Wann Bienen "umwohnen"

  • Hallo geschätztes Forum,


    ich habe eine Frage zum Umwohnen. Derzeit habe ich zwei Völker auf DNM - je 2-Zargig, Segeberger. Ich habe mich entschieden nach Golz zu imkern und habe mir aktuell eine Beute im Golzformat im Stil von Dänischen Trogbeuten gebaut. Eine Zweite soll in Kürze folgen ... Nun würde ich gern von Euch wissen, wann der beste Zeitpunkt (April/Mai/Juni,..) zum Umwohnen der Damen ist - insbesondere weil damit auch eine kleine Veränderung des Standortes einhergeht (Beuten sind größer als die Segeberger, also 1-2 Meter in der Entfernung des jetztigen Standortes und bauartbedingt durch die neuen Beuten wird das Flugloch knapp 30 cm höher liegen als jetzt bei den DNM-Segeberger). Zur Zeit ist es bei uns in Niedersachsen/Bremen noch eher kühl - schönes Wetter ist für die kommende Woche gemeldet.


    Ich habe vor nach dem Prinzip des Herrn Bremer (www von Peter Adams) umzuwohnen. Sollte jemand noch gute Tips zur praktischen Umsetzung haben, dann gerne raus damit. Mir ist zudem wichtig, dass ich umwohne, wenn es für die Bienen am besten ist!


    Die SuFu habe ich schon gefragt - habe auch zig Themen gefunden, aber nicht so richtig, wann man es am besten durchführt.


    Danke und viele Grüße aus Niedersachen


    Rene

    Carnica Bienen - Aktuell nur noch 2 Kunstschwärme

  • Hallo Rene,
    die 1 --- 2 Meter werden da nicht zum Problem.
    mit dem Umwohnen wie Du es bezeichnest, würde ich auf jeden Fall bis zu einer Volltracht warten, da kann man mit den Bienen fast alles machen, nur mit dem Ertrag wirst Du einen Verlust in Kauf nehmen müsen.
    Weshalb den Golz ? Ich habe,leider mit Golz keine Erfahrung, denke aber es werden sich noch Erfahrene Imker zu Worte melden.
    Wünsche Dir natürlich viel Erfolg bei der Durchführung.:daumen:


    gruß Jürgen

  • Hallo Jürgen,
    weshalb denn Golz?
    Weil man keine Zargen heben braucht,
    weil man direkt an den Brutraum kommt,
    wel es eine durchdachte und bewährte Beute ist,
    weil man von dem großen Erfahrungsschatz von Wolfgang Golz profitieren kann,
    weil man damit einfach imkern kann,
    weil das eine robuste und stabile Beute ist,
    weil diese "Kiste" nicht so einfach umgeworfen werden kann wie ein Zargenturm einer Magszinbeute,
    weil sie rückenschonend ist,
    weil es eine gute Beute für ältere, behindete Imker, für Kinder und Frauen ist - auch wenn das Kritiker dieser damals neuen Beute vorwarfen, was ja nur für diese spricht,
    weil man eine Rähmchenmaß benutzt, das zwar nicht genormt ist, aber trotzdem eines der meistverkauften ist,
    weil die Rähmchenform (Hochformat) einen Vorteil gegenüber DNM hat: es passt mehr Brutfläche drauf,
    weil man diese Rähmhen mit einer Hand ziehen kann,
    weil man in kürzerer Zeit so eine Beute bearbeiten kann im Vergleich zum Magazin.
    Deshalb, als Alternative zu anderen bewährten Beutenformen, die Golzbeute.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Zu den Vorteilen der Golzbeute ist nichts mehr hinzuzufügen - Danke Lothar.


    Und, hat jemand noch Erfahrung zum Thema Umwohnen von DNM auf Kuntsch hoch? Und vor allem - wann -?


    Viele Grüße


    Re.

    Carnica Bienen - Aktuell nur noch 2 Kunstschwärme

  • Hallo Re.


    die Beute verrücken kannst du doch schon jeden Tag ein Stück oder alle paar Tage 20 cm - 30 cm. Den Höhenunterschied nehmen die Bienen ohne weitere stückweise Angleichung hin.


    Ich würde es spätestens dann abschließen, wenn die neuen Bienen sich einfliegen. Wenn das Rähmchenmaß sich ändert, fängst du wahrscheinlich mit Mittelwänden oder Naturbau an. Es sollten also genug junge Baubienen vorhanden sein.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

  • Hallo René,
    neue Beute auf den Platz der alten stellen.
    DNM-Rähmchen passen senkrecht in die Golzbeute.
    Musst nur vorne unten was zum Abstützen basteln (Futterkranz auf den Waben muss nach hinten, also Oberleiste nach hinten).
    Nimm nur soviel Waben, wie unbedingt nötig.
    Den Restraum mit MW in KH erweitern und durch Umhängen der DNM-Waben erreichen, das diese bald brutfrei werden.
    Man kann sie auch, wenn ein ausreichend großes Brutnest auf den KH-Waben vorhanden ist, in den HR umhängen und dort auslaufen lassen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • So, da bin ich wieder - konnte mich bislang nicht für Eure Tipps bedanken, da ich immer wieder Probleme mit meinem DSL habe. Also: Danke!


    Die Beuten habe ich die letzten Tage immer stückchenweise an die neue Position gerückt. Jetzt stellt sich nur die Frage des "wann umhängen". Abends nach dem Bienenflug oder tagsüber während die Damen unterwegs und beschäftigt sind. Die alten Beuten stehen wie gesagt schon fast am neuen Platz. Die neuen Beuten könnte ich für den Zeitraum des Umhängens und ein paar Tage danach auch ohne Probleme auf die gleiche Höhe, wie die derzeitigen Segeberger stellen. Dershalb wäre mein Gedanke, es tagsüber zu machen, wenn es schön warm und sonnig ist, da es derzeit bei uns abends eher kühl und windig ist. Spricht was dagegen?

    Carnica Bienen - Aktuell nur noch 2 Kunstschwärme

  • So, da bin ich wieder - konnte mich bislang nicht für Eure Tipps bedanken, da ich immer wieder Probleme mit meinem DSL habe. Also: Danke!


    Die Beuten habe ich die letzten Tage immer stückchenweise an die neue Position gerückt. Jetzt stellt sich nur die Frage des "wann umhängen". Abends nach dem Bienenflug oder tagsüber während die Damen unterwegs und beschäftigt sind. Die alten Beuten stehen wie gesagt schon fast am neuen Platz. Die neuen Beuten könnte ich für den Zeitraum des Umhängens und ein paar Tage danach auch ohne Probleme auf die gleiche Höhe, wie die derzeitigen Segeberger stellen. Dershalb wäre mein Gedanke, es tagsüber zu machen, wenn es schön warm und sonnig ist, da es derzeit bei uns abends eher kühl und windig ist. Spricht was dagegen?


    PaMaTiSa. Du solltest die neuen Beuten auf den jetzigen Standplatz der Völker stellen und die Völker dann zügig umhängen. Dabei ist es egal wann du die Aktion machst aber die Bienen sollten alle wieder nach Hause finden können.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Rene,


    Ja, räum die Bienen in die neuen Behausungen. Ich würde es nicht zu spät machen, damit noch alle sicher nach Hause finden und nicht über Nacht draußen sitzen bleiben.


    Ich habe ein Volk gestern und heute verstellt und zwar etwa 3,5 m weiter und mit der Öffnung in die entgegen gesetzte Richtung. (Hab den Balkon gestrichen und da die Beute nicht schwebt, habe ich erst die eine Seite und nach Verstellen des Volkes die andere Seite gestrichen.)


    Da das Volk zur Zeit das einzige auf dem Balkon ist, gab es keine Probleme mit Verfliegen. Gestern und heute hat es sicherlich je ein Honigglas voll Honig gekostet, dass die Bienen nicht so Ziel gerichtet in die Beute kamen. Aber bis, sagen wir mal 16.00 Uhr, hatten es alle begriffen und sind ohne Umschweife sicher zum neuen Standort geflogen.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

  • So, ein Volk ist umgezogen. War gestern ein super Tag dafür - schön warm und sonnig :-) So wie ich es beurteilen konnte, dürften auch alle in der neuen Beute sein. Am Wochenende ist das zweite Volk dran. Insgesamt habe ich bei der Ersten 7 Brutwaben mit aus meiner Sicht ausreichenem Futterkranz umgehängt und die Beute ansonsten mit unausgebauten Mittelwänden aufgefüllt. Die restlichen Waben habe ich entnommen.


    Einwände/bedenken?


    Eine ergänzende Frage noch: Die Beute (Segeberger, 2 zargig) war gesten massig voll mit Bienen. Ich denke bei der anderen ist es nicht anders. Ist es sinnvoll den Umzug in die neue Beute gleich zur Ablegerbildung zu nutzen, sprich Brut- und Futterwabenwaben?


    Viele Grüße


    Rene

    Carnica Bienen - Aktuell nur noch 2 Kunstschwärme

  • Eine ergänzende Frage noch: Die Beute (Segeberger, 2 zargig) war gesten massig voll mit Bienen. Ich denke bei der anderen ist es nicht anders. Ist es sinnvoll den Umzug in die neue Beute gleich zur Ablegerbildung zu nutzen, sprich Brut- und Futterwabenwaben?


    Viele Grüße


    Rene


    Hallo Rene, Jetzt noch keine Ableger machen ,sondern Honigraum drauf.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • So, der Umzug beider Völker ist vollbracht. Heute war das Zweite dran. Hat alles gut geklappt, die Bienen finden ihr neues Heim ohne Probleme.


    Ergänzende Frage: Ich habe mit der Winterfutterentnahme bis jetzt zum Umzug gewartet. An Futterknappheit haben sie sicher nicht gelitten., es war noch recht ordentlich vorhanden und sicher auch schon mit einigem neuen Honig vermischt. Stellt es für die Bienen jetzt ein Risiko dar, dass ich ihnen sämtlichen Futtervorrat aus dem Winter mit sicher schon teilweise neu eingetragenem Honig/Pollen entnommen habe, da sie nun erst die neuen Mittelwände ausbauen müssen, um wieder neues Futter einzulagern? Bei einem Volk sind die Futterkränze recht gut ausgebildet, bei dem heutigen eher knapp, deshalb habe ich eine Wabe mit frisch eingetragenem Honig im heutigen Volk belassen.


    Oder sollte ich zur Sicherheut pro Volk noch ein/zwei Futterwaben zurückhängen?


    Danke


    Gruß aus dem heute sonnigen Oldenburger Land


    Rene

    Carnica Bienen - Aktuell nur noch 2 Kunstschwärme