Tod durch Rote Waldameisen

  • Moin,


    es ist ruhig geworden auf der Belegstelle:


    Seht Euch nur an, was diese Nützlinge von Dienstag zu Freitag aus 4 erweiterungsreifen Drohnenspendern und Zuchtmuttervölkern gemacht haben. :cry: Die sollten Honigräume kriegen. Sie wanderten in den Wachsschmelzer. Nicht eine Larve war erhalten. In einem weiteren Volke waren noch eine Hand voll Bienen eingesperrt in einem aufgesetzten Mini-Plus. Die Ameisen hatten die Fluglöcher verengt und verschlossen und binnen Stunden die Bodengitter zugebaut. Die Bienen sind jämmerlich erstickt und wurden dann noch lebend von fünf oder noch mehr Ameisen weggezerrt und ihnen wurden die Glieder am lebenden Leib abgetrennt. Jüngste Bienen brauchten nur den Zelldeckel zum Schlupfe zu öffenen und schon wurden sie in den Tod gezerrt ...


    Guido, was hast Du zu ihrer Verteidigung vorzubringen? :evil:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Argh, verdammt, das tut mir leid. Hab mich dieses Jahr auch schon über die Ameisen unterm Deckel gewundert, das war in früheren Jahren noch nicht im Frühjahr der Fall. Aber wenigstens haben die bei mir noch keinen Mist gebaut. Würde ich ihnen auch nicht raten.:evil:

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Moin Henry,
    das ist ja traurig :mad:. So was habe ich ja noch nie gehört und gesehen. Das hört sich ja an wie ein perfekter Bienenvolkmordplan. Ob die Ameisen wußten das die Bienen dann ersticken? Man kann das wohl annehmen, sonst hätten Sie sich den Aufwand nicht betrieben.

  • Hallo Hernry
    Was soll ich da sagen? Herzliches Beileid! :-( Ich weine mit dir.
    Soll ich dich trösten kommen? Bin ja in Sachsen, also in deiner Nähe.


    Am 16.4.2013 siedelte ich einen großen Hügel um, um die Rote vor einem Kahlschlag wegen eines Windrades zu retten. Am nächsten Tag rettete ich meine Völker in St. Nikolaus, in dem ich abwanderte, denn die Roten hatten Hunger, und 2 waren schon leer.
    Interessant ist ja Ihre Vorgehensweise! Zuerst werden die anfliegenden Flugbienen bespritzt und mitgenommen, anschließend wird die Brut ausgeräumt. Ist die Bienentracht ergiebig, wird ein Ableger-Nest direkt in der Beute angelegt (Meine Erfahrung). Da hilft nur abwandern! Sobald die Roten anderes zu Fressen finden, kann Man(n) wieder anwandern, ohne Gefahr bis zum nächsten Jahr.
    Es ist schade, aber meine Genehmigung zum Umsiedeln der Roten gilt nur im Saarland. Und ob umgesiedelt werden muß, kann nur vor Ort entschieden werden durch entsprechende Sachverständige, aber das Prozedere kennst du ja. Kann mich ja bewerben, und deinen Hügel als Anschauungsobjekt für meine Befähigung im Beisein des Ministeriums umsiedeln.:wink:
    Viele Grüße von einem traurigen Guido
    Werde Bilder einstellen, die faszinierend sind, sobald ich zu Hause bin. Da werden die Roten von sehr kleinen Ameisen getötet. Habe einige der Kleinen zur Bestimmung abgesammelt.

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Remtstalimker
    Den Ameisen ist es egal, wie weit sie laufen!
    Die Hauptsache ist, dass es Futter ist. Das passiert halt nur, wenn es auf einmal warm wird, die Ameisen aktiv werden, und noch keine Engerlinge oder sonst ein Getier zu finden ist.
    Gruß Guido

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Guido,
    ich habe da Erfahrung. Ich habe da einen Wanderplatz im Schwarzwald. Am Waldrand sind große Nestanlagen der Waldameise, bei uns Klemmer genannt. Die Straßen kann man genau verfolgen. Zu meinen Bienen müssen sie über einen Weg und dann über eine Wiese. Mit dem genannten Abstand habe ich keine Probleme.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • ... Kann mich ja bewerben, und deinen Hügel als Anschauungsobjekt für meine Befähigung im Beisein des Ministeriums umsiedeln.:wink: ...

    Nee laß ma.


    Meine Zuneigung zu dähn hält sich in ganz klaren Grenzen, weil nun mein ganzer Zuchtplan im Eimer ist und meine Zuchtwertschätzung auch nicht klappt, weil die Geschwister fehlen - sinnlos und grausam ermordet. Verstümmelt und am lebendigen Leibe zerteilt. Ein Volk an die Viecher zu opfern - gut das kennt man - das erwischt so weisellose Mickerlinge oder Wachsmottenzuchtstationen und nervt im Herbst mit Ameisen in den Futterzargen, aber so radikal und böse und zudem gemein und grausam. Und ich Plötmann hab die da erst noch hingesiedelt und immer schön geduldet richtig aktiv und so und ganz früher sogar gedrohnengebrutgefüttert - also nicht konkret die da aber andere weiter weg aber vom selben widerlichen Schlage.


    Drecksviecher und undankbare Natternbrut - elendigliche! :evil:


    PS: Die heißen bestimmt Waldameisen, weil mein Plut jetzt Wald. Oder kommt das vom Imperativ: "Rote Waldmeisen aus!"?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Oh gut das ich das jetzt lese. Henry erst mal eine social Support-Mitleidsträne für dich - würde mich auch so richtig an****en wenn mir das passieren würde.
    Allerdings werde ich jetzt auch keine Brut mehr versuchen an Waldameisen zu verfüttern auch wenn sie noch weit weg sind.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Ich bin ja nun kein Ameisenexperte, aber für mich sieht das aus als hätten die in die Beute einziehen wollen:-? Ich hab keine zwanzig Meter vom Bienenhaus weg ein Nest von der Roten, bestimmt schon 15 Jahre, bisher gabs noch keine Probleme.
    Gruß Hermann

  • Hallo
    Habe seit ca. 5 Jahren auch ein Nest in ca. 5m zur nächsten Beute, aber noch nie Probleme gehabt obwohl sie auch schonmal auf dem Anflugbrett lauern werden sie bis jetzt nicht zum Problem.


    Gruß Jörg

  • Habe seit ca. 5 Jahren auch ein Nest in ca. 5m zur nächsten Beute, aber noch nie Probleme gehabt obwohl sie auch schonmal auf dem Anflugbrett lauern werden sie bis jetzt nicht zum Problem.

    Am Dienstag sah ich das noch ganz genauso und erfreute mich - wie jedes Jahr - am Miteinander. Am Freitag jedoch gab es kein Miteinander mehr. Da gab es nur noch ein Mehr. Und zwar ein Meer an Ameisen.


    Die sind untereinander vernetzt und haben Wege und Gassen von Nest zu Nest. Feindlich sind die sich nicht, wenn sie verwandt sind. Die machen gemeinsame Sache. Meine Bienen schüttelten den Winter ab und flogen wie berauscht in die aufgehende Süßkirsche, machten Brut ohne Ende und wurden bei der Heimkehr in den überfallenen Stock hinterhältig abgeschlachtet. Von jetzt auf gleich. Von Dienstag 17:00 Uhr bis Freitag um drei.


    Vertraut nur weiter einer Kolonie, die etwa 30kg Eiweißnahrung (bestehend aus Insekten) zur Aufzucht ihrer Brut pro Jahr verbraucht. Auch ich hätte nicht erwartet, daß die so übergriffig werden könnten und so wirkungsvoll. Ihr müßt Euch nur vorstellen, daß die Bodengitter der Beuten für die Plagen gängig sind und die dort durch sogar die Bienenleichenlogistik und das Bienenkindernapping betreiben. Die zerren und hängen unter dem Gitter an den Beinen der Unglücklichen und die können weder raus noch rein, noch haben sie wirksame Waffen gegen dem Schweinen!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Am Dienstag sah ich das noch ganz genauso und erfreute mich - wie jedes Jahr - am Miteinander


    Wie sagt man so schön: "es gibt keine dumme Bienen nur dämliche Imker"! sorry

    - Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis -

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