Ableger einfach zu einem anderen Imker bringen?

  • Ich werde heuer zum ersten mal Ableger machen. Jetzt sagen fast alle Anleitungen, man soll den Ableger ca. 3 km weit vom Mutterstock aufstellen, damit die Bienen nicht zurückfliegen. Da hatte ich die Idee, mit einem befreundeten Imker einfach "Ableger zu tauschen" - d.h. seine Ableger werden erst mal bei mir aufgestellt, meine bei ihm. Sind da irgendwelche Nachteile zu erwarten?

  • Das ist durchaus machbar, wenn die Ableger neben Vollvölkern stehen besteht allerdings Räubergefahr. Fluglöcher eng halten und wenn naß gefüttert wird dann nur Abends, wenn gut Tracht herrscht gibts gar kein Problem. Werden die Ableger mit unbegatteten Königinnen oder Weiselzellen gebildet gehören sie auf einen separaten Stand um ein verfliegen der Königin beim Hochzeitsflug zu vermeiden.
    Gruß Hermann

  • Ich werde heuer zum ersten mal Ableger machen. Jetzt sagen fast alle Anleitungen, man soll den Ableger ca. 3 km weit vom Mutterstock aufstellen, damit die Bienen nicht zurückfliegen. Da hatte ich die Idee, mit einem befreundeten Imker einfach "Ableger zu tauschen" - d.h. seine Ableger werden erst mal bei mir aufgestellt, meine bei ihm. Sind da irgendwelche Nachteile zu erwarten?


    HerbertP. Du nimmst eine neue Zarge, gibst zwei Futterwaben hinein und die Wabe mit der ansitzenden KÖ Zelle dazwischen. Dann schüttelst Du von 1-2 Brutwaben zusätzlich die Jungbienen in die vorbereitete Zarge und stellst sie mit verkleinertem Flugloch ( darf nur eine Biene durch können ) auf. Ist im zeitigen Frühjahr völlig ungefährlich und kannst ja auf dem Anflugbrett ein Steinchen legen als Merkpunkt für die vom Begattungsflug zurück kommende KÖ. Die Altbienen werden zum Muttervolk zurückfliegen. Neue Flugbienen hast Du dann nach ca.3 Tagen.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Miteinander,
    da haben doch beide Imker was davon:
    Du bringst mir deine Ableger, ich bring dir meine.
    Da werd`ich doch den :evil: tun und kranke Völker/Ableger nehmen.
    Mein Imker-Partner ebenfalls.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Zusammen
    Ich mache meine Ableger einmal so , dass ich sie verstelle. Aber auch die Methode Kellerhaft. Gehe so vor: Ableger bilden wie gehabt, dann stelle ich sie für zwei bis drei Tage in den Keller mit Futtergeschirr. Dann am zweiten oder eben dritten Abend nach dem Bienenflug aufstellen enges Flugloch und es Funktioniert, dann weiterfahren wie üblich, bei mir gabs noch nie Probleme.

  • N`Abend zusammen!


    Ich bilde Ableger aus logistischen Gründen und meiner Neigung zu kurzen Wegen stets am Stand und hatte bisher noch nie nennenswerte Schwierigkeiten mit Räuberei oder dem Verfliegen möglicher Flugbienen zum Muttervolk. Ich wende allerdings bei derlei Geschichten auch immer und mit großem Erfolg sabi(e)nes "Zweigmethode" an, die man hier im Forum unter "Umstellen auf kurze Distanz" problemlos und leicht verständlich beschrieben bekommt.
    Und da ich Ableger immer so früh bilde, dass noch Tracht herrscht, umgehe ich die Problematik der Räuberei größtenteils ganz gut. Auch bilde ich Ableger immer mit großzügig Bienenmasse, sodass im Falle aufkommender Räubereiversuche diese relativ gut abgewehrt werden können. Und ich halte die Fluglöcher natürlich, insbesondere zu Beginn, sehr klein.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Ich bilde Ableger aus logistischen Gründen und meiner Neigung zu kurzen Wegen stets am Stand


    Genau so habe ich es letztes und das Jahr davor auch gemacht, 90% meiner Ableger haben beim 1. Versuch geklappt, bei einem Ableger hat es die Königin nicht geschafft vom Begattungsflug zurückzukommen, neue Brutwabe rein und auch dann ist es etwas geworden.


    Ich möchte nicht unbedingt Ableger (ich habe auch aus logistischen Gründen keine! Ablegerkästen) umherkarren. Dieses Jahr werde ich statt Brutableger mal einen Sammelbrutableger bilden. Auch dies werde ich am gleichen Stand erledigen.


    Übrigens trinke ich auch Wasser, nachdem ich Kirschen gegessen habe, habe es bisher noch immer überlebt ;)


    Stefan