Wachsmotte

  • Hallo,


    beim Sichten zum Vorbereiten der Honigwaben einige Mottengespinste entdeckt - was ist zu tun?


    Ich denke:
    Größere Fläche mit Gespinst und Kot (etwa Lindenblattgröße) - einschmelzen


    Kleinere Gänge selber so gut es geht sauberputzen und nutzen ? - machen den Rest die Bienen sauber? Kommen die mit evtl. kleineren Gespinstfäden klar?


    Falls doch noch eine Made übersehen wurde - entsorgen diese die Bienen?


    Oder würdet Ihr kategorisch alles mit dem kleinsten Befall einschmelzen?


    (p.S. - ich rede hier von 5 bis 10(12) Waben)


    Grüße
    Klausi

  • Hallo Klausi,


    wenn ich das richtig verstanden habe, handelt es sich bei den befallenen Waben um Vorratswaben, gelle?


    Dann mein Tipp: Einschmelzen, lieber penibel sein, als Wachsmotten ins Volk zu bringen - besonders wenns die kleine Wachsmotte ist, wäre das recht uncool.


    Man kann aber auch anders vorgehen und die Waben mit:
    a) Ameisensäure
    b) Essigsäure
    c) Schwefel behandeln


    Essigsäure tötet nur Eier und Falter, nicht die Larven soweit ich weiß,
    Ameisensäure (85%) wirkt genauso, offenbar passiert den Larven nicht so viel.
    Schwefel: macht alles platt...... außer Motteneier (:roll:), man muss also nachbehandeln (nach 3 Wochen...dauert) aber Schwefel ist auch für die Bienchen:Biene: nicht gut, selbst bei Lüftung der vorher behandelten Waben und ob man die drei genannten Chemikalien im Honig haben will...


    Also zusammenfassend: ich wäre für Einschmelzen:u_idea_bulb02:, zumal bedacht werden muss, dass es Bienen nicht allzuviel Arbeit macht, neue Mittelwände wieder auszuziehen, besonders wenns ein starkes Völkchen ist...


    LG Susi

    Falls fallend du vom Dach verschwandest, so brems, bevor du unten landest.:u_idea_bulb02:


  • Hallo Klausi, wir reden doch von unbebrüteten Waben aus dem Honigraum vom vorigen Jahr oder nicht?
    Von Mottenkot verunreinigte Waben einschmelzen. Genauso Waben die bebrütet waren einschmelzen und durch neue Mittelwände ersetzen.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • wir reden doch von unbebrüteten Waben aus dem Honigraum vom vorigen Jahr


    genau von solchen Waben rede ich


    ---> nun habe ich die optisch sichtbaren Befallspunkte entfernt, befallene Waben oder mit Mottenkot kontaminierte Waben sind heut schon tlw. geschmolzen.


    es ist scheinbar nicht die Kleine Wachsmotte - allerding kenne ich mich da nicht so genau aus


    meine Sorge ist - da was reinzuschleppen ins Volk


    Grüße

  • klarer Fall von nicht aufgepasst ....


    nun weiss ich eben nicht, was da noch so alles in den Ritzen sitzt oder liegt an Ei oder kleiner Larve


    ne Möglichkeit vor dem Aufsetzen der Honigräume (ne Woche ist ja vielleicht noch Zeit) wäre die Tiefkühltruhe für die Waben - oder ?? Wenn ja - wie lange müssen die durchfrieren?

  • Meine Erfahrung: Einfach rein hängen. Wenn das Volk stark genug ist ist die Wabe am nächsten Tag blitzblank und alles was Motte war auf dem Gitterboden.


    Gruß Peter

  • Don´t do it!



    (schön wenn alle einheitliche Antworten geben gell?:lol:)


    Ich sags nochmal, Bienen bauen Mittelwände schnell aus, das macht kein Problem und deshalb würde ich das Risiko nicht eingehen!

    Falls fallend du vom Dach verschwandest, so brems, bevor du unten landest.:u_idea_bulb02:

  • So, Danke - fasse ich mal zusammen:


    alles was bekotet, besponnen, befressen ist --> einschmelzen
    kleinere Punkte - so in etwa 5-Zellen-rund oder in Klein-finger-länge --> händisch säubern und Wabe verwendbar


    Grüße

  • Morgen!!


    Hab auch mal eine frage zum Thema Wachsmotte. Habe in manchen meiner
    Völker Röhrchenbrut entdeckt und immer teilweise auch die Raupe
    einer Wachsmotte auf den Völkern gesehen.
    Wie bekomm ich das am besten wieder in den Griff?


    Hat da jemand Erfahrung?

  • Kann mich nur der Bienenmaus anschließen: Weg damit! Am besten gleich in die Abfalltonne. Wer wird denn mottenbefallene Waben ausputzen? Gruß Steffen