Schwarm in leere Beute locken: Ginge das theoretisch?

  • Unter kompletter Bienenwohnung definiere ich eine Kiste mit Wabenwerk, also ausgebaute Rähmchen

    und im schlechtesten Fall vorhandenen Futter drin.

    Wie Du das definierst ist nicht wirklich relevant. Was zählt, ist die Definition des Veterinärs.


    Es gibt da sicherlich einiges an Interpretations-Spielraum. Bei uns wird das so ausgelegt, dass alle Beutenlteile unzugänglich verschlossen sein müssen.

  • Deswegen ... ist ein kleines Holzfass mit Loch und Wabenresten darin auch als Beute anzusehen oder wäre das einfach nur ein kleines Fass wo man in die Bäume gehangen hat. Abstrakt aber wenn das nicht als beute Zählt, dann würde man z.b. nicht Unrechenschaftliches tun.

  • Nö - das stimmt definitiv nicht.

    Mein Bekannter fängt im Süden Deutschlands seit mindestens 2011 treffsicher, an bestimmten Punkten immer wieder jede Saison Schwärme mit seinen Kästen.

    Gezielt und kalkuliert. Nix Zufall.

    Das passt mit Behauptungen von unseren alten Hasen überein, dass bestimmte Punkte Schwärme geradezu magisch anzuziehen scheinen. Wenn der Bekannte seine Beute an solche Punkte hängt, würde mich dan nichts mehr wundern. Das noch kombiniert mit einem Schwärme produzierenden Nachbarn - warum nicht.

    Muss aber nicht überall so sicher klappen.


    Gruß

    Ludger

  • Muss aber nicht überall so sicher klappen.

    Eben! Aber bei Bienen sollte man nicht so schnell aufgeben. Nun hat es so schnell doch nicht geklappt mit dem Aufhängen.

    Das wird aber noch rechtzeitig.

    Muss denn (auch von den Veterinären) immer alles so eng gesehen werden?

    Denn: Ist Schwarmfang nicht auch Artenschutz, unabhängig von der Wahl der Mittel?

    Gruß

    Harald

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Schwarmlockbeute: Irgendein Holzkasten mit nem Flugloch zwischen 20 und 60 Liter in nem Baum mit einem Zurrgurt fixiert. Wabenstreifen z.B. an Oberträger fixiert, das Flugloch mit Propolis eingeschmiert und ein paar Tropfen Lemongrass-Öl vom DM rein. Fangquote 2016: 100% (nein, es war nicht nur ein Kasten ;) )


    /edit: ganz sicher braucht man keine magischen Punkte jm Schwärme zu fangen. Teils waren meine Kästen mitten im Gebüsch. Vorteilhaft sind sicherlich markante Solitärbäume...

  • Hallo Zusammen

    Bei mir ging im vorletzten Jahr in eine Reihe von sechs Kästen , 5 besetzt , auch ein fremder Schwarm in

    den äußersten Kasten .

    Ja , ich habe es darauf angelegt , er war voll möbliert .

    Ich frage mich nun ob es die Nähe zu den anderen ausmachte , dann wär der Bienen ja richtig kolonieverträglich . - Oder ob es die schiere Verzweiflung war die ihn da reintrieb .

    In diesem Jahr habe ich den Kasten 50 Meter vom Bienenstand entfernt und bin gespannt .

    Gruss Markus

  • Zunächst braucht es einen Imker in der Nähe, der Schwärme ziehen lässt. Das ist das wichtigste Kriterium für eine erfolgreiche Schwarmlockbeute.

    Ist ja auch nicht unbedingt Absicht, das einer ziehen lässt. So hatte ich letztes Jahr auf einmal eine blau gezeichnete Kö obowhl ich noch nie eine Königin gezeichnet habe ^^

  • Ich dachte so etwas ist nicht erlaubt? Beuten müssen doch verschlossen sein, wenn diese nicht bezogen sind.

    Ein Schwarmfangkasten ist doch keine Beute.

    Wenn alle nur noch das täten, was irgendwelche Bürokraten erlaubt haben, würde nichts mehr auf der Welt funktionieren.