Garantie bei bei Beuten, brauche mal eure Hilfe!!!

  • Hallo Forum,
    Ich werde hier (noch) keine Namen usw erwähnen, da das ganze ja evtl auch gut ausgehen kann.


    Ich habe vor gut vier Wochen bei einen Händler Beuten bestellt. Diese habe ich vor gut 14 Tagen mit Völkern gefüllt.
    So nun war ich ein paar Tage nicht am Stand ........... als ich Anfang der Woche schauen war bin ih fast hinten rüber gefallen.
    ALLE Zargen sind so dermaßen gerissen und verzogen das Die Bienen bald keine Fluglöcher mehr brauchen. Also kein Witz ! Und nicht übertrieben.
    Ich gebe euch mal nur ein Beispielbild.
    Zu den Rissen sind auch die Griffleisten so verdreht , das die einzelnen Zargen nicht mehr "Plan" aufernander stehen können.
    Ich habe mich genau an die Anweisung des Händlers gehalten was Anstriche usw angeht.




    Ist bei Beuten auch Europäisches Recht gültig? Garantie Gewährleistung usw usw?
    Oder kann es sein das ich auch Pech habe und es einfach so ist ..... Weil 20 komplette sind jetzt auch nicht gerade soooooo günstig. Zumindest nicht für uns.


    Falls jemand aus irgenwelchen Gründen erkennen kann wer der Händler ist. Bitte ich dringend darum Ihn NICHT beim Namen zu nennen!
    Den evtl wird ja alles Perfekt gelöst! Wenn nicht komme ich schon selber mit der Sprache raus.


    Danke ,
    Philip

  • Hallo Philip,
    Holz ist ein Naturprodukt. Es zieht Feuchtigkeit, bekommt ab und an mal einen Riss.
    Aber das was du schreibst ist meines Erachtens ein klarer Fehler des Herstellers. Wahrscheinlich war das Holz zu nass bei der Verarbeitung. Über die Qualität des Holzes ansich kann ich anhand den Bildern nichts sagen.


    Schau mal was sich machen lässt.


    LG


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Ich kann Dir auch weiter helfen!
    Als Tischlermeister habe ich mehrer Fehler erkannt!
    Die Bretter sind zu Breit und enthalten auch noch Teile des Kerns des Baumes, deshalb reissen sie in der Mitte!
    Eigentlich wird der Kern heraus geschnitten und um Spannung zu vermeinden, sollten die einzelnen Bretter max. 6 cm breit sein und wasserfest verleimt sein!
    Auch war das Holz zu feucht, denn ich sehe relativ starke Spannung und windschiefe Bretter! Genauso wie zu starken Schwund in den Fugen!


    Getrocknetes Holz was in den Werkstätten verarbeitet wird ist normalerweise so trocken, dass es sich beim Außeneinsatz eher ausdehnt und nicht wie bei dir zusammenzieht!


    Holz bei der Verarbeitung sollte 8 bis 10 % Feuchte haben, draußen wird es etwa im Sommer bei 12 und bei feuchten Wetter bis 14 % ansteigen.
    Dein Holz war nicht abgelagert! Und nicht trocken genug und bei der Verarbeitumg und der Auswahl des Holzes worden auch noch Fehler gemacht!


    Grüße
    Rainer

  • Hallo


    dassich neue Beuten verziehen und bei den Stößen Spalten entstehen ist normal, es ist eben Holz. Aber was du da auf dem Bild zeigst ist nicht normal, das ist nicht akzeptabel.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Wir bauen ja jetzt schon seit 10 Jahren selbst, die letzte ist die hier
    http://farm8.staticflickr.com/7327/8727848045_e0631dff5c.jpg
    Komplett aus Esche, auch die Rähmchen, und die sind geschraubt, nicht genagelt oder getackert. Morgen ist sie dann komplett, Boden fehlt noch, 2 HR sind schon, Deckel wie immer. Maß 8 W DNM/32mm.
    Wir bauen aber auch andere Maße.


    Was auf deinem Bild ist, ist absoluter Schrott - zurückschicken!

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Gerahmte Absperrgitter vertreibt auch nicht jeder, ich habe da so einen Idschenör im Verdacht :)


    Wenn's der war, ich habe vor 2 Jahren Zargen von dem bekommen die noch gut sind.

  • Hallo Philip,


    hast Du das schon reklamiert, z.B. das gepostete Bild hin geschickt? Mich würde die Reaktion interessieren...


    Fehler können immer mal passieren, aber so wie das hier aussieht sollte es überhaupt keine Diskussionen geben. Austausch ohne langes heck-meck...

  • so wie das hier aussieht sollte es überhaupt keine Diskussionen geben


    Allerdings - und falls doch wollen wir hier Namen sehen :daumen:
    Echt heftig, dabei sind sie ja auch noch nicht gestrichen und nichts... ts ts ts. Immerhin bescherte es uns einen Grinser und den interessanten Beitrag von Rainer, merci ;)

    "Neunzig Jahre in einer Landschaft und in gesegneten frohstimmigen Stunden wird sie der Greis immer noch sehenswert finden, neugierig durchsuchen und Manches entdecken, als sähe er sie zum ersten Male mit reifem Auge."
    - Alexander v. Warsberg, Odysseeische Landschaften.

  • Hallo,
    Also die Reaktion war leider nicht ganz wie man sich als Kunde wünscht. Nett ja, aber was das Problem angeht.....
    Holz ist ein Naturprodukt das die sich verziehen und reissen ist vollkommen normal usw usw. Ein paar Zargen die ganz gerissen sind würde er
    wohl austauschen. Aber die wo einfach die Griffleisten so verdreht sind , das sie nicht mehr dicht aufernander stehen....... das wohl nicht . Is normal.
    Bei meinen anderen 70 Völkern ist das bei keiner zarge. Wirklich nicht bei einer. Und die sind teils selbstgebaut, teils von Händlern, teils Ebay. Gestrichene und ungestrichenen
    und das alles über Jahre ......
    Ich muss Morgen noch zu einen Wanderstand von uns fahren. Da stehen noch 12 Komplettbeuten von den Problemfällen. Da muss ich mal durchzählen .
    Hier bei mir zuhause sind von 20 Zargen im Einsatz, 11 defekt!
    Wenn das am Wanderstand auch so ist, sind das über 50% Ausfall........ und die Menge umzutauschen........ wird bestimmt nicht so freudig begrüßt von dem Händler.
    Philip

  • Ich habe eine Beute die sieht ähnlich aus, vor 2 Jahren bei einem großen Online-Händler gekauft. Letztes Jahr einen (in eine mit Leinöl eingelassene) Zarge gesetzt. Super über den Winter gekommen. Dieses Jahr eine (nicht eingelassene) Honigzarge drauf, die hats auch der Länge nach und um die Ecke wie oben zerrissen.. 2mm Spalt drin.
    Vielleicht denk ich beim nächsten Besuch an ein Foto.


    Gruß Peter

  • Moin,


    Ihr solltet wirklich nicht nur anspielen, sondern Weber - falls es um den geht - beim Namen nennen.


    Unabhängig von diesem Fall hier, hat der ganz offensichtliche ein Qualitätsproblem. Immer wieder wird Leimholz mit zu breiten Stäben verarbeitet und immer wieder reißen sein Zargen - manchmal sogar umlaufend. Mit Holzschutz - also Firnissen oder sonstwie behandeln - hat das nichts zu tun. Fallen reparierte Astlöcher raus und klaffen Ecken, ließe sich das auch mit Frittieren der Zargen nicht verhindern. Irgendwann ist die Feuchte raus und dann fehlt halt der Platz im Werkstoff und dann schrumpft und verbiegt sich das eben. Leider wird die miese und vor allem ungleichmäßige Qualität offensichtlich zum wirtschaftlichen Problem für Herrn Weber. Er mußte bei einigen mir bekannten Imkern mehrfach nachbessern - mit dem selben oder nur wenig geänderten Material - daß das kein Geschäft mehr sein kann. Bei einem befreundeten Imker reißen die im letzten Herbst bezogenen Beuten auch an allen "Ecken und Enden" und es bilden sich Wachsmottenspalten. Es reißen sowohl die behandelten als auch die gänzlich unbehandelten Zargen, die noch verpackt in der Garage stehen.


    Ich mag Holzbeuten nicht, dennoch kann man, wenn sie gut gebaut sind, gut damit imkern. Schlecht gebaute Holzbeuten sind nicht besser als Baumarkt-Leimholz-Selbstbaubeuten und machen das Imkern zur Qual. Fängt man erst an, Zargen nur noch als Transportkisten zu nutzen, weil sie undicht sind hat man Magazinbetriebsweisen ad absordum geführt.


    Holz ist ein Naturwerkstoff - keine Frage. Holz arbeitet, das ist ebenso klar. Dennoch und gerade deshalb kann, darf und muß man von einem Verarbeiter dieses Naturwerkstoffes erwarten, daß seine Produkte ihren Zweck erfüllen. Dafür leistet er Gewähr.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin,


    da ich in den nächsten Monaten vor größeren Anschaffungen inklusive Beuten stehe wüsste ich auch sehr gerne um welchen Lieferanten es nun ging vor allem wenn das scheinbar kein bedauerlicher Einzelfall war/ist.