Anfangsstreifen

  • Mal eine kleine Frage - ich habe jetzt aus meinen ganzen Brutwaben das Wabenwerk raus geschnitten. Da ich bekennender Naturbau-machenlasser bin will ich wieder machen lassen allerdings immer schön ins Rähmchen rein.
    Da ist ja nun noch Restwachs oben dran aber nicht so viel, wie wenn ich da einen Anfangsstreifen eingebaut hätte. Ich habe die Waben mehr oder weniger am Rähmchenholz abgeschnitten.


    Frage nun: sollte ich da lieber nen Anfangsstreifen einbauen oder bauen die Bienen von alleine da dran weil ich da schon Wachs ist?

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"


  • Frage nun: sollte ich da lieber nen Anfangsstreifen einbauen oder bauen die Bienen von alleine da dran weil ich da schon Wachs ist?


    Warum nicht beim Ausschneiden die letzten 10 mm Wabenbau stehenlassen? Sollte für die Bienen ja der ideale Bauansatz sein, einfach dort weiterzubauen


    Stefan

  • Ja weil ich die Rähmchen abflamme (anderer Thread in dem Forum "Krankheiten und Schädlinge") und der Wachs da stört und weil da dann teilweise auch Futter noch mit drinne wäre und das irgendwo schlampig aussieht :)

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  • Olli,


    was soll denn das Abflammen nützen wenn Du die "Futterkranzprobe" dran lässt?


    Bei meinen Kuntzsch hoch lasse ich für NB und Baurahmen so einen-Finger-dicke "Rosen" stehen.


    Dort wurde Futter gelagert und nicht gebrütet; ergo sauberes Wachs.


    Ist dagegen bis an den Oberträger gebrütet worden, schneide ich komplett aus.......


    doc

    Schere das Schaf und töte den Bären. Nie umgekehrt!
    Mongolische Weisheit.

  • 0,6 mm reichen den Bienen schon als Bauvorlage. Mit dem Abflammen vernichtest Du auch nützliche Mikroorganismen, die eben die Schädlinge mit bekämpfen. Der Stock braucht also kein Feuer, nur Ruhe.


    Wenn du mir jetzt mal genau erzählst, um welche Mikroorganismen es sich handelt und wie sich genau der positive Einfluss auf das Volk ergibt (bitte auch mit ein paar Tabellen mit Zahlen welche diese Aussagen durch Beobachtungen über mehrere Jahre untermauern) dann werde ich das in Betracht ziehen.


    Zitat


    Ist dagegen bis an den Oberträger gebrütet worden, schneide ich komplett aus.......


    Machst du da Anfangsstreifen wieder rein oder geht das auch mit dem angewachsten Oberträger?

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  • Hallo Honig,


    ich werde keine derartigen Aufstellungen anbieten, weil so etwas in etwa schon Michael Bush in seinem Buch anbietet. Man muss nicht alles doppelt schreiben. Hier die Passage auf seiner Homepage:


    http://www.bushfarms.com/beesfoursimplesteps.htm


    Meine Übersetzung zu den Mikroorganismen, die ich laut Michael veröffentlichen darf


    "Innerhalb eine Magazins, leben mehr als 30 nützliche Milben, an die 8.000 gutartigen Bakterien und andere nützliche Insekten. Ätherische Öle, organische Säuren und Chemikalien, töten diese Nützlinge in den Magazinen. Diese werden aber gegen Erreger benötigt und sorgen für ein Gleichgewicht. Auch ist Zuckersirup wenig förderlich. Gerade im Hinblick zu den Brutkrankheiten (EFB, AFB, Nosema und Kalkbrut) ist der PH Wert des Zuckers wenig förderlich. Honig hat einen viel geringeren PH Wert, als Zucker und erschwert damit die Ausbreitung der Krankheiten. Es ist also an der Zeit, damit aufzuhören und den Bienen beim Kollabieren zuzuschauen."


    Den Behandlungspart kann man sich ja schenken, wenn man behandeln möchte. Allerdings sind in seinem Buch noch mehr detaillierter Erklärungen zu einzelnen Bakterien, Hefekulturen, etc. Allerdings ist es sein Geld wert und daher bleibt es bei den kostenlosen Passagen auf seiner Seite.


    Tim

  • Nachschlag:


    http://www.bushfarms.com/beesmorethan.htm


    Hier eine weitere zugelassene Übersetzung aus seiner Seite:


    Mehr als nur Bienen


    Ein Bienenvolk ist mehr als nur Bienen. Es gibt eine ganze Ökologie vom Mikroskopischen bis ziemlich Großen. Es gibt viele Symbiosen plus einige gutartige Beziehungen in der Ökologie eines Bienenvolks. Jene gütigen Beziehungen verdrängen häufig pathogene (Erreger) Organismen.


    Makro- und Mikrofauna


    Zum Beispiel gibt es mehr als 170 Arten von Milben, die in Harmonie mit den Bienen leben. Wenn diesen erlaubt wird zu leben (anstatt durch Akarazide getötet zu werden), gibt es Insekten im Bienenstock, wie den Pseudoskorpion, der auch die bösartigen Milben frisst.


    Eine Überprüfung wilder Bienenkolonien zeigt, dass sie gerade im makroskopischen Bereich voller verschiedener Lebensformen wie Milben, Käfer, Wachswürmern, Ameisen und Kakerlaken sind.


    Mikroflora


    Es gibt viel Mikroflora, die in den Bienen und in der Kolonie lebt. Dies variiert von Pilzen bis Bakterien bis zur Hefe. Viele sind für das Verzehren des Pollens oder die Erhaltung eines gesunden Verdauungstrakts notwendig, indem sie Erreger verdrängen die sonst überhand nehmen. Sogar anscheinend gutartige und manchmal sogar milde Erreger dienen häufig einem vorteilhaften Zweck, nämlich der Verdrängung ansonsten tödlicher Erreger.


    Viele Bakterien des Typs Lactobacillus genus sind erforderlich, um den Pollen richtig zu verdauen und viele Bakterien vom Typ Bifidobacterium und Gluconacetobacter genus sind vorteilhaft, da sie Nosema und andere Erreger verdrängen und wahrscheinlich bei der Verdauung förderlich sind.


    Erreger?


    Sogar einige anscheinend pathogene Organismen wie Aspergillus fumigatus, der Steinbrut verursacht, verdrängt schlechtere Erreger, in diesem Fall Nosema. Oder Ascosphaera apis, der Kalkbrut verursacht, aber Europäische Faulbrut verhindert.


    Das Gleichgewicht stören


    Suchen Sie im Internet nach den folgenden Begriffen und lesen Sie nach, was auf was zurückzuführen ist:


    Bienen-Mikroflora (10.900 Treffer)


    Bienen "symbiotische Milben" (30 Treffer)


    Bienen symbiotische Bakterien (25.100 Treffer)



    Hier sind einige der spezifischen Stämme und Gruppen, wenn Sie weitere Informationen suchen möchten:


    Bifidobacterium animalis


    Bifidobacterium asteroides


    Bifidobacterium coryneforme


    Bifidobacterium cuniculi


    Bifidobacterium globosum


    Lactobacillus plantarum


    Bartonella sp.


    Gluconacetobacter sp.


    Simonsiella sp.

  • Bebrütete Waben


    lassen sich wegen der Nymphenhäutchen schlechter ausschneiden, geht mir so.


    Bei den senkrecht gedrahteten Kuntzsch hoch muss ich dann noch bei jedem Draht absetzen und wieder anfangen.


    Da wird die Schnittkante unsauber und ich hatte da öfter "Baufehler" bei bebrüteten Anfängen.


    Vielleicht geht es bei bei waagerecht gedrahteten Rähmchen besser......


    Von der "Höhe" der Rosen reichen auch 2 mm......sie sollten nur mittig am Oberträger verlaufen!


    doc

    Schere das Schaf und töte den Bären. Nie umgekehrt!
    Mongolische Weisheit.

  • Von der "Höhe" der Rosen reichen auch 2 mm......sie sollten nur mittig am Oberträger verlaufen!


    Das ist ein wichtiger Hinweis - danke.


    Zu Michael Bush - danke erst mal für deine Übersetzungen :) ... ich möchte den seine Kompetenzen nicht in Abrede stellen. Aber irgend ein praktischer Nutzen ist irgendwo statistisch nicht erwiesen nehme ich mal an.
    Ich bin da bissel skeptisch weil man sich da auch ziemlich aufreiben kann ohne wirklichen praktischen Nutzen.

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  • Nur als Anmerkung:
    Mit Keimen, Sporen, Pilzen und Erregern ist es bei den Guten wie den Schlechten so ähnlich wie mit den Parasiten auch.
    Meist erwischt es nicht alle, egal welche Katastrophe heingebrochen ist.


    Neue Höhle, neue Beute, da ist auch nichts oder sogar was ganz anderes, und Kompatibles wird mit eingeimpft und neu aufgebaut.
    Dazu braucht es keine Wachsreste. Die hat der Schwarm auch nicht dabei.


    Neugeborene sind auch keimfrei - nur nicht lange :wink: (Schwärme nicht!)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Es geht um den Grundsatz, dass alles, was man widernatürlich macht, eben Konsequenzen hat. Wie lange der Aufbau eines gesunden Mikroklimas in einer Beute wieder benötigt und was davon aufgrund eingesetzter Mittel komplett fern bleibt, spüren nur die Bienen.


    Vielleicht kann man sich als Mensch, neben dieser Einsicht, auch eben nur die Arbeit sparen.


    Dann hat man beides geschont.