Rauch oder Wasser?!

  • Was nimmt ihr so zum Bienen beruhigen, ich benutze wie jeder normale imker einen Smoker wenn die Damen mies gelaunt sind, oder halt irgentgwas das qualmt, altes morches Holz tuts auch.
    Jetzt versucht mir jemand zu erzählen das Rauch die Bienen nur panisch mache, und Wasser die bessere möglichkeit wäre( ein Imker der die sache schon seit 20-30 Jahren macht hat ihn wohl dazu gerahten).
    Hab vor 13 Jahren selbst mit Sprühflaschen gearbeitet, da ich als 10 Jähriger nicht mit feuer hantieren sollte, und in meinen Augen hab ich die Bienen nur nass und schwer gemacht, das sie nicht sogut von den Waaben fliegen konnten.
    Aber bei weiten nicht der effekt von Rauch, bei dem sich die Bienen mit Honig vollsaugen und ausharren, ob der "Waldbrand" wirklich richtung Bienenstock zieht...Da kann ich eher das gegenteil von Panik beobachten.


    Was nehmt ihr, was haltet Ihr von Wasser (vom schwarmfangen mal abgesehen)?

  • Moin,


    also nach allem was ich weiß, stimme ich dir zu *g* Wasser zum temporär flugunfähig machen oder kühlen (bei der Wanderung), Rauch zum Ablenken bei der Arbeit mit den beschrieben Effekten.
    Bei der Honigernte sind beide Substanzen nicht allzu förderlich und nur äußerst sparsam einzusetzen.


    Man kann nur mutmaßen, wie die schlechten Erfahrungen mit dem Rauch bei deinem Kollegen zustande kamen. Evtl nutzte er ungeeignetes Rauchmaterial oder gab öfters mal zu viel Rauch?! Wer weiß, wer weiß :)

    "Neunzig Jahre in einer Landschaft und in gesegneten frohstimmigen Stunden wird sie der Greis immer noch sehenswert finden, neugierig durchsuchen und Manches entdecken, als sähe er sie zum ersten Male mit reifem Auge."
    - Alexander v. Warsberg, Odysseeische Landschaften.

  • Hallo Kartoffelsalat,
    probiers halt aus und berichte hier darüber.


    Zitat

    Hab vor 13 Jahren selbst mit Sprühflaschen gearbeitet, da ich als 10 Jähriger nicht mit feuer hantieren sollte, und in meinen Augen hab ich die Bienen nur nass und schwer gemacht, das sie nicht sogut von den Waaben fliegen konnten.
    Aber bei weiten nicht der effekt von Rauch,


    probiert, versagt...

  • Nelkenöltuch.
    Und nein, der Honig riecht NICHT danach.


    Ja ist ne feine Sache besonders bei Völkern die zum "hochquellen" neigen. Da ist man mit Rauch aller paar Minuten am Reindamfpen damit die unten bleiben.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hm, ist schon witzig, der Imker, dem ich letzte Woche über die Schulter schauen durfte, schwört auf Thymian-Duft in der Sprühflasche mit Wasser. Wollte eh mal nachfragen, ob das auch andere machen.
    Er nutzt es zum einen, um die Bienen schwerer zu machen und nach unten zu drängen, ohne dass sie wegen des Rauchs sich die Bäuche voll schlagen, zum anderen, weil er auch Wasser mit Duft am Mann hat, falls er kleckert oder sich die Hände säubern will und dabei einen anderen Geruch frei setzt.
    Bei ihm scheint es zu funktionieren. Ich denke, ich werde es auch einfach mal probieren.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ich frag mich wie die Wassersprüher ne Kippkontrolle machen, wenn das gewicht des Wassers die Bienen nach unten drückt.
    Ohne rauch wäre die für mich unmöglich, mit normalen Wasser bekomme ich die Bienentraube nicht von den Unterleisten gejagt.


    Die Sache mit dem nelkenöl hört sich aber recht intressant an.

  • Das Nelkenöltuch hab ich von einer Imkerin aus unserem Verein auch erfahren und das werde ich glaube ich ausprobieren, wenn es mal soweit ist. Noch hab ich ja keine Völker in dem Sinne. Aber das klingt mir ganz gut, vor allem, weil man einen Teil einfach "zudecken" kann.

  • :Biene: Nicht nur einen Teil - wir stapeln bei "großen" Durchsichten erst mal alle Zargen ab, und die kriegen alle ein Nelkenöltuch drauf.
    Kein großes Gefliege, keine Räuberei.
    Man kann das alleine machen, aber zu zweit geht es besser - der eine lockert die Zarge und hebt sie ab, und der andere zieht zeitgleich das Tuch über die Zarge.
    Wenn man alle Brutwaben in einer Zarge sehen will, legt man zwei Tücher versetzt drauf, und hat dann sozusagen nur einen Schlitz für die zu ziehende Wabe frei.
    Hat was von Chirurgie...:lol: nur eben ohne Blut.


    Kippkontrolle machen wir eh nicht wg Naturbau.
    Aber viel von der Kontrolliererei fällt locker weg, wenn man sich wirklich ernsthaft der Fluglochbeobachtung widmet.
    Die Bienen zeigen uns eigentlich immer auch nach außen, was drinnen los ist - aber das lernt man nicht in einem Jahr, das dauert.:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ja, mein Schwiegervater predigt mir das nun auch immer, das man das meiste, was los ist, schon am Flugloch erkennen kann. Ich hoffe, er ist noch lange gesund und munter genug, mir alles beizubringen :p


    Die Idee mit den zwei Tüchern finde ich gut. Das werde ich ihm mal vorschlagen, da wir ja nun wohl eine gute Zeit lang zusammen dort sein werden, kann man das ja dann gut so machen. Heute tat es mir echt sehr leid um die vielen Bienen am Rand usw. da werden doch recht viele zerdrückt. :-(

  • Hallo zusammen,


    dann würde ich doch gerne mal eine Frage an alle "rauchenden" Imker hier stellen. Welches Rauchmaterial bevorzugt ihr denn, bzw. welches taugt gar nix?
    LG

    Wenn ich vor meinem Stande steh´und meine Bienenfliegen seh´so denk´ich oft in meinem Sinn, wie freuts mich, daß ich Imker bin.