Drohneneierbesamung

  • Super! Danke für den Hinweis. Ich werden Dr. Bienefeld gleich mal anfragen.


    Warum soll das zu einer genetischen Verarmung führen?


    gruß Jörg

  • Man wäre gerade auch hier in der Lage sich von besonderen Zuchtmüttern eine "Kopie" zu ziehen.

    Natürlich muss man dann darauf acht geben, sowas nicht nur mit einigen wenigen zu machen und die dann bis zum Exzess zu vermehren.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Wenn man das nicht zu 100% steril macht, kann man dabei schnell und einfach sicher auch noch ganz andere Sachen in die Breite bringen.


    Viren, usw.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo,

    Man wäre gerade auch hier in der Lage sich von besonderen Zuchtmüttern eine "Kopie" zu ziehen.

    Ist das wirklich das Ziel? (Und eine Kopie der Mutter erhältst Du sowieso nicht ganz, mit keiner der beiden diskutierten Methoden - außer mit Eigenbefruchtung, aber darum geht es nicht, oder?)


    Andere Frage, was ist eine "besondere Zuchtmutter" - oder wie beurteilst Du eine Königin?


    Oder anders gefragt, was wird denn beurteilt wenn ein Volk beurteilt wird? Richtig, es wird "die Gemeinschaftsleistung der Arbeiterinnen" beurteilt. Das heißt "davon" möchtest Du nachziehen - also von den Königingenen plus den Spermagenen in Ihrem Bauch.


    Wenn Du also ein "auserkoren Volkes" hast, dann:

    • Eindrohnbesamung: Diese dient dazu rauszufinden, welche der Halbschwestern der Töchter der Königin des "auserkorenen Volkes", die besten der gesuchten Eigenschaften hat - weil dabei, bei allen Töchtern der Drohnengenteil immer der selbe ist.
    • Drohnenbesamung (wenn die denn funktioniert): Vom auserkorenen Volk müsstest Du zunächst Königinnen nachziehen und dann davon Drohneneier nehmen um die Eigenschaften des beurteilten Volkes weiter zu vererben... - ob dieser Aufwand besser ist oder schneller zum Ziele führt - eher nicht.

    Achtet bitte darauf das Ihr wisst welche Eigenschaften mit der einen oder anderen Methode weitervererbt werden - und das, das ist was Ihr wirklich beabsichtigt...


    Und was VSH-Auslese angeht, mehr als 2 Generationen wird man nicht in einem Jahr schaffen und beurteilen können, egal mit welcher Methode...



    Gruß

    Franz

  • Wenn man das nicht zu 100% steril macht, kann man dabei schnell und einfach sicher auch noch ganz andere Sachen in die Breite bringen.

    Ja ne is klar ^^

    Ist das wirklich das Ziel? (Und eine Kopie der Mutter erhältst Du sowieso nicht ganz, mit keiner der beiden diskutierten Methoden - außer mit Eigenbefruchtung, aber darum geht es nicht, oder?)

    Warum nicht?

    Oder anders gefragt, was wird denn beurteilt wenn ein Volk beurteilt wird? Richtig, es wird "die Gemeinschaftsleistung der Arbeiterinnen" beurteilt. Das heißt "davon" möchtest Du nachziehen - also von den Königingenen plus den Spermagenen in Ihrem Bauch.

    Jein. Dann könnte ich ja normale Arbeiterinnenstifte nehmen wenn ich eine Nachzucht aus Königin + Sperma (aus ihrem Bauch) haben möchte.

    Und was VSH-Auslese angeht, mehr als 2 Generationen wird man nicht in einem Jahr schaffen zu und beurteilen können, egal mit welcher Methode...

    Gerade doch, besonders könnte man bei geprüften Eltern die Prüfung der Töchter vernachlässigen. Gerade hinsichtlich zur Streuung in die breite Masse könnte man so eine große Anzahl 100% Königinnen hervor bringen und diese würden auch ihren Töchtern in der F1 genug mitgeben für die Standbegattung.

    Nu so meine Gedanken dazu.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Da fühle ich mich noch ganz grün hinter den Ohren. Aber erlaubt Ihr mir eine vor längerem gestellte Frage nochmals:


    ...was wird denn beurteilt wenn ein Volk beurteilt wird? Richtig, es wird "die Gemeinschaftsleistung der Arbeiterinnen" beurteilt. Das heißt "davon" möchtest Du nachziehen - also von den Königingenen plus den Spermagenen in Ihrem Bauch.

    Hält es jemand für denkbar, daß die Kö./der Bien die genetische Auswahl in seiner Belegschaft bei der Eiablage bzw. Brutpflege steuern/beeinflussen kann? Ich meinte in meiner Anfängerzeit zu sehen, daß im Sommer vorwiegend gelb beringte Arbeiterinnen in meinen Landrassenvölkern vorkamen, im Winter vorwiegend braune. Diese demografischen Beobachtungen habe ich aber nicht systematisch weitergeführt, sie könnten daher auch Zufallsergebnis sein.

  • ...Und eine Kopie der Mutter erhältst Du sowieso nicht ganz, mit keiner der beiden diskutierten Methoden - außer mit Eigenbefruchtung, aber darum geht es nicht, oder?


    Andere Frage, was ist eine "besondere Zuchtmutter" - oder wie beurteilst Du eine Königin?...

    Ich denke, dass diese "Kopie" einer gewünschten Königin mit diesem Verfahren schon ziemlich nah maximal Möglichen wäre und die Begattung kann man dann natürlich dann auch noch on top beeinflussen.


    Und die erhaltenswerte Zuchtmutter wäre in meinem Fall eine Geschwistergruppe (3, vieleicht 5) mit guten Ergebnissen über mehrere Jahre.


    Gruß Jörg

  • Wenn man das nicht zu 100% steril macht, kann man dabei schnell und einfach sicher auch noch ganz andere Sachen in die Breite bringen.

    Ja ne is klar ^^

    Dann hast Du Deinen Faktor X. - ich bin vermutlich einfach zu altmodisch für sowas. Ich kenn allerdings die Probleme bei in vitro Vermehrung in der Fisch- u. Pflanzenzucht. Größere Stückzahlen bei empfindlichen Zellzuständen. 1a Vektor für Krankheiten. Just saying.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo,

    Gerade doch, besonders könnte man bei geprüften Eltern die Prüfung der Töchter vernachlässigen. Gerade hinsichtlich zur Streuung in die breite Masse könnte man so eine große Anzahl 100% Königinnen hervor bringen und diese würden auch ihren Töchtern in der F1 genug mitgeben

    Das heißt das Du bereits eine Tochtergeneration hast und Du betrachtest die Drohnenbesamung offensichtlich als Mittel in der Erhaltungszucht.


    Aber um unterentwickelte Eigenschaften zu selektieren und zu intensivieren, mit Hilfe der Kombinationszucht, und das mit möglichst einem breiten Genpool und vielen Allelen ist doch etwas anderes, oder?


    Gruß

    Franz


    P.S.: Sollte ich mich irren, dann bitte benutze doch Drohnenbesamung und präsentiere uns die Ergebnisse... ;-) - viel Glück - ehrlich :-)

  • Hallo,


    Nachtrag (ihr ward zu schnell):

    Hält es jemand für denkbar, daß die Kö./der Bien die genetische Auswahl in seiner Belegschaft bei der Eiablage bzw. Brutpflege steuern/beeinflussen kann?

    Nein!


    Ich meinte in meiner Anfängerzeit zu sehen, daß im Sommer vorwiegend gelb beringte Arbeiterinnen in meinen Landrassenvölkern vorkamen, im Winter vorwiegend braune.

    Das kann durch leicht unterschiedliche Brutnesttemperatur erklärt werden, ein paar zehntel Grad mehr oder weniger beeinflussen die Ausfärbung der Bienen - das wurde schon oft beobachtet und dokumentiert.


    Ich denke, dass diese "Kopie" einer gewünschten Königin mit diesem Verfahren schon ziemlich nah maximal Möglichen wäre und die Begattung kann man dann natürlich dann auch noch on top beeinflussen.

    :-) - einverstanden - sorry, genaue Begriffsdefinitionen ("Korrintenkakerei") sind bei mir Berufskrankheit... ;-)



    Gruß

    Franz

  • Dann hast Du Deinen Faktor X. - ich bin vermutlich einfach zu altmodisch für sowas. Ich kenn allerdings die Probleme bei in vitro Vermehrung in der Fisch- u. Pflanzenzucht. Größere Stückzahlen bei empfindlichen Zellzuständen. 1a Vektor für Krankheiten. Just saying.

    Nix Faktor X!

    Wenn die Vermehrung schon steril laufen muss... dann überlebt bald nix mehr.

    Wir sind hier an einer natürlichen Bearbeitung und müssen kein Sperma in die Eizelle einpflanzen.

    Das heißt das Du bereits eine Tochtergeneration hast und Du betrachtest die Drohnenbesamung offensichtlich als Mittel in der Erhaltungszucht.

    Nicht zwingend. Wichtig ist mit einer durchgezüchteten und stabilen Linie zu arbeiten um zu wissen was einen erwartet.

    Bei Neukombinationen muss natürlich dann im Nachgang die gewohnte Selektion erfolgen.

    Aber um unterentwickelte Eigenschaften zu selektieren und zu intensivieren, mit Hilfe der Kombinationszucht, und das mit möglichst einem breiten Genpool und vielen Allelen ist doch etwas anderes, oder?

    Es geht hierbei ja nu um die Sicherung/Festigung einer Sache. Natürlich könnte man damit auch entsprechende andere Eigenschaften gezielter heraus holen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Man wäre gerade auch hier in der Lage sich von besonderen Zuchtmüttern eine "Kopie" zu ziehen.

    Natürlich muss man dann darauf acht geben, sowas nicht nur mit einigen wenigen zu machen und die dann bis zum Exzess zu vermehren.

    Hallo,

    genau das würde aber passieren. Bestes Beispiel ist die Rinderzucht !

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.