Begattung mitten im Wald

  • Hallo allerseits,


    ich frage mich gerade, ob ich mir eigentlich Sorgen machen muss: Ich habe für meine Bienen einen schönen Platz mitten im Wald. Dort habe ich dieses Jahr zum ersten Mal einen Ableger gemacht. Der Plan ist, dass dieser sich selber eine Königin zieht. Da es sich um eine Wiese mitten im Wald handelt, muss die Königin erstmal 2 km fliegen um aus dem Wald rauszugelangen (so sie das überhaupt will). Ich frage mich nun, ob das in irgendeiner Weise mit Problemen verbunden ist, z. B. ob die Wahrscheinlichkeit von einem Vogel erwischt zu werden höher ist. Hat zufällig jemand Erfahrungen damit oder gar Wissen?


    Ich hoffe und glaube eigentlich dass es kein Problem sein sollte, da die Biene ja aus dem Wald stammt. Trotzdem ist mir irgendwie mulmig und ich tendiere dazu, weitere Ableger an einem anderen Platz zu machen (was zur Folge hat, dass ich dann Ableger an zwei Plätzen füttern darf).


    Viele Grüße


    MiKa

  • Es gibt ein paar ganz gute Belegstellen mitten im Wald. Solange Du genug Drohnen am Start hast, ist Begattung im Wald kein Problem.


    Also eigentlich generell nicht. Ich finds regelrecht schön.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich persönlich habe an diesem Stand gar keine Drohnen am Start, weil ich dort nur noch ein Volk habe, das nicht so richtig in die Pötte kommt und noch immer keine Drohnen hat. Habe ich jetzt ein Problem? (abgesehen von diesem Volk das keine Drohnen hat...)

  • Drohnen fliegen was ich gehört habe bis zu 10km, zudem vagabundieren sie, d.h. sie kehren in fremde Völker zum Übernachten und gefüttert werden ein.
    Die Königin fliegt auch noch ein gutes Stück.


    Ich denke also Du solltest keine Probleme haben.

  • Keinen Drohnen im Wald ist nicht gut. Echt nicht.


    Wir wissen zwar, daß Drohnen weit fliegen und den Königinnen so entgegenkommen. Aber zum Vagabundieren braucht es auch Völker, die als Unterschlupf dienen. Davon gibt es im Wald nicht viele bzw. keine.
    Ganz prinzipiell ist es sinnvoll, den Königinnen keine langen Partner- und Heimwegsuchen zuzumuten. Finden die ihre Drohnen schnell und haben mehr als eine Begattung pro Ausflug reduziert sich auch die Anzahl der risikoreichen Paarungsreisen. Auf Belegstellen erreicht man durch massives Drohnenangebot sogar eine relative Paarungssicherheit. Man wünsch sind geradezu nur kurze Ausflüge. Und zwar kurz im Sinne von Zeit und Weg.


    Ohne Drohnen würde ich da nicht alles auf eine Karte setzen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich hab' das eine Volk im Wald gelassen und hätte nötigenfalls eine Königin gekauft. Meinen weiteren Ableger habe ich nicht im Wald gemacht. Ich kann aber verkünden, das die Begattung im Wald offensichtlich geklappt hat, ich habe heute Stifte gesehen. Ich hoffe mal dass die nicht Inzucht getrieben haben (im Ableger waren auch ein paar Drohnenzellen). :-)