Keine Stifte in der Beute

  • Hallo,


    ich habe mich noch nicht vorgestellt, obwohl ich schon länger mitlese. Ich habe seit dem Mai letzten Jahres zwei Ableger (DNM, Carnica, Segeberger Styroporbeuten, offene Böden). Von meinem Imkerverein habe ich leider keinen "Paten" gestellt bekommen und bin quasi auf mich alleine gestellt. Meine Bienen stehen momentan von Rapsfeldern und Erdbeeren umzingelt in der Mitte von Deutschland.


    Nun zu meinem Problem: ich habe 2-zargig überwintert - die obere Zarge bestand nur aus HW, die ich den :Biene: alle gelassen habe. Die Abspeergitter habe ich im Spätsommer entfernt.
    Bereits im Januar flogen viele Bienen. Nach dem erneuten Kälteeinbruch (ich hatte keine Schieber drin) gingen sie wohl wieder aus der Brut und auch Anfang März bei warmen Temperaturen war nur geringer Flugverkehr zu beobachten.
    Bei einer Durchsicht (Ende April) waren viele Maden in dem ehemaligen Honigraum. Ich dachte, sie gestalten diesen als BR um und ich kann diesen so lassen. Daraufhin habe ich eine neue Zarge mit nicht ausgebauten MW mit Abspeergitter aufgesetzt, als der Raps zu blühen anfing (vor ca. 2 Wochen). Nach anfänglichem Zögern sind nun bei beiden Völkern ca. 4 Waben ausgebaut und sie bauen auch in den Baurahmen (ca. 1/8) voll), die ich parallel mit dem HR gab und in die untere Zarge auf 2 gehängt habe.
     
    Bei Kippkontrollen konnte ich keine Weiselzellen feststellen. Ich habe zwar Spielnäpfchen entdeckt, aber keine Stifte gesehen (finde ich extrem schwierig mit Imkerhut ;) ) Leider kann ich diesen nicht absetzen, da ich eine Bienengiftallergie habe...
    Meine Königinnen sind leider nicht gezeichnet und ich habe sie bei meinen letzten Durchsichten nicht sehen können. Gestern fand ich kaum Maden, keine Stifte und die Bienen waren aggressiv. Verstärkte Schwarmstimmung nehme ich an?! Wie bereits geschrieben, habe ich jedoch keine Weiselzellen finden können.
    Nachdem ich schon nach Informationen im Netz gesucht habe, las ich den Tipp, eine Zarge mit MW unterzusetzen. Vielleicht hatte die Königin auch einfach keinen Platz mehr, um Stifte zu legen, da alles voll war! Da mir leider keine weiteren Zargen zur Verfügung stehen, habe ich erst einmal das Abspeergitter entfernt und unausgebaute Waben aus dem HR in die 2. Zarge gesetzt und die Waben aus der 2. Zarge in den HR.


    Noch eine andere Frage - wie alt dürfen die Maden maximal sein, damit Bienen aus diesen noch Königinnen nachziehen können?
    Und noch eine rechtliche Frage: ist es erlaubt Ableger zu bilden, wenn in der Region ein Sperrgebiet (bösartige Faulbrut - ich konnte keine bei mir feststellen, ich habe das Vet.amt informiert, aber seitdem wurden meine nicht kontrolliert) ist und der Stand der neuen Ableger außerhalb diesen liegt?


    Ich bin über alle Informationen, die ihr mir geben könnt, dankbar!


    Liebe Grüße


  • Hallo Pfabi. Im Frühjahr zur Kirschblüte werden alle überzähligen Futterwaben aus dem Brutraum entfernt werden und durch Mittelwände ersetzt werden. Die Brutwaben werden dabei zum Block in der Mitte zusammengerückt und die Mittelwände an beiden Seiten daneben gehangen. Dabei wird dann gleichzeitig der 1.te Honigraum über Absperrgitter aufgesetzt, so das die Beute 3 Zargen Hoch ist .
    Mit Kippkontrollen wirst Du nicht weiter kommen weil die Rähmchenseiten nicht einsehbar sind . Dir wird nichts anderes überbleiben als jede Wabe zu ziehen und dann zu kontrolieren. Solltest Du dabei Weiselzellen finden würde ich an deiner Stelle einen KÖ Ableger machen. Dazu gibst Du die Wabe auf der die KÖnigin sich befindet in eine neue Zarge (eventuelle Weiselzellen brechen ) schüttelst von 2 Brutwaben junge Bienen dazu füllst die Zarge mit Mittelwänden auf und setzt diese auf den Standplatz des jetzigen Volkes. Das jetzige Volk wird um einige Meter versetzt. Ergebnis : Die schon eingeflogenen Bienen fliegen an den alten Standort zurück und verstärken so den KÖ Ableger. Gleichzeitig erlischt der Schwarmtrieb durch den Verlust der Flugbienen. Du hast dann schon einen Ableger oder das Restvolk-kann aber zurückvereinigt werden.
    Es ist grundsätzlich verboten Bienenvölker auch Ableger aus dem Sperrgebiet zu entfernen.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo,


    danke für deine Antwort und Tipps. Ich hätte wirklich die HW entfernen sollen... ich dachte ich lasse sie bei diesem unbeständigen Wetter drin damit sie immer genug zu fressen haben. Nächstes Jahr werde ich dies definitiv anders handhaben!
    Ich war gestern bei unserem Imkertreffen und anfang nächster Woche schaut jemand mit mir über meine :Biene:. Ich hoffe sie sind mir bis dahin noch nicht geschwärmt!


    Liebe Grüße