Tod durch Rote Waldameisen

  • Servus,


    ich nutze Raupenleim (Baumschutz) an den Füßen meiner Beutenböcke gegen Ameisen. 1-2 mal jährlich erneuern und gut ist.
    Aber man sollte etwas von oben vormachen (ich nutze umgedrehte Edelstahlhundenäpfe), sonst landen auch Bienen drin und das war es dann.



    Gruss

  • Ardap an die Aufstiege und sie tragen Ameisen weg ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Henry,


    dem will ich glauben, aber mich nicht ergeben... Die sollen gar nix da wegtragen. Das meine Bank. Da trage ich hin und wider, die nicht. Ich habe die Bienen weggetragen und werde den Stand weiter beobachten. Eigentlich gibt es keine Aufstiege, wenn sie nicht etwa Leitern bauen und Pionierbrücken... So eine Bank für maximal 5 Beuten ist ja übersichtlich, so als Bauwerk... Wo kriegt man Raupenleim zum aufstreichen? Den zum dranbinden unterlaufen die, und das berühmte Wollwachs stört die nicht.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • So bedauerlich solche Bilder sind und wie sehr wir "unsere" Bienen lieben so finde ich es dennoch sehr unschön, wie hier über Ameisen geschrieben wird.
    Das ist einfach unangemessen! So schreibt man weder über Tiere noch Menschen und grad wir so "naturnahen" Imker sollten ein wenig Augenmaß behalten.


    "sinnlos und grausam ermordet. Verstümmelt und am lebendigen Leibe zerteilt." - Nicht sinnlos, sondern sie nähren das Ameisenvolk!


    Wenn wir Imker die Bienen von den Baumhöhlen hoch in den Kronen zu uns auf den Boden holen um uns daran zu bedienen, dann müssen wir damit leben, dass sich auch andere daran bedienen wollen.


    Weder Ameisen, noch Hornissen/Wespen oder Wölfe sollten mit solchen Worten belegt werden, denn erfahrungsgemäß werden sie dann über kurz oder lang von uns "erlegt".
    Und bei den Ameisen sind wir schon dran: die aktuelle Rote Liste weist bei 90% der Ameisenarten tw. erhebliche Bestandsrückgänge auf!


    Es gibt nur eine Spezies, die sich durch sinnlose und grausame Verhaltensweisen immer wieder in die Schlagzeilen bringt...und die sollte sich mit ihrer Wertung zurückhalten, sondern einfach mal überlegen, wie man solche Begegnungen zukünftig vermeiden kann.
    Sonst herrscht hier bald ein Ton wie in diesen Landwirtschaftsforen wo ich manchmal den Eindruck habe, die führen da Krieg und keinen bäuerlichen Betrieb...


    Melanie

  • Hi Melanie,


    auch wenn du recht hast mit dem was du schreibst, man urteilt immer einfacher wenn es einen nicht betrifft.


    Wenn man 150 Völker hat uns es fallen 4 der Ameise um Opfer ärgert man sich, wenn du aber nur 8 hast ist es für einen eine Katastrophe (oder wenn es wertvolle Königinnen waren). Da ist glaub ich ganz schnell die Toleranz dahin, so ist es zumindest bei mir.
    Stell dir vor du lebst Fluss nah und es wurden Bieber angesiedelt, seitdem ist bei jedem Starkregen dein Keller unter Wasser, wärst du weiterhin der Bieberfreund oder würdest du auch "Mordgedanken" bekommen.


    Bei uns im Ort haben einige Häuser das Problem seit neustem. Solang die Bieber nicht da waren, gabs keine Überwchwemmung und jetzt saufen durch die Dämme die Keller ab.


    Ich bin nicht betroffen also hab ich Glück gehabt und könnte gute Ratschläge zum Bieberschutz geben, ich lass es aber einfach weil ich wüsste wie ich selbst reagieren würde.


    In diesem Sinne ist jedem von uns (wahrscheinlich auch dir) das Hemd immer näher wie die Hose.



    Viele Grüße,



    Maxikaner

  • Hey Clas, versuchs mal mit nem tropfen Spülmittel, nimmt die Oberflächenspannung :D sollten sie tatsächlich übers Wasser laufen, gehen sie unter. Gemeine Methode aber ich will da auch niemand zu irgendwas anstiften - Karfreitagsscherz ;)

  • Och, Melanie,


    Krieg gegen die werde ich nicht führen, und den Herrn Ardap werde ich auch nicht bemühen. Dennoch meine ich, eine funktionierende Abwehr wäre schon recht. Meine Burggräben sind offenbar noch zu schmal, die nächsten werden breiter. Oder die sind aus den Baumkronen geweht, so viele waren es ja auch noch nicht, und wenn ich die nächsten Tage Zeit hätte zum beobachten, hätte ich das statt dessen gemacht... Da turnen die nämlich auch hoch, in die Bäume.


    Ich wollte halt nicht unnötig breit, weil das dann im Winter leicht kaputtfriert. Und dann geht das flicken und abdichten los...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Mir reicht es, wenn die Ameisen Überladene angreifen, die vor dem Flugloch in Gras plumpsten. Und ich bin durchaus Partei. Bienenpartei. Ich weiß wohl, daß das nicht politisch korrekt ist, aber ich beschütze meine Bienen, da wo ich sie hingeschleppt habe.


    Man darf das bitte nicht verwechseln. Wären meine Bienen nicht da, fräßen die Ameien was anderes und würden limitiert. Fressen sie zu Zeiten des Mangels meine Bienen und deren Brut, erzeugen sie darauf noch mehr Ameisen und gründen gleich neue Nester. Auch ohne Bienen habe ich dann den Druck durch die Ameisen erhöht.


    Wenn es mir nur gelingt, sie daran zu hindern, Fluglöcher, Bodengitter und Beutenfront zu erreichen, habe ich folglich viel weniger eingegriffen, als wenn ich sie mit meinen Bienen mit Protein versorge und aufpäple.


    Ardap wirkt an den Standstützen nur tödlich, wenn die Ameisen direkt darauf laufen. Das tun sie bereits nach wenigen Stunden nicht mehr und die Straßen zu den Bienenstöcken verwaisen. Dann wirkt es nur noch repellent. Ist die Zeit überstanden ist es auch nicht mehr nötig. Ich setzte es ein, sobald Ameisen an den Beuten sichtbar sind. Dann fege ich die ab, schick sie nach Hause und wenn sie wieder kommen wirkt der Fußrückziehreflex. Sollen sie den überwinden, werden sie von den Kolleginnen heimgebracht. Nur dann.


    Ameisen gehören nicht ausgelöscht oder angebrannt. Die gehören bloß gelenkt und Diesel dazu zu nehmen, finde ich nicht gut.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin,
    seit langen Jahren habe ich in näherer Umgebung auch wieder zwei Waldameisenvölker. Aber wenn ich das so lese, werde ich mal schauen, ob die gefährlich werden können. Eigenlich mag ich alles was krabbelt, außer Zecken.


    Übrigens: In einen altmodischen Wanderwagen kommen bisher weder Mäuse noch Ameisen.
    Hoffentlich bleibt das so.
    Vielleicht ist es sinnvoll, die Beuten auf Pfähle zu stellen, die in einer öligen Flüssigkeit (wegen der Verdunstung) stehen. So hätte man das wenigstens früher gemacht. Oder noch schlimmeres, aber das lassen wir jetzt mal.....


    Grüsse ralf_2

  • Biber. Die Tiere heißen Biber. :lol: OT Und nicht sie sind schuld an Hochwassern, sie sind höchstens ein Faktor zusätzlich. Ein Faktor, den wir schon mal eliminiert hatten.

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen