Beuten aufstellen in Berlin?

  • Hallo allerseits!


    Ich bin noch seeehr neu bei dem Thema Imkerei, aber sowohl meine Frau als auch ich finden es sehr interessant und würden gerne etwas in die Richtung machen. Problem: Wir haben keine Möglichkeit, auf einem eigenen Grundtück Beuten aufzustellen (Reihenhaus mit kleinem Garten, machen die Nachbarn nicht mit). Gibt es Möglichkeiten, in Berlin irgendwo sonst Beuten aufzustellen? Wir sind z.B. direkt am Tegeler Forst, würde sich wahrscheinlich anbieten, keinen stören, und, wenn ich es nicht komplett falsch gelesen habe, fühlen sich Bienen in einem Wald auch nicht ganz unwohl. Aber: Geht das überhaupt? An wen müsste man sich da wenden? Wenn nein - hat irgendwer sonst Ideen? Oder ist es üblich, ein paar qm irgendwo zu mieten, wo man die Beuten unterbringen könnte?


    Herzlichen Dank im Voraus für alle Tips!

  • Da gibt es schon Möglichkeiten. Wenn du in der Nähe des Tegeler Forst wohnst, kontaktiere doch mal Melanie (Alias "Hymenoptera") http://www.imkerforum.de/member.php?u=4139. Viele Ideen, wen man gerade in der Stadt wegen Standplätze ansprechen kann gibt es auch in den beiden Stadt-Imker Büchern:


    Georg Petrausch: Imkern in der Stadt
    http://www.amazon.de/Imkern-St…-Petrausch/dp/3440120422/


    und


    Marc-Wilhelm Kohfink: Bienen halten in der Stadt:
    http://www.amazon.de/Bienen-ha…lm-Kohfink/dp/3800167123/


    Kohfink ist sogar aus Berlin, das Buch von Petrausch (Hamburg) finde ich aber einen Tick besser.


    Du kannst etwa bei Wasserversorgern, Friedhofsverwaltungen, vielleicht auch Handwerksbetrieben bei dir in der Nähe anfragen. Gestern war ich erst bei einem Imkerkollegen, der seine vier Völker mitten in Berlin in einem Innenhof des Gemeindehaus stehen hat. Da ist schon viel möglich. Das eigenen Grundstück ist auch super, wenn du es an die Ecke stellst, die am weitesten von den Nachbarn weg ist sollte auch das funktionieren.


    Wenn es denn der Wald sein soll sind in Naherholungsgebieten natürlich viele Leute unterwegs. Da müsste es wohl ein umzäuntes Stück sein, sonst hast du mit irgendwelchen Idioten Probleme, die meinen es sei cool Bienenvölker umzustoßen. Ansprechpartner ist immer der Eigentümer, bei öffentlichen Waldgrundstücken ist ggf. die Forstverwaltung der erste Ansprechpartner.

  • Hallo!


    Herzlichen Dank für die vielen Tips! Ich habe mir erst mal das Buch von Petrausch geholt, wenn ich da durch bin, werde ich Melanie anschreiben (damit meine Anfrage nicht ganz so unqualifiziert ausfällt ;) ). Bin schon mächtig gespannt, ob und wie das alles klappen wird.

  • ist es nicht so, dass wenn mind 3 meter von volk zur grundstücksgränze herrscht, die nachbarn sagen können was sie wollen? solange sie nicht von den flugbienen oder schwärmen auf irgenteinerweise belästigt werden?
    wurde mir mal erzählt, würde mich auch sehr intressieren obs stimmt.


    finds echt schade das manche leute so voreingenommen sind, bienen = wilde stecherei = irrglaube.
    die sollten froh über so massig blütenbestäuber sein, so werden bäume und blumen ganzer strebergartenkolonien mal eben bestäubt, manche bauern und gärtner freuen sich dumm und dusselig wenn jemand bienen in der nähe hat, manche wissen es nicht zu schätzen.

  • Moin falka777,


    wirklich viel helfen kann ich dir da auch nicht, aber im Zweifel kannst du auch noch im lokalen Imkerverein nachfragen. Oft sind verlassene Standplätze von (nicht mehr aktiven) Altimkern neu zu bestzen zB, da kriegt man dann gleich einen guten Platz an dem vermutlich in Sachen Tracht und Erreichbarkeit alles prima ist. Vielleicht da einfach mal fragen, die können dir sicher helfen.


    @salat: Hast wohl recht, allerdings kann man ja beim Nachbarn nicht immer auf die § hinweisen - evtl kann man ihnen die Sache mal in Ruhe erklären, das Flugloch weg von ihrem Grundstück und gegen eine Hecke, damit die Bienen hoch starten müssen usw. Wenn sie das nicht überzeugt, würd ichs bei nem Reihenhaus mit Minigarten auch eher sein lassen, Rechstprechung hin oder her. Nachbarschaftszwist ist in solchen Fällen immer eine hässliche Angelegenheit, manche entfalten da ungeahnte Energien.... :(
    Abgesehen davon kann ich die Nachbarn manchmal (bei weitem nicht immer) auch verstehen - viele haben Angst vor Bienen und Co., wenn man dann hört, dass man evtl als schuldloser Rasenpfleger oder Gärtner mit einem bedrohllichen Bären verwechselt wird und attackiert wird (sh. anderer Thread)... manche mögens, manche eben nicht. Muss man auch akzeptieren :)

    "Neunzig Jahre in einer Landschaft und in gesegneten frohstimmigen Stunden wird sie der Greis immer noch sehenswert finden, neugierig durchsuchen und Manches entdecken, als sähe er sie zum ersten Male mit reifem Auge."
    - Alexander v. Warsberg, Odysseeische Landschaften.

  • Moin Kartoffelsalat,


    sag mal, hast Du nur kleine Kartoffeln in Deinem Salat? Ein paar große Kartoffeln sollten schon drinnen sein :-)
    Zumindest für Wörter wie Blumen, Bäume, Strebergartenkolonien usw..
    Kurz, wir achten hier zumindest auf eine korrekte Gross- und Kleinschreibung.



    Beste Grüße
    Hartmut