Faulbrut dann wieder doch nicht

  • Im letzten Jahr sind in meiner Gegend mehrere Fälle von Faulbrut aufgetreten. Um die betroffenen Stände wurde jeweils ein Radius von 3 km gezogen. Ich habe meine Bienen an zwei Orten und lag jeweils haarscharf an der äußeren Markierung.
    Jetzt im Frühjahr kann dann die Amtstierärztin zur Untersuchung. Alle Brutwaben wurden begutachtet und jeweils eine Probe genommen.
    Jeweils Honig von 3 Völkern in einer Pool-probe. Alle Brutwaben zeigten keine Anzeichen für Faulbrut.
    Nach 3 Wochen kam das Ergebnis.
    Eine Probe war positiv. Eiligst wurde ein neuer Termin für eine Untersuchung vereinbart. Diesmal wurden Einzelproben der Völker entnommen. Auf meine Frage das, dass ja wieder 3 Wochen dauert und sich in der Zwischenzeit meine anderen Völker (an diesem Stand 8) anstecken könnten, bekam ich die Antwort man werde vor Ort entscheiden. An den drei Völkern waren zwei mit etwas unregelmäßigen Brutbild.
    Ich bekam die Anweisung diese Völker abzuschwefeln um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Für den Verlust der Völker würde ich aus der Tierseuchenkasse eine Entschädigung von je 150 Euro erhalten.
    Ich habe also bei beiden Völkern die Waben incl. Wachs entsorgt. Die Zargen mit Ätznatron behandelt und abgeflammt.
    Jetzt kam der neue Befund der einzeln Proben. Alle Negativ (auch die Völker die ich Vorsichtshalber killen sollte).


    Problem: Kein Befund - keine Entschädigung aus der Tierseuchenkasse



    Meine Frage: Was kann ich unternehmen? Geich zum Rechtsanwalt? Beschwerde an die übergeordnete Stelle? Welche ist das?

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  • Servus,


    ICH würde mich schriftlich an die Tierseuchenkasse wenden, mit einer kurzen Sachverhaltsschilderung und mit der Bitte um Kostenübernahme/Schadensersatz. Sollte von dort eine Absage zur Kostenübernahme kommen, dann würde ich mich anschließend an die anordnende Person wenden, Kopie der Absage der Tierseuchenkasse dabei und um Kostenübernahme bitte, da die Kosten ja durch die Anordnung entstanden sind. Wird dies auch abgelehnt, dann Beschwerde an die übergeordnete Stelle, kommt dort auch eine Absage, dann ab zum Rechtsanwalt.


    So wäre mein Vorgehen.



    Gruss

  • Hallo Akira,
    wende dich doch an den für deinen Regierungsbezirk zuständigen Fachberater für Imkerei in Bayern http://www.lwg.bayern.de/bienen/service/24269/
    Er kann dir Rat geben für den weiteren Umgang mit den Amtsvetreinären. Mit ihm kannst du auch die Vorgehensweise diskutieren.
    Was mich interessieren würde, war da ein Gesundheitswart involviert?


    LGR

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Akira,
    wende dich doch an den für deinen Regierungsbezirk zuständigen Fachberater für Imkerei in Bayern http://www.lwg.bayern.de/bienen/service/24269/
    Er kann dir Rat geben für den weiteren Umgang mit den Amtsvetreinären. Mit ihm kannst du auch die Vorgehensweise diskutieren.
    Was mich interessieren würde, war da ein Gesundheitswart involviert?


    LGR


    Hallo,
    zunächst danke erst mal für die Rückmeldungen.


    Die zuständige Fachberaterin wurde von der Amtstierrätin telefonisch um Rat gefragt und war für sofortiges Abschwefeln. In meinem Verein haben wir einen
    Gesundheitswart, der mit den Maßnahmen überhaupt nicht einverstanden war. Er hat mir empfohlen hat mich an die Rechtsberatung des DIB zu wenden.
    Die zuständige Fachberaterin hat das ganze einfach nur als Pech abgetan. Ich hätte ja nicht so schnell Abschwefeln müssen...

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  • Moin, moin,


    die zuständige Fachberaterin ist aber schon in Zeile 3 und in Zeile 5 die selbe natürliche Person?


    -


    Folgern kann man daraus, dass man nie alleine mit den Amtspersonen zum Stand gehen sollte... Angesichts der sich abzeichnenden Wendigkeit dieser rogorosen Dame wäre jetzt ein Zeuge sicher nützlich.


    Es tut mir leid um Deine Bienen.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...


  • Ja so ist es

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