Wie ausgeschmolzene Altwaben reinigen?

  • Hallo,
    Wie bekomme ich dunkle/schwarze Altwaben (Edelstahldraht), aus dem Dampfwachsschmelzer geholt und mit der Spachtel erstmal abgekratzt, in einem zweiten Arbeitsgang so sauber, dass sie bereit sind zum Einlöten von Mittelwänden?
    Es bleiben ja Wachsreste an den Holzteilen und an den Drähten. Wenig Wirkung zeigte ein ziemlich kräftiger Dampfstrahl eines haushalttypischen Dampfgeräts, lediglich das Abkratzen ging danach etwas leichter.
    Eine Überlegung geht dahin, mir einen elektr. Einkochautomat anzuschaffen und dann die Rähmchen in fast kochendes Wasser zu tauchen.


    Früher (ohne Dampfwachsschmelzer) hatte ich die Altwaben ausgeschnitten (war ja kein Edelstahldraht) und intensiv abgekratzt, danach sah das Holz wieder ziemlich gut aus. Neudrahten war sowieso Winterarbeit.
    Der Kauf von fertig gedrahteten neuen Rähmchen war ja erst mal eine Arbeitserleichterung, aber da der Edelstahldraht wiederverwendet wird, bleibt wohl nur das Ausschmelzen. Aber wie weiter? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die fertig mit Edelstahldraht gedrahteten Rähmchen hinterher als Altwaben mehr Arbeit machen.
    Wie macht Ihr das? 1) Trockenreinigung durch Abkratzen - um sämtliche Drähte herum? 2) Auskochen nach dem Dampfwachsschmelzer - wie?
    Welche/wieviele Arbeitsgänge habt Ihr von der Altwabe bis zum Einlöten der Mittelwände?
    Danke im voraus für Eure Antworten.
    Wanopa

  • Servus Wanopa,


    wenn die entsprechend lange im DWS waren kannst du sie beim raus nehmen einmal kräftig abklopfen und die Reste mit einer kleinen Spachtel oder einem Messer abkratzen. Funktioniert sehr gut.


    Die ausgeschmolzenen und gesäuberten Waben vom Vorjahr hebe ich auf bis zum Winter. Dann werden sie repariert/ neu bespannt oder nachgespannt und Mittelwände kommen rein.

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    über welche Mengen an Rähmchen sprechen wir ?
    Beste Grüße
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Wanopa


    trotz des Dapfwachsschmelzers, wird dir das abkratzen der Rähmchen wohl doch bleiben. Je älter desto mehr, so meine Erfahrung, meistens flamme ich sie mit einem kleinen Brenner oder der Heißluftpistole ab. Man kann sie auch in Ätznatron auskochen, dann sind sie wie neu.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Wanopa,


    ich dampfschmelze liegend, so dass die Holzteile der Rähmchen übereinander und die Wabenflächen übereinander.


    Nach dem Schmelzen ist das Wachs größtenteils weggeschmolzen, die Rähmchen noch heiss und an den Drähten hängen nur noch Puppenhäutchen (so eine dunkle papierartige Masse). ich nehme dann jedes Rähmchen und kratze mit dem Stockmeißel die Oberträger nochmal ab, so dass die anhaftenden Puppenhäutchen weg sind. Dann kontrolliere ich ob die Mittelwandnut frei ist und fertig.


    Nochmals in einem Kessel einschmelzen, um die Rähmchen zu säubern ist doppelte Arbeit.


    Stefan

  • Hallo Wanopa,
    wenn noch nicht gelesen:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=19845&highlight=Sp%FClmaschine
    Ich reinige alle Rähmchen die nach dem DWS weitergenutzt werden sollen mit einer umgebauten Geschirrspülmaschine mit Ätznatronlauge. Es erspart mir das kratzen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk