Hoher Fruktoseanteil im Futter vielleicht ursächlich für CCD

  • Auf Reddit gefunden (http://www.reddit.com/r/Beekeeping/) was übrigens sehr empfehlenswert ist für die, welche Englisch sprechen:
    http://phys.org/news/2013-04-h…syrup-tied-worldwide.html


    Darin geht es darum dass Forscher von der Uni Illinois meinen einen Zusammenhang zwischen hohem Fruktoseanteil im Ersatzfutter der Bienen und CCD gefunden zu haben.
    Die meinen, dass der Fruktoseanteil sich negativ auf die Widerstandsfähigkeit der Bienen gegenüber Toxinen wie Pestiziten auswirkt.
    Sie haben herausgefunden, dass Bienen die dem Enzym p-coumaric ausgesetzt ihre Entgiftungsprozesse anschalten und das Immunsystem da stärker zu sein scheint.
    Sie meinen, dass Honigfütterung anstatt Sirupfütterung die Bienen gegen Toxine stärker macht.


    Das nur mal kurz zusammen gefasst.
    Wie dem auch sei - das Problem "Gifte in der Landwirtschaft" und "vergessen" alter landwirtschaftlicher Vorgehensweisen weil man ja Gifte hat, ist das eigentliche Problem.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von honig ()

  • Hallo !


    Nur mal am Rande ...


    ... wie unterscheiden sich denn die Zusammensetzungen Glykose / Fructose
    zwischen Honig und Futtersirup ? Marginal ... oder ?


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo,


    die Zusammensetzung des Futtersirups hängt stark vom Sirup ab. Im Artikel wurde von Maissirup gesprochen, für Ambrosia wird 40% Fruchtzucker und je 30% Traubenzucker und Wasser angegeben. Abrosia (Nordzucker)
    Für Honig (abhängig von der Sorte) gibt das LWG Bayern Fruchtzucker mit 34-41%, Traubenzucker mit 28-35% und Rübenzucker bis 10% an (Rest Wasser und Mehrfachzucker).


    das interpretiere wer will
    Gruß
    Ludger

  • Hallo !


    für unser Futter (auf Saccharosebasis) wird angegeben:


    Glukose: 33 %; Fruktose: 33 %; Saccharose: 34 %


    Wenn der hohe Fruktoseanteil ein Problem ist ...


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Im Artikel ist von Sirup mit hohem Fruktoseanteil die Rede. Etwas rumsuchen ergab dann, dass es sich da wohl um sogenannten HFCS oder im Deutschen auch unter Glucose-Fructose-Sirup bekannt, handeln muss. Da sind Fructosegehalte von über 50% wohl drinne. Naja Hauptsache billig.
    @Simmerl darauf wirds wohl hinaus laufen.

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    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"


  • Anmerkung: Saccharose ist ein Disaccharid: Wenn das aufgenommen und aufgespalten wird, kommt ein Molekühl Fructose und ein Glucose dabei raus...


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo !


    Anmerkung: Saccharose ist ein Disaccharid: Wenn das aufgenommen und aufgespalten wird, kommt ein Molekühl Fructose und ein Glucose dabei raus...


    Marion


    Winterfutter der angegebenen Art und Weise wird angeblich weitgehend unverarbeitet eingelagert.


    Naja, zumindest bei den Bienen können wir ja davon ausgehen,
    das es sich um einen enzymatischen Prozess handelt und nicht wie in der Industrie üblich
    (weil wohl günstiger und schneller) säurebasiert,
    was dann ja wieder abgepuffert werden muß.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Darin geht es darum dass Forscher ... meinen einen Zusammenhang zwischen hohem Fruktoseanteil im Ersatzfutter der Bienen und CCD gefunden zu haben.


    Im Artikel wurde von Maissirup gesprochen...


    Alles klar...!



    LG André
    Wenn es regnet, findet man Regenwürmer an der Erdoberfläche.
    Also machen Regenwürmer Regen. :roll:

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Es wurden auch schon in den Maissirup Neonics gefunden!


    Und in Graz hat der Grieche gesagt, dass es durch die Neonics bei den Futtersaftdrüsen Missbildungen geben kann!


    So was ist jetzt der wirkliche Grund für das CCD?


    Wenn man weiß dass die Neonics auch noch die Orientierung stören?


    und auch die Temperarturkontrolle?


    Es gibt einfach viel zu viele Beweiwse, dass die Neonics das wirkliche Bienenproblem sind!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Im Artikel ist von Sirup mit hohem Fruktoseanteil die Rede. Etwas rumsuchen ergab dann, dass es sich da wohl um sogenannten HFCS oder im Deutschen auch unter Glucose-Fructose-Sirup bekannt, handeln muss. Da sind Fructosegehalte von über 50% wohl drinne.


    Ich verstehe den Artikel so, dass das Hauptproblem der relativ reine "high-fructose corn sirup" ist. Dem fehlen die sonstigen Bestandteile des Honigs, insbesondere die Enzyme aus den Pollen. Das erwähnte Enzym p-coumaric aus den Pollenschalen (oder -wänden, -häuten) soll z.B. das Immunsystem stärken.
    Also Mangelerscheinungen infolge einseitiger Ernährung.


    Klaus