Schmelztrichter, Holzzarge löst sich auf

  • Hallo zusammen,


    gestern habe ich den verregneten Tag genutzt, um meinen neu erworbenen Edelstahl-Dampschmelz-Trichter einzuweihen.


    Mal abgesehen davon, dass der mit exakten Maßangaben passend für meine Zargen bestellte Trichter nicht wirklich gut auf die Zargen passt, funktioniert die Sache recht gut. Leider hat die stabil verzinkte Holzzarge schon nach zwei Durchgängen mehr oder weniger die Grätsche gemacht. Durch den Dampf verziehen sich die Bretter so stark, dass die Zarge unten gut einen Zentimeter breiter wird und sich in der Eckverbindung folglich Schlitze bilden, durch die der Dampf entweicht.


    Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Gibt es Abhilfe? Hält vielleicht eine Hartschaumzarge den heißen Dampf besser aus?


    135 € und eine kaputte Zarge sind für eine einmale Benützung der Kombination Schmelztrichter und Dampferzeuger reichlich teuer.:mad::cry:

  • Ja, das ist ein echtes Manko - habe das Teil auch und duerfte sehen, wie sich die Hartpor-Zargen doch reichlich nachteilig veraenderten! Dier fangen an zu "kruemmeln" und die Falznase loest sich allmaehlich auf.
    Ich habe sie kurzerhand ehrenhalber zu Schmelzzargen ernannt aber Du hast schon recht, ein hoher Preis fuer eine energieaufwendige und ineefiziente Schmelzmethode!
    Leider aber gibt es kaum Alternativen ausser teuren Edelstahlgeraeten oder halt riesig-gewaltigen Bruehkesseln, die man mit Feuerholz/Kohle anfeuern darf fuer eine Handvoll Raehmchen...ich habe noch nichts Gescheiteres gefunden...


    Melanie

  • Hallo Wulle


    Ich benutze auch zwei Segeberger Zargen zum Schmelzen, die Veränderung ist schon sehr auffallend. Ich habe da schon mindestens 30 Mal geschmolzen und ich glaube, da verändert sich jetzt nichts mehr. Ich habe auch versuche mit Holzzargen gemacht, aber da geht meiner Meinung nach zu viel Wärme verloren.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ausschneiden ist aber besser, weil, wenn du ganze Rähmchen tauchst, hast du das ganze Holz mit nem Wachsüberzug - das ist ist echt mistig.
    Ausprobiert und verworfen.:evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • das ist ist echt mistig.


    Was stört dich daran bzw was hat das für Nachteile?

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Gibt es Abhilfe? Hält vielleicht eine Hartschaumzarge den heißen Dampf besser aus?


    135 € und eine kaputte Zarge sind für eine einmale Benützung der Kombination Schmelztrichter und Dampferzeuger reichlich teuer.:mad::cry:


    Hallo!


    Habe die gleiche Erfahrung gemacht. Dampfschmelzen in selbstgebauten Holzzargen ist und bleibt unbefriedigend. Das ist auch eine Frage des Durchsatzes. Wenn du öfter was zu schmelzen hast, leiden die Holzmagazine schon ziemlich stark. Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich weitere Bastelaktionen in Holz anschließen will und schließlich habe ich mich dafür entschieden, was Richtiges zum Wachsschmelzen anzuschaffen.


    Habe mich dafür entschieden:
    3861 ApiNord® Dampfwachsschmelzer


    Das nutze ich jetzt mit einem Dampfmeister II. Damit bin ich sehr zufrieden. Es ist schnell und effizient. Nur bei Kleinstmengen lohnt es sich manchmal nicht, die Technik aufzuheizen und hinterher säubern zu müssen :roll:. Deshalb sammle ich meist, bis ich eine Ladung zusammen habe.


    Den Edelstahltrichter (Maßanfertigung zu meinen Selbstbaumagazinen) habe ich jetzt ungenutzt in der Ecke stehen. Gedanklich habe ich ihn als Lehrgeld abgehakt.


    Wenn das Wachsschmelzen kein Problem mehr für dich ist, entscheidest du dich auch lieber mal dafür, eine Wabe auszumustern. Bei mir zumindest klappt es jetzt deutlich besser mit der Wabenhygiene.


    Gruss vom Sammler

  • @ Sabi(e)ne
    Nun ja, das Ausschneiden wuerde ich mir gerne sparen...das platttreten macht sicherlich allen Spass...
    Aber ich werde es mal probieren da es mir im Dampfschmelzer auch zu lange dauert wenn da noch Futterreste in den Waben ist.


    @ Sammler
    Der sieht nicht schlecht aus...da muessen auch die DN 1,5 reinpassen. Aber wir lange braucht es denn darinnen? So unisoliert muss das doch irre Temperatur abgeben, oder? Wie lange musst Du da Dampf reingeben bis eine volle Ladung durch ist?
    Ist das Ding dicht (also auch fuer z.B. NaOH-Desinfektion geeignet)?
    Und wir putzt Du dieses feine Trestersieb am Ende?


    Melanie

  • Ah, :oops: ich vergesse immer, daß der normale Imker normalen dünnen Draht hat - da kann ich verstehen, daß man sich ums Ausschneiden drücken mag :lol:
    Wir haben ja die Schweißdrähte drin, da passiert dem Draht gar nix beim Ausschneiden, nur kann man darauf nur schlecht MWs einlöten, weil der Draht so massiv ist = wird zu langsam warm, dafür zu lange...
    Naturbau ist da doch arbeitssparender.:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Plattreten im Müllbeutel ... da hat man ja dann immer noch die Futtersuppe drinne. Ich habe die Waben dieses Jahr auch klein gemacht und ausgewaschen (klingt aufwendiger als es ist). Da geht der größte Teil das Futters raus.
    Das Ausschneiden ist mit Drähten übrigens vielleicht nicht so ratzfatz möglich wie mit Schweißstäben aber es geht eigentlich auch ratzfatz.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"