Sticht die Biene "vor Überraschung"?

  • Guten Morgen liebes Forum!


    Gestern Abend habe ich meinen dritten Stich kassiert (sind jetzt schon 3 mal mehr als in meinen 23 Jahren zuvor :Biene:)
    Ich habe auch gar kein Problem damit. Gehört halt dazu.


    Ich sauge das Gift immer aus und mach dann Teebaumöl drauf - fahre damit wunderbar.


    Was ich mich nur Frage: 2 von diesen 3 Stichen sind passiert, als ich einfach so einige Meter von den Beuten weg stand. Ich weiß auch nicht ob die Biene mich angepeilt hat (glaube ich weniger) oder halt gerade diesen Weg genommen hat und ich da auf einmal im weg stand.


    Auf jeden Fall habe ich nicht nach der Biene geschlagen oder gewedelt. Es waren beide Male Stiche direkt beim Aufschlag. Der erste ging in die Lippe gestern in die Hand.


    Ich kann mir nicht denken, dass Sie sich auf die Entfernung bedroht fühlen, daher die Frage: Sticht die Biene weil Sie so schockiert war an was dranzufliegen?



    Was mich in dem Zusammenhang auch interessiert: Es arbeiten viele komplett ohne Schutzausrüstung an den Bienen. Ich kann mir das (noch) nicht vorstellen.


    Jedes mal wenn ich an die Völker gehe, springen mich fast schon welche an (direkt von der Wabe an den Handschuh) und gerade beim abschütteln bleiben viele in der Luft und suchen den direkten Weg ans Gesicht.
    zwischen 1 und 3 Stachel bleiben immer in meinen Handschuhen oder dem Anzug zurück.
    Merken die dass ich Anfänger bin oder hab ich vielleicht einfach nur schlechtes Genmaterial? Also von den Königinnen her meinte ich :lol:

  • Servus,


    mir passiert das auch manchmal dass ich gestochen werde wenn ich ein paar Meter neben den Fluglöchern stehe, das ist aber extrem selten. Vielleicht war es eine Sammlerin die unterwegs geärgert wurde..
    Wenn die dich allerdings beim Kasten aufmachen schon auffressen wollen.. komisch. Ich arbeite ohne Schleier und ohne Handschuhe und kassiere bei 8 Völkern oft Wochen keinen Stich.
    Werden die Bienen vielleicht von außen gestört? Äste die an die Beuten schlagen, Feldweg an dem z.b. viele Pferde oder Trecker vorbei kommen? Hat das Wetter umgeschlagen oder war recht schwül?
    Wenn du nicht all zu ruppig, nach Alkohol und Schweiß stinkend dran gehst wird es vermutlich genetisch bedingt sein.


    Gruß
    Peter

  • ...Ich sauge das Gift immer aus...


    Das bringt nix. Das Gift verteilt sich sofort im Gewebe (auch wenn Cowboys in Wildwestfilmen es immer wieder mit Schlangengift demonstrieren).:-(


    Übrigens stelle ich mir das schwierig vor, wenn Bieni Dich mal in die Pobacken sticht...:cool:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Peter,


    das weniger. Sie stehen derzeit auf meinem Grundstück im Garten. Stehen frei, also nichts was an die Beute schlagen könnte, keine Tiere die herumlaufen. Höchstens meine Kater, die aber hoffentlich nicht solch starke Erschütterungen verursachen ;D


    Ein Volk ist da tatsächlich nur so, wenn Ihnen was am Klima nicht passt, wobei es nicht schwül im extremen Umschwung war. Das zweite besiedelt aber sofort den Handschuh wenn ich auch nur den Brutraum zur Kontrolle ankippe.


    Den letzten Punkt schließe ich auch erst einmal aus. Habe einen Bürojob, schwitze daher wenig den Tag über und zieh unter meinem Overall auch immer nochmal alte Kleidung ohne Parfum oder sonstiges an.
    Handschuhe habe ich auch schon mal gereinigt um Pheromone die vielleicht anhaften abzuwaschen.


    Was würde in diesem Fall Abhilfe schaffen? Königin austauschen?

  • Das bringt nix. Das Gift verteilt sich sofort im Gewebe (auch wenn Cowboys in Wildwestfilmen es immer wieder mit Schlangengift demonstrieren).:-(


    Übrigens stelle ich mir das schwierig vor, wenn Bieni Dich mal in die Pobacken sticht...:cool:



    Sicher? Ich hatte das die letzten Male bei Stichen in die Arme/ Hände ausprobiert und subjektiv den Eindruck gehabt dass es was gebracht hat.
    Ist natürlich am Po oder der Backe (Gesicht) :) recht schwierig :)

  • Das bringt nix. Das Gift verteilt sich sofort im Gewebe (auch wenn Cowboys in Wildwestfilmen es immer wieder mit Schlangengift demonstrieren).:-(


    Übrigens stelle ich mir das schwierig vor, wenn Bieni Dich mal in die Pobacken sticht...:cool:


    Dann ists klar ;) Aber ich bin mit der "Illusion" aufgewachsen. Der Placeboeffekt reicht vielleicht schon aus ;)

  • Moin,
    ohne Scherz: das fällt unter "tödliche Unfälle, weil da auf einmal ne Mauer im Weg war" - aus Bienensicht.
    Die kommen ja mit ca. 20km/h angeflogen und können dann nicht mehr rechtzeitig bremsen.
    Bei der Geschwindigkeit stechen sie quasi automatisch durch den Aufprall.
    Grad auf dem letzten Stück nach Hause passiert sowas.
    Du solltest dich im Stockumfeld langsamer bewegen, dann können sie dich auch besser umfliegen.
    Ganz früher hatte ich einen Stand, wo Pferde direkt davor auf der Wiese standen - die Bienen hatten keine Probleme, über deren Rücken rauszufliegen, und unterm Bauch her zurückzukommen - kein Pferd ist jemals gestochen worden.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Nelkenöl ist ein gutes Repellent, wir brauchen keinen Smoker mehr.
    5-10 Tropfen auf ein Geschirrhandtuch passender Größe, und das in einem Schraubglas durchziehen lassen.
    Beute auf, Tuch drauf, 10 sec warten, Tuch ab, Bienen unten.
    Das geht so wunderbar streßfrei, das hätte mir jemand ruhig schon vor 18 Jahren sagen können...:lol:


    Nachtrag: wäscht du deine Handschuhe regelmäßig?
    Wenn die nämlich noch nach Stich riechen, ist es kein Wunder, wenn die Bienen sofort darauf gehen....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Naja, das Thema hatten wir ja schon oft:
    es kommt auf die Wetterverhältnisse
    Deinen Körpergeruch
    Deine Haare
    Die Laune der Bienen
    usw, usw, usw an


    Und wenn Du ganz dolle Pech hast ( wie ich vor Jahren) - hast Du ein mega-Stechwütiges Volk.
    Fange an bei Dir den Grund zu suchen.


    Wir haben neulich im garte in der Nähe vom Bienenstand eine Clematis eingegraben. Dafür mussten wir vorher etwas Unkraut rupfen und dann ein Loch graben.
    Wir sind derart angefallen worden, das war echt abnormal.



    Trotz allem: je erfahrener man wird, um so mehr kann man die Völker schon beim Öffnen einschätzen und irgend wann, da lässt Du erst die Handschuhe weg,
    dann die Weste und zum Schluss arbeitest Du fast nur noch mit einer Kappe.


    Ich nutze seit diesem Frühjahr ebenfalls einen trick: ich reibe mich mit geschnittenem Lavendel ab ( vom Vorjahr) welcher auch in den eher selten verwendeten Smoker kommt.
    Das scheinen die Damen gerne zu riechen :-)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.


  • Also den Smoker habe mich mittlerweile auch weg gelassen. Habe das Gefühl Sie sind weniger gestresst wenn ich ohne rangeh. Nur manchmal wenn ich wirklich die Oberträger leer haben will (Danke Herold für den Wildbau ;)) nutz ich Ihn kurz.

  • Normalerweise sollte man sich auch nicht vor den Fluglöchern bzw in der Flugschneise der ein und ausfliegenden Bienen aufhalten, da kommt es öfter mal zu stichen wegen den, von sabi(e)ne beschriebnenen, "Unfällen".
    Desshalb nähert man sich den Völkern besser von hinten, und arbeitet auch hinter den Völkern, und nicht davor.