Bienenstandplatz geeignet?

  • Hallo


    Ich suche einen neuen Standplatz für meine Ableger dieses Jahr. Die sollen dann auch gleich dort bleiben. An meinen jetzigen Standorten kann / darf ich nicht mehr Magazine aufstellen. Nun habe ich ein Angebot einer Bäuerin erhalten. Sie baut da 5ha Cranberrys an (weiss nicht ob die Bienen diese anfliegen) und hat 25 Hochstammobstbäume. Ringsrum hat es immer wieder kleine Stücke Weideland und Wald. Da es aber doch sehr landwirtschaftslastig ist und ich bis jetzt keine Erfahrungen damit habe, wollte ich euch mal fragen, was ihr von dem Standort haltet?


    Eher ja oder Finger weg, lieber nicht? Ich denke nicht, dass ich die andern Bauern ringsum fragen kann, was sie denn so spritzen? Was soll ich da abklären, falls der Standort in Betracht gezogen werden kann?




    Danke für eure Hilfe
    David

    "There must be some kind of way out of here," said the joker to the thief. "There's too much confusion, I can't get no relief. Businessmen they drink my wine, plowmen dig my earth. None of them along the line know what any of it is worth." Bob Dylan

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  • Ihr Fieslinge! ;-)


    Naja viel dazu sagen kann ich jetzt auch nicht, Cranberries sollten schon i.O. sein (andere Beeren befliegen Bienen auch recht gerne, Him- und Brombeeren zB liefern recht passable Erträge, für Cranberries hab ich aber keine Zahlen da). 25 Obstbäume und alles mögliche an Nebentrachten ringherum klingt auch gut, vielleicht kann man eine Grünbrache mit Klee etc absprechen usw. Das wird schon in Ordnung gehen, wenn sie gerne Bienen haben wollen, werden sie auch mit sich reden lassen.


    Pestizide ist ein heikleres Thema, aber da kannst du nur die Bauern selbst fragen. Vielleicht hast du Glück und es sind "Öko-/Hobbybauern"?! Insgesamt würde ich es vom Gespräch abhängig machen, wie sehr sie zu heiklen Pestiziden neigen, inwiefern sie bei Grünbrache mit sich reden lassen (zB den Klee zur Blüte kommen lassen anstatt es vorher unterzupflügen oä) und wie gerne sie großflächig Sachen anbauen, die den Bienen nichts bringen (Mais und Co.). Aber allgemein klingt es doch ganz toll, zumal sie gerne Bienen bei sich hätten... prima Voraussetzungen! :daumen:

    "Neunzig Jahre in einer Landschaft und in gesegneten frohstimmigen Stunden wird sie der Greis immer noch sehenswert finden, neugierig durchsuchen und Manches entdecken, als sähe er sie zum ersten Male mit reifem Auge."
    - Alexander v. Warsberg, Odysseeische Landschaften.

  • Hallo Grashüpfer Flip,


    die Frage muss man wohl anders stellen: Welche Optionen hat man, wenn man keine (konventionell bewirtschafteten) landwirtschaftlichen Flächen befliegen lassen will? Brachflächen sind rar und Wald ist nur eingeschränkt als Bienenweide von Bedeutung. Die meisten Massentrachten finden sich auf landwirtschaftlichen Flächen (wenn ich die Obstbäume dazu zähle).
    Da sind wir als Imker leider in den meisten Fällen auf Gedeih und Verderb auf die Landwirte angewiesen.


    Gruß Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • geeignet. :daumen: (Link angeguckt, als er noch da war. Entfernung zu meinem Stand ca 550 km.)


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

  • Hallo Flip,
    B sieht doch gut auch, bei A würde ich etwas zweifeln. Ich sehe bei B Waldrand ( besser als Wald ) und ganz unterschiedliche relativ kleine Felder ( nicht wie hier nur Raps bis Helmstedt ), inkl. Wiesenflächen. Vielleicht solltest Du im Frühjahr für eine Bienentränke sorgen, aber sonst sieht das gut aus. Und wenn ich mich nicht irre, dann ist da auch das gute Wetter und die frühe Gutwetterentwicklung, von der auch der Rheingraben profitiert.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Jaja, ich weiss es jetzt, dass es nicht optimal war den Link zu posten...:roll:

    "There must be some kind of way out of here," said the joker to the thief. "There's too much confusion, I can't get no relief. Businessmen they drink my wine, plowmen dig my earth. None of them along the line know what any of it is worth." Bob Dylan

  • na na na macht nicht immer alle Leute schallu... es gibt auch noch ehrliche Imker!
    Vielleicht sollte bei einem link nicht unbedingt auf 50 Meter genau der Standplatz angegeben werden!


    Kriterien für meinen Standplatz sind:
    1. Anfahrbarkeit Auto (ich wandere)
    2. Abgeschiedenheit = Keine Einsicht von Strasse oder Fußwegen bzw. nur über weite Entfernungen ca 100m
    3. Tracht für das ganze Jahr => Obstbäume, dann Wlad wiesenbäume (Ahorn, Linde, Akazie, Kastanie) dann Gebüsch wie Brombehren, oder wiese mit Klee


    Grüße Clemshome
    4.

  • Ich frage mich auch gerade, wo ich meine Bienen nächste Woche platzieren soll. Die Plätze meines Schwiegervaters "passen" mir nur bedingt, eigentlich ist der eine für mich nicht geeignet, da man da einfach mit dem Auto anhalten und klauen kann. Der andere ist mitten unter alten Obstbäumen, wo kaum Sonne hinkommt. Parken ist dort schlecht, und daher meiner Meinung nach auch doof. Außerdem wollte ich gern meinen eigenen Standort haben :wink:


    Aber der Platz, den ich mir überlegt hab, ist sehr einsehbar, wir könnten die Beuten höchstens mit Planen o.ä. "verdecken", also quasi eine Wand davor bauen. Dafür ist aber dieses Grundstück fast komplett umzäunt, und da wo der Zaun nicht mehr ist, müsste man schon sehr "wandern" wenn man stehlen wollte. Es liegt ca. 100m vom Wald entfernt, ansonsten am Rande eines Wohngebietes. Direkt daneben ein Kneipp Tretbecken (kann das ein Problem werden?).


    Jetzt überlege ich, sie doch hier am Haus aufzustellen, aber sicher bin ich da nicht. Wir haben eine Ecke des Gartens, wo wir nie hingehen, da das Haus quasi mitten auf dem Grundstück steht, ist das auf der Haus-Vorderseite. Sie könnten in der Nähe der Hauswand stehen, das Fenster dort wird außer zum Putzen nie geöffnet. Wenn ich euch Fotos poste, könntet ihr mal eure Meinung sagen? In ca. 100m Entfernung liegt der Mischwald, ansonsten sind rundrum Hausgärten mit Obst etc und Weinberge. Keine natürliche Wasserquelle.


    Die Frage ist, ich will ja auf Dauer nicht nur diese zwei Ableger, dann muss ich nächstes Jahr doch wieder lossuchen. Ob ich dann nicht einfacher den anderen Ort so "richte", dass man die Bienen nicht direkt sieht??


    Und sonst: habt ihr Warnschilder aufgehängt? Also am Haus bräuchte ich ja keins :wink:aber am anderen Standort? Dann brauch ich sie aber auch nicht verstecken... :confused:

  • Hallo Honigperle,
    am eigenen Haus hat natürlich den Vorteil, dann man zwischendurch mal schnell einige Fluglochbeobachtungen machen kann, ist aber meist schwierig zu erweitern. Es ist sowieso praktisch, mehr als einen Standort zu haben, wenn man z.B. Ableger mit Flugbienen verstellen muss.
    Die Abgeschiedenheit bzw. nicht Einsehbarkeit ist übrigens nicht unbedingt ein Zeichen für Sicherheit. Mir wurden zwei Völker geklaut, die standen an einem Ort, nicht einsehbar, nach einer geschlossenen Schranke etwa 1ooo m über einen nicht allzutollen Waldweg und dann nochmal 4 Min zu Fuß durch den Wald. Half nichts. Andererseits wurden einem Kollegen Bienenvölker geklaut direkt gegenüber der Häuserzeile und durch zwei Zäune.
    Ich habe die Wirtschaftvölker an zwei Standorten etwas entfernt und da kam es mir vor allem auf die vorhandene Tracht und das Wasser, sowie die Zufahrtsmöglichkeit an, und die Ableger habe ich bei mir am Haus wegen Behandlung und Fütterung, Kontrolle der Entwicklung.
    Standortsuche ist nicht so einfach und wenn man erst die Auswahl hat wird es nicht leichter. Ich merke meist erst nach einem oder zwei Jahren, ob der Standort wirklich was taugt. Wie schmeckt der Honig von dort, lässt er sich vor Ort vermarkten, wie steht es dort mit Ameisen oder Wildschweinen, bist Du bzw. sind deine Bienen dort gerne gesehen oder nur murrend geduldet? Deshalb bin ich eigentlich ständig auf der Suche nach neuen Standorten um dann zu wechseln, wenn sich was Besseres findet.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Honigperle


    Zwei meiner Standorte sind mitten im Wald. Fahrverbot, aber mit einer Bewilligung darf ich zu meinen Bienenständen fahren. Spaziergänger sehen die Bienenstände nicht, da sie in einen Holzschlag stehen, der nicht direkt an der Strasse liegt.


    Ein weiterer ist bei einem Bauern. Sein Haus steht alleine am Waldrand. Auch da ist Fahrverbot. Er als Anwohner und ich dürfen aber mit dem Auto hinfahren.


    Ein weiterer Standort ist auf einer grossen Ökowiese. Da können alle Spaziergänger die Magazine sehen. Habe aber keine Angst, dass diese jemals geklaut werden.


    Und auch bei mir zuhause habe ich einen Bienenstand. Direkt am Haus ist eine Doppelgarage angebaut. Auf dem Dach der Garage ist ein Garten. Die Bienen stehen da ganz vorne. Direkt davor ist eine Strasse. Aber da die Bienen ca. 3m über der Strasse stehen, gab es noch nie Probleme mit Spaziergängern. Die Bienen fliegen ja über ihre Köpfe hinweg.


    Mir ist bei der Standortwahl wichtig, dass ich mit dem Auto nahe hinfahren kann. Natürlich muss da auch etwas blühen. Weiter ist es mir wichtig, dass die Magazine nicht an einem Standort stehen, wo mehrere Grundstückbesitzer angrenzen. Das kann Probleme geben. Man darf die Bienen zwar hinstellen, aber dann kommt ein Besitzer eines angrenzenden Grundstückes und dem passt das dann gar nicht. Ist mir so passiert, deshalb bin ich da vorsichtig. Man kann dann ja nichts machen, ausser wegziehen. Disskussionen bringen nichts und Streit will ich auch nicht.


    Dass mir Bienen gestohlen werden, daran muss ich gar nicht denken. Wir müssen jeden Standort beim kantonalen Veterinäramt registrieren. Dazu muss man die genauen Koordinaten angeben. Rate mal, was das Veterinäramt mit diesen Daten macht? Die Bienenstände werden jährlich auf einer Karte aktualisiert. Und diese Karte kann man online ansehen. Ich kann online nachschauen, wo in meinem Wohnkanton überall Bienenstände stehen. Und die Angaben sind wirklich sehr genau. Aber das Stehlen scheint bei uns zum Glück kein Problem zu sein.


    Gruss
    David

    "There must be some kind of way out of here," said the joker to the thief. "There's too much confusion, I can't get no relief. Businessmen they drink my wine, plowmen dig my earth. None of them along the line know what any of it is worth." Bob Dylan

  • Wir haben jetzt den auf dem Grundstück meines Mannes gerichtet, heute morgen. Mal schauen, ob der was taugt... :wink: Wir werden es im nächsten Jahr merken, wenn die Ableger hoffentlich zu Völkern werden :-D


    Danke euch jedenfalls!


    Wegen Diebstahl: erst vor ca. 2-3 Wochen wurden hier etwa 80km entfernt Bienen gestohlen und zwar immer nur die starken Völker! :evil: Daher ist meine Angst nicht unbegründet, denke ich. Ich hab natürlich jetzt nur 2 Ableger, aber wenn die weg wären...:-(