Drohneneierbesamung

  • Das Thema wurde anderswo schon öfters angefragt, aber bisher kein Bericht von jemandem, der es auch erfolgreich durchgeführt hat:


    http://www.beesource.com/forum…ly-fertilizing-drone-eggs

    http://www.beesource.com/forum…34-Queens-from-drone-eggs

    http://www.beesource.com/forum…y-fertilizing-a-drone-egg

    http://www.beesource.com/forum…izing-eggs-in-drone-cells

    Ein Thread im UK-Forum, leider kann ich ihn im Augenblick nicht lesen:

    https://www.beekeepingforum.co.uk/showthread.php?t=14767


    Hier eine wissenschaftliche Veröffentlichung, die zwar nicht die diskutierte Methode anwendet, aber vielleicht nützliche Information liefert:

    (2002) Egg activation and timing of sperm acceptance by an egg in honeybees


    Grüße,

    Robert

  • Würden die VSH Züchter damit arbeiten, wären sie schon einiges weiter!

    Machen die doch.

    SDI

    Ist so nicht vergleichbar!

    Lieber Markus!


    Na das sind ja starke Worte von Dir.

    Wie viele Drohneneier hast Du denn schon besamt?

    Wie viele Königinnen hast Du denn schon eindrohnbesamt?

    Wie viele Varroamilben hast Du denn schon von vermilbten Völkern lebend geerntet?

    Wie viele Völkchen hast Du denn schon mit solchen lebenden Varroamilben infiziert?

    Wie viele Königinnen/Völkchen hast Du denn schon auf VSH ausgezählt?

    :roll:

    Nur mal so in den Raum geworfen, wenn Du solche Thesen hier aufstellst!

    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • nicht ablenken ^^

    Es sind Taschen die ich bei mir im Verband schon angebracht hatte. Aber da kocht man lieber seine eigene Suppe und dann wäre es als Einzelkämpfer vergebene Liebesmühe.

    Hab jedoch geeignetes Material und könnte noch besseres besorgen...

    Hatte grausige Material was ich aussortieren musste und nun die letzten 2 Jahre leider andere Probleme gehabt die mich da ausgebremst haben und auch viel Arbeit zerstört haben. Die besagte Drohneneibesamung war dabei schon fest eingeplant. Technik steht bereit und eine Eindrohnbesamung ist jetzt auch nicht der heilige Grahl. Kann es dir ja mal vorführen ^^


    Also nicht nur in die Wunde picksen sondern auch zugeben, dass es so ist :*

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hi Markus!


    Ich lenke nicht ab. Ich sage nur, dass das starke Worte sind, die du da in den Raum stellst.

    Und eine ausgeführte SDI (Eindrohnbesamung) ist alle Male besser als eine ins Auge gefasste Drohneneierbesamung (DEB). Sicherlich ist SDI nicht der heilige Gral. Aber der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach. Und es ist nichts Außergewöhnliches oder etwas ganz Neues. Vielmehr wurde es jetzt erst "wieder entdeckt". Und die Eindrohnbesamung selbst ist einfacher als die Mehrdrohnbesamung. Nix heiliger Gral, nix Neues, nix Geheimnisvolles. Einfach nur praktische Zuchtarbeit. Die Betonung liegt auf Arbeit, nicht theoretisieren.

    :wink:


    Und zum Thema anderes Material habe ich auch eine feste Meinung:


    Nimm doch Dein eigenes "Material". Da findet sich auch was wenn man intensiv genug danach sucht. Vielleicht mit DEB? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es ja der Durchbruch? Ich würde mich darüber für Dich und zum Wohle der Bienen wirklich sehr freuen.


    Deine eigenen Bienen sind die besten und wenn sie es noch nicht sind, dann mache sie doch mit Drohneneierbesamung zu den besten. Bis zum nachweislichen Funktionieren dieser Methode nehme ich SDI und auch alle weiteren bisher erprobten Zuchtmethoden bei der Suche auf Überlebensfähigkeit ohne Behandung. Sei es nun VSH, SMR, Grooming, Recapping oder oder oder...


    Aber um eines bitte ich DIch: Mach selber was und arbeite an Varroatoleranz mit deinen eigenen Bienen. Es bringt nichts immer nur in die Ferne zu schweifen und die besseren (?) Bienen anderer besserer (?) Züchter zu testen.


    Außerdem nehme ich gute Ratschläge wie ich es machen soll am liebsten dann an, wenn du von eigenen Erfahrungen berichten kannst. Versprochen! Mache es einfach selbst und berichte davon. Es würde mich echt freuen, wenn Du da mit deinen Bienen bezüglich Varroatoleranz weiter kommen würdest.


    Aber die guten Ratschläge bezüglich DEB und VSH Züchter sind wirklich mehr als unglücklich von Dir formuliert!

    :eek:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Ich glaub du hast meinen Kommentar in den falschen Hals bekommen.

    Für mich stellt sich da einfach die Frage nach dem Aufwand. Ob man nun Milben zählt und Stunden/Tage damit verbringt um dann einige wenige gute Damen heraus zu filtern oder ob man hier mehrere Schritte im Jahr überspringen könnte um schneller voran zu kommen.

    Ist fast wie wenn man solche Eigenschaften mit einer Poolbesamung festigen will. Das dauert eben auch erheblich länger.

    Daher mein Kommentar. Vielleicht besser umformuliert: warum setzt man es bei VSH nicht gezielt ein um die Zuchtziele schneller zu erreichen?

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ob man nun Milben zählt und Stunden/Tage damit verbringt um dann einige wenige gute Damen heraus zu filtern oder ob man hier mehrere Schritte im Jahr überspringen könnte um schneller voran zu kommen.

    Milben muss man doch sowieso zählen, oder wie soll man sonst die vermehrungswürdigen Königinnen finden, egal mit welcher Methode man vermehrt?

  • Ob man nun Milben zählt und Stunden/Tage damit verbringt um dann einige wenige gute Damen heraus zu filtern oder ob man hier mehrere Schritte im Jahr überspringen könnte um schneller voran zu kommen.

    Milben muss man doch sowieso zählen, oder wie soll man sonst die vermehrungswürdigen Königinnen finden, egal mit welcher Methode man vermehrt?

    Wenn du die Richtige Mutti hast und dazu die passenden Drohnenvölker...

    Was dort bereits gezählt wurde findet sich dann auch bei den Töchtern.

    Man könnte damit mind. 1-2 Besamungen überspringen und sich mind. Einmal Viel. Arbeit sparen.

    Ist aber nur meine Meinung und hab aktuell keinen nachweislich Beleg dafür. Es werden jedoch wieder bessere Tage kommen und dann wird es sich zeigen ;)

    Wenn nicht, dann kann ich den Fehler auch eingestehen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • ...Und eine ausgeführte SDI (Eindrohnbesamung) ist alle Male besser als eine ins Auge gefasste Drohneneierbesamung (DEB). Sicherlich ist SDI nicht der heilige Gral. ...

    Warum?

    Ich höre immer von Problemen mit nicht besonders vitalen KB-Königinnen. Und mit der DEB (coole Abkürzung - danke!) überspringe ich doch schon mal eine Generation und könnte die so erzeugte Königin auf die Belegstelle bringen.


    Gruß Jörg

  • Hallo,

    soweit mir bekannt ist hat Prof. Dr. Bienefeld im Länderinstitut für Bienenkunde in Hohenneuendorf derartiges schon vor gut 10 Jahren praktiziert. In wie fern die Sache erfolgreich war, bzw ob diese Methode auch zu praktisch verwertbaren Erfolgen führte, ist mir aber nicht bekannt.

    Die Methode selbst ist aber nichts neues und wird meines Wissens im Zusammenhang mit der Varroaresistenz-. u. -toleranzforschung seit langem versucht und angewendet.

    Allerdings ist sie auch umstritten. So würde sie doch zwangsläufig zu einer extremen genetischen Verarmung des Genpools der Honigbiene führen.


    Gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.