Während des Schlupfes abgestorbene Jungbienen, Larvenknäuel auf dem Beutebboden

  • Nach einem Todesfall übernahm ich notfallmäßig zwei Völker ( Carnica, Trogbeute DNM Königin 2012).
    a)
    Bei der Durchsicht fand ich auf einer Brutwabe etwa 4 offenbar während des Schlu0fes zugrunde gegangene Jungbienen, deren Leiber bis etwa Kopfmitte noch in der Zelle steckten.
    b) Auf dem Beutenboden fand ich ein Knäuel Larven, eher fest miteinander verwoben, trocken und mumifiziert wirkend, unterschiedliche Entwicklungsstadien.


    Das Volk war eher sehr groß, belegt mit dichtem Sitz etwa 7 Waben. Etwa 8 Waben ( der Vorbesitzer imkerte ohne Trenngitter ) voll mit verdeckeltem, offenbar im vergangenen Jahr nicht mehr abgeschleudertem Honig besetzt.


    Die beiden Völkerwaren derart dicht verschlossen, dass beim Öffnen der Deckel das Kondenswasser von der Unterseite der Folie abtropfte.
    Eine Vielzahl der Rahmenleisten war an der Oberseite grünlich schimmelig. Mehrere der Honigwaben zeigten eine gräulich / grünliche " Tönung"
    der Verdeckelung.


    Fraen zu a)
    Ursache des Absterbens der schlüpfenden Brut? Kälteeinbruch? Brutwabe ausserhalb des Bienensitzes? Verhungert, da infolge des Wiedereintrittes einer Kälteperiode Pflegebienen nicht " auf Schicht", sondern warm " in der Traube zu Hause?"
    zu b)
    Madenknäuel auf dem Boden als Folge von Räuberei, die Brutwaben im vergangenen Jahr befiel? Kann es sich auch um Larven von Wachsmotten handeln? - Diese Beute wirkte ausgesprochen vernachlässigt und der Beutenboden war so dicht mit einem Gemenge aus Wachs, Verkittung, Totenfall ect. belegt, dass die untergelegte Windel nahezu nichts zeigte...


    Für guten Rat bin ich dankbar!


    Werner Vogel

  • Guten Abend, Werner.


    Ein "verwobenes Knäuel Dreck" hört sich für mich nach Wachsmotten an, allerdings hatte ich so etwas noch nie in der Beute, sondern nur gelegentlich und in kleineren Mengen auf dem Varroaschieber. Für Wachsmotten ist es derzeit auch noch zu kalt; das müsste aus dem Vorjahr sein.


    Wegen 4 steckengebliebenen Bienen musst Du Dir keine Sorgen machen (sorry :oops:). Wenn schon beim Schlüpfen die Kraft nicht reicht, dann ist wahrscheinlich schon die Biene krank (Sekundärschaden Varroa?).


    Fotos wären hilfreich...

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Hallo Werner
    Na, das nenne ich mal eine saubere Aufhonigüberwinterung.
    Natürlich kommt es unter diesen Bedingungen zu Schimmel, schadet aber nicht.
    Wenn es wärmer wird und auch der Boden wieder offen ist, putzen die vielen Bienen das alles wieder.
    Hört sich an, als ob sie bald ihren HR brauchen und dann raketenmäßig abgehen werden
    Gruss, Elk