Wie war Euer erstes Mal?

  • Liebes Forum,


    Endlich habe ich meine eigenen Völker. Endlich! Die meisten schönen Dinge kann man sich ja heute binnen weniger Tage erfüllen, die finanziellen Mittel vorausgesetzt. Sogar andere Lebewesen sind "schnell mal gekauft", eigentlich eine Schande, aber einen Hasenstall richtet man an einem Nachmittag ein ohne großes Wissen. Dementsprechend schlecht werden manchmal diese armen Kreaturen dann auch behandelt. Bei Bienen dauert das alles länger, alles will wohlüberlegt und geplant sein, die meisten Imker sin sicher mit sehr viel Herzblut dabei. Dementsprechend großartig ist es dann, wenn das erste Volk endlich da ist.


    Bei mir war es am Mittwoch soweit. Herrlich. Allein die Fahrt vom Züchter nach Hause, dann das Einlogieren, ein paar Stunden noch das Flugloch verschlossen gehalten und dann erst geöffnet. Und wie sie sich dann einfliegen! Erst wenig, dann aufgeregt und stürmisch, schließlich zunehmend orientiert und besonnen. Erst nur vor der Beute, dann dahinter, schließlich wieder orientiert und geordnet davor. Herrlich!


    Lasst uns hier doch einen Sammelthread aufmachen, und diese Momente teilen. Sicherlich erinnert Ihr Euch noch. War es als Erwachsener? Als Kind? Habt Ihr Euch einen Jugendtraum erfüllt, seid Ihr spät dazu gekommen, oder habt Ihr es von EurennEltern und Großeltern gelernt?


    Alles in allem: Wie war Euer erstes Mal?


    Herzliche - ein wenig beseelte - Grüsse


    Pisolo

  • Hallo Pisolo,


    ich war 14 oder 15 Jahre alt, als ich unseren Imker im Dorf gefragt habe, ob ich ihm beim Imkern helfen kann. Da meine Großeltern nicht in der Nähe wohnten und mein Vater früh verstorben ist, wurde er mein Ersatzopa und mein Bienenvater.


    Zur Zeit der ersten Schwärme sind wir dann zusammen nach Hamburg gefahren und haben meine erste Beute gekauft. Ich bekam meinen ersten Ableger. Da mein Stiefvater sich auch für Bienen interessierte wurden es schnell mehr.


    Es war, wie es heute auch noch ist; wenn die ersten Bienen sich einfliegen und der Ableger sich entwickelt ein tolles Gefühl. Ich kann Stunden lang davor sitzen und mich daran erfreuen.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

  • Toll war es und erst ein paar Stunden her :-D Ich hatte gar nicht damit gerechnet, denn ich war mit zwei Imkern vom Verein verabredet, ihnen bei der Weiselkontrolle "helfen" zu dürfen. Und bekam zwei Waben mit Weiselzellen samt einiger Bienen mit nach Hause. Kann gar nicht richtig abschalten jetzt und bin ganz aufgeregt wegen morgen, wenn ich sie mit meinem Schwiegervater "umziehen" und verschulen werde. Bzw. wenn er mir das zeigt :-D Und ich glaube, auch er ist glücklich, denn seine Völker sind leider über den Winter gestorben, erst das zweite Mal in 40 Jahren steht er ohne Bienen da. Ausgerechnet jetzt, wo ich mit ihm lernen wollte. Aber das geht ja nun wieder und ich freue mich so darüber!

  • Zitat

    Und bekam zwei Waben mit Weiselzellen samt einiger Bienen mit nach Hause.


    :eek: Was heißt "mit einigen Bienen"????? Die Zellen dürfen nicht kalt (nicht unter 35° werden....da braucht es mehr als "einige" Bienen.....:-()

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Er hat mir Bienen dazugeschlagen. Wieviele das nun waren, kann ich nicht sagen, dazu habe ich ja keine Erfahrung. Da er schon einige Jahre imkert, und sehr engagiert in unserem Verein ist, gehe ich davon aus, dass es genügend sein werden. Wie soll ich die Menge "beschreiben" wenn ich sie nicht kenne? Es war alles sehr spontan, eigentlich wollten sie mir "nur" die Weiselkontrolle zeigen und als so viele Zellen da waren, kam die Idee auf, mir diese zu schenken, da ich ja kein Volk habe. Daher hatten wir nur die Möglichkeit, Bienen abzuschlagen (sie werden sonst gewogen, meine ich gelesen zu haben, oder?).


  • Hallo,
    ich habe Mittwoch Abend überraschend von einem Freund seine 2 Völker zur Betreuung bekommen, da er keine Zeit hat. 22.30 Uhr stand er bei mir auf dem Hof und es summte schön in den 2 Beuten.Ich wollte dieses Jahr aus finanziellen noch nicht anfangen
    Ich hatte da schon so ne Ahnung, da er nur einmal bis jetzt reingeschaut hat.
    Gestern als ich von der Arbeit kam, dann das Ergebnis: ein Schwarmabgang
    Glücklicherweise habe ich einen guten Imkerpaten, der mir gleich zur Seite stand .
    So haben ich jetzt unverhofft ein eigenen neuen Schwarm/ Bienenvolk. Mit bisheriger Theorie und null Praxis/Ausstattung bin ich somit mittendrin.
    Die Bienen sind total lieb. Ohne Schutzkleidung( da ich noch keine besitze) im kurzen T-Shirt :cool: auf einer Leiter in 3 m Höhe beim Schwarm einfangen.
    Ich werde mich gerne wieder und oft an mein "erstes Mal" erinnern. Es ist schon faszinierend, wie solch ein Schwarm sein neues zu Hause annimmt.
    Da die Bienen ja bisher schlecht kontrolliert und versorgt wurden, habe ich jetzt alle Hände voll zu tun über Pfingsten. Angefangen vom Einkaufen von Zargen, Mittelwänden und Rähmchen über einlöten von Mittelwänden (noch nie gemacht!) bis hin zur Bienenkontrolle und Schwarmzellen ausbrechen.
    Hier zeigt es sich, wie wichtig ein erfahrener Imkerpate zur Unterstützung und für Ratschläge ist.


    Viele summende Grüße Bienen Wolf