auch und sie sammeln ein bisschen was dazu. Aber die sind dann brutraummäßig während der Tracht einzuengen. Sonst beschäftigen sie sich zu sehr im Brutraum. Auf diese Weise habe ich bis zu 30-50 kg Honig pro Beute geschafft. (Standimkerei!) Vor dem Schwarm wurde immer sehr zeitig erweitert, so daß sie eine Weile das Schwärmen vergessen vor lauter Bauen und Sammeln. Aber zum Ende Mai sind sie dann spätestens raus. In Jahren wie diesem wird nicht so viel Honig geerntet werden können. Ich rechne für 2013 bei den so geführten Völkern eher mit 15 Kilogramm Honig pro Volk.


    Da ich die Völker versuche möglichst (gleich) stark zu halten, sind die Schwärme auch ungefähr gleichzeitig im Schwarmdusel. Ich habe einen tollen Trick: ich nehme Urlaub. Da im Mai sowieso Gartenarbeiten anstehen, arbeite ich vor den Beuten im Garten während des Wartens. Meist kann aufgrund des Wetters und Flugverkehrs und anderer Anzeichen (Bienen sitzen auf der Beuteninnenwand anstatt auf den Waben) der Schwarm eh auf ein paar Tage vorhergesagt werden. Null problemo.


    Ich habe niedrige Obstbäume vor die Beuten gepflanzt und da landen die ganz gern. Wenn ein Schwarm sich in die Lüfte erhebt, besprühe ich den mit Wasser aus dem Gartenschlauch. Dann setzt er sich ganz schnell hin. Einfach in die Luft feine Wasserperlen hin und her in der Schwarmwolke. Wie Regen. Funktioniert zuverlässig. Kein Klettern in Bäumen erforderlich, wenn gut aufgestellt und vorbereitet. Ich habe bei meinen Schwarmvölkern in den letzten Jahren keinen Vorschwarm verpasst und alle eingefangen. (Die Dachbodenvölker landen bei mir im Kirschbaum vorm Haus, da ist etwas Kletterei dabei.) Wer gar nicht klettern will, der schneidet eben die Flügel und sammelt die Königin dann vor dem Flugloch auf, wenn sie rausfällt.


    Ich sehe kein echtes Problem in der Schwarmbetriebsweise, zumindest mit ein paar Völkern nicht. Der Honig reicht für den Eigenbedarf (für mich selbst 30 Kilogramm Honig/Jahr) und für ein paar Geschenke allemal. Der Gesamtaufwand ist vergleichsweise gering.


    Die zurückgelassene Brut kann auch in Begattungsableger aufgeteilt werden. Brutwaben mit ansitzenden Weiselzellen werden auf Ableger aufgeteilt. Fertig. Sammelt nur keinen Honig, während zargenweise Brutableger noch das Eine oder Andere beitragen können.


    André W. ist gerade bei der Entwicklung eines Behandlungskonzeptes, bei der die Bienen drei-vier Tage nach dem Einschlagen des Schwarms ApiLifeVar (Thymol) erhalten. Der bis zu diesem Zeitpunkt gesammelte Honig wird natürlich vorher geerntet, der im restlichen Jahr gesammelte Honig verbleibt den Bienen als Winterfutter. Im brutlosen Schwarm sind die Varroen natürlich gut zu erreichen.


    Ich finde es eigentlich sehr angenehm, die Völker bis auf ein paar schwarmmindernde Maßnahmen, wie das Erweitern, Aufstellung etc., bis zum Entwicklungshöchstpunkt kommen zu lassen und dann den Schwarmtrieb zu nutzen. Für junge Königinnen, für jungen Wabenbau (es wird ausgebaut wie verrückt!), für die Varroabehandlung. (Z.B. Puderzucker.)


    Für großvolumige Beuten und für viele Völker ist die Schwarmbetriebsweise weder rentabel noch ratsam. Für die Eigenversorgung mit wenigen Völkern völlig ausreichend und regelrecht angenehm. Und wenn Du dich um die Bienen kümmerst, kommt auch was bei rum. Regelmäßige Nachschau und Unterstützung hier und da helfen. Von nix kommt eben auch nur nix.


    Gruß
    Bernhard

  • Könnte es sein dass Völker auch aus dem Grunde schwärmen weil sie weiter wollen, da der Platz wo sie sind noch nicht ihr Ziel ist.
    Wenn das Ziel der Völker eine optimale Versorgung und Raumangebot wäre im Bezug zur Tracht ausgerichtet.
    Dann wären sie im Bienenparadies und in diesem Bienenparadies bräuchten sie dann nicht mehr wegschwärmen, sie summen und brummen dann friedlich für sich dahin.
    Und wir Imker sind dazu aufgerufen den Bien auf diesem Weg zu beschützen....beekeeping eben.


    Sorgt dafür dass Eure Bienen für die Tracht bereit stehen.
    Eure Bienen zeigen es Euch ob noch Tracht kommt.


    Macht nicht die Bienen oder das Wetter verantwortlich wenn Eure Völker schwärmen wollen, sondern macht Euch verantwortlich für das Tun am Volk wenn es von Euch weg will.
    Wenn ihr Euch darüber keine Gedanken macht, dann kommt die Varroa und hilft Euch, damit Ihr Euch darüber Gedanken macht.


    :p_flower01:


  • ...wann es gleich losgeht...


    Das swarming signal hat nix zu bedeuten, es bedeutet nur dass das Volk massiv in Schwarmstimmung ist, ob ein Schwarm wirklich auszieht zeigt es nicht an.
    Du merkst es erst wenn die Bienen flutartig aus dem Flugloch quellen, erst dann wird der Sack befestigt. Es ist wurscht ob die Königin dann im Sack ist, hauptsache die Bienen gehen nicht verloren und sind schnell eingesammelt.


    dD

  • Ich kann mir vorstellen, daß eine (noch zu definierende) hohe Völkerdichte durchaus zu mehr Schwarmtrieb führen kann, um "bienenleere" Gegenden zu besetzen. Jede Tierart versucht ihre Gene soweit wie möglich zu verbreiten...und paßt sich langfristig lokalen Standorten an.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Miteinander,
    wenn ein Volk schon früh stark vorspielt und auf einmal alle Bienen im Stock verschwinden, kommt garantiert einige Zeit später ein Schwarm.
    Auffallend ist, das auch bei den Nachbarvölkern der Flug eingestellt wird.
    Ob sie befürchten, ihre Flugbienen an den Schwarm zu verlieren?
    So konnte ich mal bei einer Standbesichtigung dem Imkerkollegen sagen, das sein Volk mit dem grünen Flufloch gleich schwärmen wird.
    Mir wurde nicht geglaubt, eine halbe Stunde lang...
    Zeit genug, solch einen Schwarmfänger wie sie Korbimker benutzen, aufzustellen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.


  • Hallo Bernhard,


    genau so ist es. Für wenige Völker, die auch noch im Garten stehen, geht das sicher gut. Aber bei meiner Völkerzahl und auch bei der von manchen "Schwarmimkern" hier im Forum angegebenen Völkerzahlen kann mich mir das nicht mehr vorstellen.


    Auch muss man differenzieren, wo man imkert.
    Du imkerst in einem Frühtrachtgebiet mit Raps usw. , wenn ich das über die Jahre richtig verstanden habe. Da ist es eigentlich kein Problem so zu arbeiten.
    Denn die Völker bringen im Aufbau, bevor der Schwarmtrieb einsetzt, schon gut was rein. Wenn man das Schwärmen noch etwas nach hinten verschiebt, dann passt das schon mit der Ernte.


    Selbes gilt für ausgesprochene Spättracht wie Heide, die erst Ende Juli oder noch später einsetzt.


    Ich lebe in einem Gebiet, in dem die Frühtracht meist nicht allzu üppig ausfällt, da es um diese Zeit oft recht heftig regnet und die Temperaturen zurück gehen. Heuer ist es zwar noch extremer als sonst aber ihr kriegt wohl ein Bild davon, wie es bei uns in etwa ausschaut.
    Da kommt einfach nicht allzu viel rein. Heuer im Schnitt etwa 5 bis 10 Kg je Volk. Eher weniger als mehr. :roll:


    Inzwischen ist natürlich schon gemäht, und eine Trachtlücke.


    Mit etwas Glück und das haben wir bei weitem nicht jedes Jahr, honigt der Wald ab Mitte Juni. Das gibt dann bei den zusammengehaltenen Völkern noch einmal in einem guten Jahr 15 Kg. Solche Ernten kommen aber leider nicht jedes Jahr, es gibt immer wieder Jahre die nichts bringen, so wie letztes Jahr.
    Wenn ich bis dahin nicht meine Völker zusammen gehalten habe, dann wars das.


    Ich hab anfangs auch für den Eigenbedarf und Bekannte und Verwandte Honig geerntet. Inzwischen ist meine Imkerei aber fast von selber gewachsen, ebenso wie mein Kundenkreis. Und mir macht es Spaß, ein selbst hergestelltes Naturprodukt unter die Leute zu bringen und das honoriert zu bekommen.


    Darum komme ich nicht mit den paar Kg. Frühtracht, die grad in den Völkern sind, aus. Und in unserem Gebiet sind die Leute seit ewigen Zeiten auf dunklen Waldhonig gepolt.


    Man kann die Sache mit dem natürlichen Vermehrungstrieb auch anders sehen. Ich bin nicht sicher, ob die Bienen heute das noch so genau kapieren wie das fürher mal der Fall war, als die Landschat noch in Ordnung war und die Bienen einigermaßen natürlich, ohne Auslese.
    Ich hab, wie jedes Jahr, einzelne Völker dabei, die teils einen halben HR auf 4 Waben antragen (diese nicht mal füllen), andere gehen gar nicht in den HR, auch nicht ohne ASG. Das heißt, die haben kaum genug, das sich das Volk so über eine längere Schlechtwetterphase erhalten kann.
    Aber diese Völker sind die ersten, die Schwärmen wollen.
    Da überlebt weder der Schwarm noch das Altvolk, wenn man die sich selbst überlassen würde.


    Ich will damit nur sagen, das hier auch von der Natur der Biene her einiges nicht mehr zu stimmen scheint.


    Und die so oft bemühte Aussage : Ein Schwarm im Mai,....


    Das traf vielleicht in der Korbimkerei vor vielen Jahrzehnten zu, als die Natur noch in Ordnung war und das Wetter nicht solche Kapriolen geschlagen hat wie heute. Denn damals war ein so kleiner Raum wie im Korb vorhanden sofort ausgebaut. Dazu muss man aber auch sagen, das die anders gearbeitet haben als heute. Zuckerfütterung ist für Schwärme, die noch Tracht bringen sollen, verpönt. Die Korbimker haben das aber sehr großzügig gemacht. Nicht nur bei Schwärmen, auch bei Vollvölkern.
    Hätten sie das nicht gemacht, hätten sich die Völker vermutlich nicht mal damals so entwickelt, das sie das obige Zitat gerechtfertigt hätten.
    http://www.youtube.com/watch?v=upbONroWPic&list=PLC8B3EEFA0E4A7A4B&feature=plpp
    Nachdem der Schwarm dann den Korb ausgebaut hatte, kam er in die Heide und war da natürlich schon ein Vollvolk.


    Wie so oft erweckt es einen völlig faschen Eindruck für Anfänger, wenn man eine Betriebsweise beschreibt und für gut befindet, ohne den Standort, Völkerzahl, Beute, Bienenrasse usw. zu berücksichtigen.

  • Miese Lebensbedingungen der Hauptgrund für das Schwärmen, Drohn? Wie viele Völker wollen sich denn von Dir jedes Jahr verabschieden? :p Wenn Du gar nichts manipulierst? Und welche Manipulationen nimmst Du vor, so daß sie zufrieden vor sich hinschlummern?


    Wie jeder nachrechnen kann, muß ein Volk irgendwann schwärmen, sonst ist es irgendwann übervölkert. Zumindest muß es zwingend eine Brutpause einlegen, sonst platzt fast jedes Behältnis aus den Nähten. Wachstum in alle Ewigkeit gibt es nicht. Jede Brutpause schafft aber eine Art Unzufriedenheit mit der Königin. Und spätestens dann wollen die Bienen die Alte loswerden.


    Schwarmmindernd wirken viele leere ausgebaute, verfügbare Waben. Eine blutjunge Königin, die fleißig legt. Das reicht aus, um den Schwarmzeitpunkt lange nach hinten zu verlegen. Mein früher Sammelbrutableger auf Vollvolk hat gerade mal ein paar Weiselbecher angelegt. Trocken und vernachlässigt. Obwohl fünf Zargen vor Bienen aus den Nähten platzen.


    Aus welchem Grund auch immer die Bienen schwärmen (das war nicht die Frage, was, Molle?) - der Honigertrag sinkt durch den Verlust der Flugbienen und den Wiederaufbauarbeiten (Brutunterbrechung und Wabenbau.) Würde der Schwarm mit der legenden Königin am alten Platz auf leere ausgebaute Waben eingeschlagen werden, könnte der durchaus noch produktiv bleiben. Brutzargen schlüpfen lassen und später mit dem Schwarm vereinen. Königinnen im Begattungskästchen begatten lassen und später zur Umweiselung heranziehen. Mit Leerwaben habe ich es aber noch nicht probiert, ich habe sie stets in der Traube bauen lassen.

  • Würde der Schwarm mit der legenden Königin am alten Platz auf leere ausgebaute Waben eingeschlagen werden, könnte der durchaus noch produktiv bleiben ... Mit Leerwaben habe ich es aber noch nicht probiert...


    Die Heidjer nannten den Korb mit ausgebauten Leerwaben "Höncher".
    Die haben aber auch darauf geachtet, daß der nicht zu viele Leerwaben aufwies - ich meine, max. zu 1/3 ausgebaut. Die wollten schließlich Honig und nicht viele kurzlebige Bienen.



    LG André

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Hallo,


    Zitat

    Miese Lebensbedingungen der Hauptgrund für das Schwärmen, Drohn?


    Das hab ich nicht gesagt, nur das früher durch die besseren Lebensbedingungen einfach auch von einem Schwarm oder auch vom Vollvolk noch Honig geerntet wurde, mehr nicht. Heute geht das halt nicht mehr so einfach.


    Zitat

    Wie viele Völker wollen sich denn von Dir jedes Jahr verabschieden? Wenn Du gar nichts manipulierst?


    So ziemlich alle, die ich Standbegattet habe. Ich hab vor 3 Jahren meine Bestände mit fremden Völkern aufgefrischt (Reinzucht), als bei mir im Frühjahr die Ruhr gewütet hatte. Da hab ich 5 Völker gekauft, die die Schwarmimker als unnatürlich bezeichnen würden.
    Die bringen gut Frühtracht (sind bei meinen besseren Völkern dabei) zeigen grad eben erste Spielnäpfe (unbestiftet) und halten das auch bis zur Waldtracht ohne zu schwärmen durch. Für mich eine tolle Sache, da ich bei meiner begrenzten Freizeit und meiner Völkerzahl die Eingriffe minimieren kann.


    Da genügt es Anfang bis Mitte Mai ein Brutbrett, das ich ohnehin für den Sammelbrutableger brauche, zu entnehmen, großzügig HR zu geben und einen Anfangstreifen (der in Rekordzeit ausgebaut wird) ins BN zu hängen. Etwas später gibt es dann noch einen Anfangstreifen.
    Die sitzen alle auf 8 Rähmchen Zander 1,5. Ein Brutnest, wie es schöner nicht sein könnte. Natürlich auch Drohnen mit dabei, wie es sich halt gehört.
    Wenn ich nicht erweitern würde, würden auch die schwärmen, im ersten Jahr hab ich das fast übersehen, ließen sich aber noch gut abfangen.


    Zitat

    Und welche Manipulationen nimmst Du vor, so daß sie zufrieden vor sich hinschlummern?


    Oben beschriebene, zusätzlich werden noch Bienen ohne Waben zur Kunstschwarmbildung entnommen wenn nötig.


    Bei meinen Standbegatteten brauche ich, bis auf ein paar Ausnahmen schon den 2. Durchgang ZBA. Das ist einfach sehr arbeitsintensiv.


    Zitat

    Zumindest muß es zwingend eine Brutpause einlegen, sonst platzt fast jedes Behältnis aus den Nähten


    Da das Brutgeschäft schon Mitte Juni wieder zurück geschraubt wird, ist das bei mir nicht der Fall. Da ist noch reichlich Platz in den Kisten. Es geht einfach um die Genetik, die eine Biene will schon schwärmen wenn sie grad auf 5 Waben Zander 1,5 sitzt und nix im HR hat, die andere eben nicht.