Mein erster Stich!

  • Rene, lass alles so, ist OK.
    Die Laborwerte beweisen für sich allein genommen NICHT eine Allergie! Die können völlig bedeutungslos sein.
    Wo Du ja nie eine typische gezeigt hast. Was Du zeigst ist eine heftige Lokalreaktion, das ist eine leichte Stufe sozusagen.
    Nicht immer passt alles wie aus dem Lehrbuch zueinander. Und Laborwerte ohne Mensch dran sollte man nicht mit Bombardements nach SchemaF behandeln, von daher finde ich das Vorgehen sehr richtig.


    Du wärest nun also für den Fall der Fälle gewappnet. Die erneute Kontrolle vermutlich deshalb, weil man ohne Stichereignis wissen möchte, ob Du evtl. einfach länger brauchst, um damit runter zu gehen.


    Ohne Gewähr :wink: Marion


    (das ist übrigens auch der Grund für die meisten "Hüh-und-Hotts": 100% gibts nicht, nicht in Zusagen und nicht in Absagen, erst recht nicht bei widersprüchlichen Befunden. Da ist Absicherung angesagt und gleicht oft Aufrüstung bis an die Zähne.
    Nicht, dass, falls doch mal irgendwas ist, jemand sagen kann, man hätte nicht usw.)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ärzte müssen auch wirtschaftlich denken und schicken Dich, wenn sie etwas bei der Krankenkasse abrechnen können, nicht gleich wieder nach hause.
    Das Gewebe reagiert nicht an jeder Körperstelle gleich und auch kommt es auf die Größe der Giftblase, ob sie sich voll entleert hat, ob sie ein Blutgefäß erwischt hat, und, und, und....


    Soll heißen: Nicht jeder Stich ist wie der andere...

  • nicht gleich wieder nach hause...

    Das sollten sie aber, wenn sie denn wirtschaftlich denken.
    Schonmal was von Pauschalen im Abrechnungssystem gehört?
    Das beste ist, der Patient kommt einmal, es reicht für den Kontakt, berechtigt zur Pauschale, die gilt für das Quartal,
    und dann kommt der Patient keine weitere Arbeit auslösend, keine Zeit verbrauchend, die dringend gebraucht wird und erst recht ohne weitere "all-inclusive"-Sachen haben zu wollen, die eben nicht extra abgerechnet werden können aber wohl Kosten im Gesundheitssystem auslösen können,
    am besten gar nicht mehr wieder für den Rest des Quartals. So läuft das heute:roll:.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • hallo beetic,


    stimmt schon. Aber zur Wirtschaftlichkeit gehört auch an die Zukunft zu denken. Und daher gibt's immer noch eine Prise "Sozialer Kontakt", damit der Patient einen nicht vergisst und schön wiederkommt. ... und vielleicht kann man ihm ja noch Tests verkaufen, die superduper wichtig sind, aber von der Kasse nicht bezahlt werden.

  • Moin bhw,


    nur so als Warnung: Mach Dich nicht lächerlich und ergründe mal, was beetic so in ihrer Arbeitszeit macht! Gerade ihr solltest Du nicht erklären wie das Gesundheitssystem bei niedergelassenen Ärztinnen funktioniert. Ihr nun wirklich nicht.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • So falsch liegt Marion gar nicht. Die Praxisgebühr/Pauschale wird von vielen Patienten als Flatrate angesehen und als festes Programm in den Alltag eingebaut. Bei meiner Kataraktoperation war ich insgesamt schon mehr als fünfzehn Mal beim Augenarzt. Meine Nachbarin vor der OP nur zweimal. Ich privat, sie Kasse. Meine Frau lässt sich gerade desensibilisieren gegen meine Bienen. Für die monatliche Spritzerei sollte sie auf anraten der Klinik, doch einen näheren Hautarzt aufsuchen. Er hatte leider keine Termine frei. Ich konnte mir nicht eine Frage verkneifen.:lol:


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ach so, eine Sache habe ich noch! Wenn jemand von Euch Allergiker sein sollte oder aber nicht sicher ist und er hat das Notfallset,, so darf er auf keinen Fall einen Betablocker nehmen, denn an den Rezeptoren wo der Blocker andockt, docken auch die Gegenmittel an.


    Falls ich es verkehrt verstanden habe, dann bitte ich darum mich zu berichtigen.


    Da dieses Thema doch sehr hoch frequentiert ist, wollte ich diesen wichtigen Punkt noch nachschieben.


    Grüße Rainer

  • Die Praxisgebühr/Pauschale wird von vielen Patienten als Flatrate angesehen und als festes Programm in den Alltag eingebaut.


    Die Praxisgebühr, die der Patient zu zahlen hat, gibt es nicht mehr und Marion wird die "Fallpauschale" meinen, die die Krankenkassen für den Patientenbesuch dem Arzt zahlen.
    Ich vermute, dass zu Zeiten der Praxisgebühr die Patienten sich eher den voreiligen Weg zu Arzt überlegt haben. Heute dürften sich die Wartezimmer schneller füllen.
    Weitergehende Kommentare verkneife ich mir lieber ;-) liebe Leser...

  • Rainer ,
    das ist im Prinzip richtig. Zählt auch zu den "Gegenanzeigen",
    jedoch ist eben ein anaphylaktischer Schock eine absolute Notfallsituation und die Alternative sieht einfach so aus, in diesem/an diesem zu versterben.
    Viele Notfallpatienten nehmen Betablocker, haben einen Bluthochdruck, eine vergrößerte Prostata mit Restharnbildung, eine Rechtsherzbelastung etc. pp., im Falle des Falles wird auch hier Adrenalin angewendet.
    Bleibt es die einzige Alternative der Situation, kommt auch bei Blockade einiger Rezeptoren immer noch was an Reaktion :wink:


    Wie heißt es bei den Bremer Stadtmusikanten?
    "etwas besseres als den Tod werden wir überall finden"


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper