Schwarm in leere Beute locken: Ginge das theoretisch?

  • Ist doch paradox. Eine ausgeflammte Holzkiste ist genau so Seuechenarm wie eine neue Kiste oder ein "Paket". Es wird doch gerade propagiert, dass ausflammen und oder Natronbehandlung eine Seuchenfreiheit wieder herstellt.

    In der Theorie wird es auch jedem Imker so beigebracht, aber ob die das dann auch alle so in der Praxis umsetzen kann stark bezweifelt werden.

  • Ist doch paradox. Eine ausgeflammte Holzkiste ist genau so Seuechenarm wie eine neue Kiste oder ein "Paket". Es wird doch gerade propagiert, dass ausflammen und oder Natronbehandlung eine Seuchenfreiheit wieder herstellt.

    Der Unterschied zwischen einer (alten) "lecker" nach Bienen riecheden Lockbeute mit Wabenresten und Wachmotten, sowie einer sauber ausgeflammten Beute in einwandfreiem Zustand ist schon beträchtlich. Hier hätte ich persönlich auch keine Probleme (wenn ich als BSV an deinen Stand kommen sollte.)

    Aber man muss sich schon klarmachen, dass gerade beim Ausflämmen schonmal leicht Fehler passieren und das Ergebnis nicht so sporenfrei ist, wie gewünscht. Ausflämmen hat außerdem den Nachteil, dass die Beuten dunkel und unansehnlich werden. Ein im Bereich Bienen oftmals unerfahrener Veterinär, kann dies von einer alten Beute im Stil einer klassischen Lockbeute nicht sicher unterscheiden. Diese Überlegung könnte mit dazu geführt haben, dass im Gesetz - sanierte Beuten - nicht aufgeführt sind.


    Gruß
    Ludger

  • Hier nochmal der genaue Text §6 Bienenseuchenverordnung :

    "Von Bienen nicht mehr besetzte Bienenwohnungen sind vom Besitzer der Bienen stets bienendicht verschlossen zu halten."

    Begründung in Biene und Natur 3/2019: Das ehemalige Bienenvolk kann unbemerkt an AFB eingegangen sein und durch den Neueinzug eines Schwarms kann AFB wieder aufleben.

    Wenn Du kleine Änderungen vornehmen willst, dann ändere die Art und Weise, wie Du die Dinge ausführst.

    Wenn Du große Änderungen vornehmen willst, dann ändere die Art und Weise, wie Du die Dinge beurteilst.

  • Deswegen sollte man auch von einem Schwarm besetzte Rollladenkästen austauschen, damit nicht ein nächster Schwarm eine eventuelle AFB aufleben lässt. Auch sollte man Bäume mit Baumhöhlen, in denen ein Schwarm eingezogen war, absägen und verbrennen. Das gleiche gelte dann auch für Schornsteine, Hohlschichten usw.; Haus abreißen und den Schutt in Natronlauge kochen.

  • Hallo ManfredT,

    so hat man in ein paar Jahren keine Probleme mit AFB mehr 😏 aber die gefürchteten Aktivisten einiger Organisationen am Halz 🤣🤣🤣🤣

    „Auch sollte man Bäume mit Baumhöhlen, in denen ein Schwarm eingezogen war, absägen und verbrennen.“


    Die Welt wird schöner!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Deswegen wurden ja die Wachsmotten erfunden., Der alten Wabenbau wird von denen aus der Baumhöhle entfernt. Die Höhle damit stubenrein und fein gemacht für den nächsten Schwarm.

    Wenn Du kleine Änderungen vornehmen willst, dann ändere die Art und Weise, wie Du die Dinge ausführst.

    Wenn Du große Änderungen vornehmen willst, dann ändere die Art und Weise, wie Du die Dinge beurteilst.

  • „Deswegen wurden ja die Wachsmotten erfunden.,“


    Klasse! Sowas gibts? Hast Du welche? Brauch ich, bin ja „kein(richtiger)Imker“.

    Immer nur leere K...., ach, da muss ja Wachs drin sein!?

    Naja, dann wird das ja nichts 😟

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Unser Zuchtobmann sagt bereits im Grundkurs jedem angehenden Imker:

    "Schwärmen lassen ist Umweltverschmutzung!" Der Deutlichkeit halber läßt er dabei sogar den Klammerzusatz "Schwärmen lassen (und nicht wieder einfangen)..." weg, führt ihn aber selbstverständlich inhaltlich aus.


    In Bezug zum Thema: Eine Betriebsweise, die darauf vertraut, (nur) einen gewissen Prozentsatz der abgegangenen Schwärme anzulocken oder gar auf gut Glück mit mehr oder weniger experimentellen Konstruktionen den ein oder anderen Schwarm zum Einzug zu animieren, ist unzureichend und - ja: egoistisch. Denn das Reinfektionsrisiko nicht nur für AFB steigt mit jedem nicht eingefangenen Schwarm, ob man das wahrhaben will oder nicht. Das Risiko trifft zuallererst und vorrangig gerade die am besten imkerlich gehaltenen Völker, weil der Infektionsweg umgekehrt verläuft, als sonst gewohnt: Nicht die kranken Völker stecken die gesunden an, sondern die aktivsten und fittesten holen sich bei schwachen und nicht mehr voll verteidigungsfähigen Einheiten mit deren Vorräten auch deren Krankheiten und Parasiten ein.


    Freilich kann auch einem erfahrenen Imker mal ein Schwarm entwischen. Aber sein Verantwortungsbewußtsein läßt sich daran messen, was er zur Vorbeugung tut und wie er sich engagiert, unbetreute Völker aufzuspüren und zumindest zu beobachten und damit wissenschaftliche Arbeit zu unterstützen:

    https://www.beetrees.org/start

    wildlebende Bienenvölker beetree-Monitoring

    ManfredT : Man muß nicht gleich Rolladenkästen austauschen, Bienenhöhlenbäume fällen oder Häuser mit Hohlräumen abreißen und den Schutt in Natronlauge abkochen, um sich als Imker seiner Verantwortung zu stellen. Man kann aber durchaus mit offenen Augen unbetreute Bienenvölker finden und nach deren unweigerlichem Siechtod bspw. versuchen, die Einfluglöcher dauerhaft zu verschließen.

  • Hat aber mit dem Thema hier nichts zu tun. Hier gehts nur um die Möglichkeit überhaupt, Schwärmen ein neues Zuhause zu geben.

    Wenn Du kleine Änderungen vornehmen willst, dann ändere die Art und Weise, wie Du die Dinge ausführst.

    Wenn Du große Änderungen vornehmen willst, dann ändere die Art und Weise, wie Du die Dinge beurteilst.

  • Deswegen wurden ja die Wachsmotten erfunden., Der alten Wabenbau wird von denen aus der Baumhöhle entfernt. Die Höhle damit stubenrein und fein gemacht für den nächsten Schwarm.

    Guten Abend Saxonicus.


    In meiner Gegend, kommt aber die Wachsmotte praktisch nicht vor.


    Wer macht denn da die Hohlräume wieder "stubenrein"?....Liegt da ein Fehler bei der "Erfindung" vor?..;):P


    Lg Sulz.