Mein erster Stich!

  • Heute war es nun soweit,
    seit November letzten Jahres habe ich 4 Völker und die Oxalsäurebehandlung so wie alle anderen arbeiten fast immer ohne Schtuzkleidung gemacht.


    Die letzten 4 Wochen, wo ich immer nachgefüttert habe, habe ich Handschuhe und einen Moskitoschleier getragen.
    Alles ist glatt gegangen und keinen Stich bekommen.


    Heute flogen wieder alle Völker trotz viel Wind und ich beobachtete wie die Mädel Pollen eintrugen. Als ich in der Anflugschneise stand, hat mich doch wahrhaftig eine ohne Vorwarnung unters Ohr gestochen :-(


    Bin dann gleich nach Hause und habe "Afterbite" aufgeschmiert.
    Ist ein canadisches Produkt auf Amoniak Basis.
    Wirkt aber nur in den ersten 15 min.
    Und was soll isch sagen, jetzt 4 Stunden später ist alles weg.


    Hatte schon echte Panik vor dem ersten Stich, da mein Vater eine Allergie gegen Bienen & Wespen hat.
    Bei mir ist alles o.k. und ich kann dem Hobby Gott sei Dank weiter fröhnen.


    Viele Grüße an alle
    Rainer

  • Glueckwunsch! Stiche sind EINE Art, wie Bienen sich mitteilen. Mein Imkervater sagte: Die ersten 100 tun weh, danach spuert man sie kaum noch.
    Schwellungen sind trotzdem noch normal. Was war die Botschaft? Anflugschneisen freihalten!


    Allergie ist auch relativ. Ich hatte mal systemische Reaktion mit Urtikaria etc. nach ca. 20-30 Stichen. Das muss nicht das Aus bedeuten. Histamin und andere Stoffe im Bienengift loesen Reaktionen aus, die wie Allergien aussehen. KEINE PANIK!


    Du solltest aber vielleicht zur Vorbereitung auf weitere Stiche mal vorsichtshalber Medikamente, wie hochdosierte Cortisontabletten etc. (Mal Hausarzt fragen) bereithalten. Spaetestens bei Atemnot sollte man dann mal Cortison einnehmen.


    Das aber nur zur Vorsicht. Ich glaube, wie Du, dass dieser erste Stich zeigt, dass Du Stiche besser wegsteckst, als Dein Vater.


    Also dann: Frohes Imkern noch!

  • Hallo Rainer,


    na dann herzlichen Glückwunsch!
    Ist ja eh schon mutig, Völker im November aufzunehmen.
    Man muss also sagen: bist ein Glückspilz :daumen:


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Lieber Rene,
    für einen Bienenstich gibt es hier kein Mitleid. Vor allem zuckt man nicht. Ein Altvorderer ertrug locker hundert und dann erst murrte er "Saumenscher."


    Merke: Ärgere nie die Biene zum Scherz, denn sie spürt wie du den Schmerz.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:


  • Freue dich nicht zu früh!!
    Ich imkere seit 2011, mein Mann hat mich im ersten und im zweiten Jahr tatkräftig unterstützt. 2011 hat er schon einige Stiche abbekommen, außer lokale Reaktionen gut weg gesteckt....
    Auch Anfang 2012 hat er 3-4 Stiche abbekommen, diese waren ebenfalls recht harmlos.


    Bis auf ein Mal, von heute auf morgen, von jetzt auf gleich, dramatische Reaktion bis zum anaphylaktischer Schock!!!!
    Dies mussten wir 2012 zwei Mal erleben, gar nicht ohne kann ich sagen....
    Dieses Jahr wird Hyposensibilisiert bzw. Desensibilisiert.


    Was ich damit sagen möchte, Allergien sind unberechenbar!!!

  • Rainer,


    da mußt Du wie beim Stapellauf Sekt draufmachen - es geht auch Bärenfang :Biene:


    Glückwunsch zur "Feuertaufe".



    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Herbert och zucken darf man schon. Das Zucken muss man aber zur Wischbewegung umkonditionieren sodass man automatisch mit irgendwas, was man hat über die Stichstelle drüberschmiert um den Stachel rauszuwischen.
    Irgendwann tun dann die Stiche auch nicht mehr so weh und naja man weiß sich auch zu helfen wegen der Schwellungen. :=)

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hey, Stichschutz ist Arbeitsschutz!
    Ich bin auch erst nach ein paar Jahren allergisch geworden...und Hyposensibilisierung geht nicht, weil ich zu viele andere Allergien habe, da möchten die Docs nicht dran schrauben.:roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Rainer,
    bin gerade von den Bienen zurück,natürlich auch mit Stiche,die gehören zum Imkerleben dazu,sind auch gut gegen rheumatische Erkrankungen.
    Bei mir ist es umgekehrt,Schwellungen gibt es keine mehr,aber weh tut es immer noch,und ich ertrage es in meiner 50 Jährigen Imkerlaufbahn so wie es eben kommt.
    Es imkert sich ohne Schleier und Handschuhe einfach besser, Du arbeitest ruhiger und hast einen besseren Kontakt zu den Bienen.
    Öffne doch bitte einmal ein Volk,ganz wenig Rauch,nur einen Rauchschleier,dann legst Du die nackte Hand auf das Bienenvolk,und Du wirst sehen wie sich deine lieben Mädels alle nach unten ziehen.:Biene:


    Gruß Jürgen

  • Hallo Rainer


    gewöhne dich nicht erst an Handschuhe und Kopfschutz, da verliert man zu schnell das Gefühl für die Bienen. Wer nicht gerade Allergiker ist, sollte eine positive Einstellung zum Bienenstich, sich erarbeiten. Das Bienengift hat auch gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe vor allem für Reumatiker und Probleme mit dem Bewegungsapparat.
    Trotzdem kann ein Kopfschutz in manchen Situationen von Vorteil sein, wie Sabine schreibt.
    Sei getrost es wird nicht der letzte Bienenstich sein. :-D :Biene::Biene:

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Das Bienengift hat auch gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe vor allem für Reumatiker und Probleme mit dem Bewegungsapparat


    Hm, gesagt wird das natürlich immer, aber stimmt es auch?
    Gibt es dafür eigentlich auch gute Belege? Ursprünglicher Zweck der Stiche ist schließlich das Abtöten oder zumindest Vertreiben von Feinden und nicht deren medizinische Behandlung. Warum sollten Stiche den Opfern also "gut" tun, selbst wenn es nur langfristig sein sollte?

  • Also es gibt da sogar eine Art Akkupunkturbehandlung mit Bienen, wo der Patient etwa 10 Bienenstiche oder auch mehr auf den Rücken bekommt, mit lebendigen Bienen, durch die behandelnde Person. Kam sogar schon mal im Fernsehen.
    Ich selbst habe einen Imker gekannt, der sich das jedes Jahr im Frühjahr hat machen lassen.
    Deshalb freue ich mich über jeden Stich der nicht gerade in der Nähe der Augen ist, da sehe ich dann auch etwas eigenartig aus.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)