Gerät für Einlöten von Mittelwaben Dadant BR und HR

  • Hallo,


    ich weiß, es gibt schon unzählige threads zum Thema Einlöten von Mittelwänden und welche Geräte man dazu braucht.
    Glaubt mir, ich habe viele davon schon gelesen und trotzdem oder gerade deswegen möchte ich einen neuen thread eröffnen. Denn ich glaube, damit eine Lücke für Anfänger wie mich schließen zu können, über die auch ich gestolpert bin. Speziell, wenn es Dadant-Anfänger sind!


    In vielen der bestehenden threads erhält man Tips wie "nimm einfach...Autobatterie, Ladegerät, Transformator, Netzteil, Labornetzgerät...usw."
    Scheint ja alles gut zu funktionieren und alles gaaaanz einfach zu sein.


    Liest man dann aber weiter statt ungeduldig sofort irgendwas auszuprobieren, kommen einem Zweifel und plötzlich ist alles ganz und gar nicht so einfach.


    Denn der Arbeitserfolg hängt von ganz vielen Dingen ab, die von den Antwortenden einfach vorausgesetzt wurden, beim Fragenden aber oft gar nicht vorhanden sind!


    Beispiele:


    • -Drahtmaterial
    • -Rähmchenart und damit Länge des Drahtes
    • -Selbst das selbe Rähmchen kann 4- oder 5-fach gedrahtet sein und schon ist die Drahtlänge deutlich anders
    • -Geräte mit fester Stromstärke und solche, die man einstellen kann
    • -Bei Dadant hat man zwei Rähmchentypen mit erheblich unterschiedlichen Drahtlängen
    • -Machner meint, es wäre ihm egal ob er die Drähte einzeln löten muss oder alles auf einmal
    • -Ein anderer meint, es wäre ihm egal, ob er 3 oder 30 Sekunden die Kontakte hinhalten muss


     
    usw. Und schon reichen bei dem einen 2 A und 30 Sekunden pro Draht und beim anderen geht unter 5A gar nix. Das nutzt mir als Anfänger und Elektro-Dummie vor dem ersten Kauf leider gar nichts, da ich dann womöglich einen teuren Fehlkauf korrigieren muss. Ich mag keine Sachen, die halt so halbwegs funktionieren, wenn, dann sollte es gleich gescheit funzen und Spaß machen.


    Liege ich mit meinen folgenden Überlegungen richtig oder falsch?
    Ich meine, es macht nur Sinn, wenn ich ein Rähmchen immer komplett einlöte und die Kontakte dabei sowohl bei HR- als auch bei BR-Wabe jeweils nur 3-5 Sekunden hinhalten muss.
    Beim Drahtmaterial kommt nur Edelstahl in Frage, die Drahtstärke sollte die üblichen 0,4-0,5mm betragen.
    Bevorzugen würde ich die 5-fach-Drahtung (BR).


    Bisher bin ich für mich daher zu dem Schluss gekommen, dass es aufgrund dieser Anforderungen wohl ein einstellbares Gerät sein muss, bei dem man die Stromstärke anpassen kann, je nachdem, was man gerade lötet. Ein 4- oder 5-drähtiges Teil oder nur eine Honigraumwabe. Bei einem Gerät mit festen Ausgangswerten muss es doch reiner Zufall sein, wenn die Arbeit mit den von mir gewählten Material genau optimal von der Hand gehen soll, oder? Eher dürften die Drähte zu langsam oder zu schnell warm genug werden.


    Und das Gerät sollte natürlich deutlich günstiger sein als so ein überteuerter 70-EUR-Trafo und trotzdem keine weitere Bastelarbeit nötig machen. Als Elektrolaie möchte ich mich nicht mit Sicherheitsfragen herumschlagen müssen.

    Und jetzt meine konkrete Fragen:


    • -Wer von euch arbeitet mit Dadant und hat ein Gerät, das günstiger und womöglich trotzdem flexibler und vor allem besser kontrollierbarer ist als die teueren Trafos aus dem Imkerbedarfshandel?
    • -Was genau ist das für ein Gerät und welche Einstellungsmöglichkeiten (Volt, Ampere) sind für diese Anforderungen empfehlenswert?
    • -Kurzum: Auf was sollte ich beim Einkauf achten?


    Wie gesagt, ich bin ziemlich ahnungslos was das Zusammenspiel Spannung und Stromstärke und die vielen Ausstattungsvarianten der Netzgeräte betrifft. Eine nackte Autobatterie oder ein umgebasteltes PC-Netzteil oder ähnliche "irgendwie mehr oder weniger funkionierende" Lösungen sind jedenfalls nichts für mich.


    Vielen Dank
    hornet

  • Hallo Hornet,

    Zitat
    • -Wer von euch arbeitet mit Dadant und hat ein Gerät, das günstiger und womöglich trotzdem flexibler und vor allem besser kontrollierbarer ist als die teueren Trafos aus dem Imkerbedarfshandel?
    • -Was genau ist das für ein Gerät und welche Einstellungsmöglichkeiten (Volt, Ampere) sind für diese Anforderungen empfehlenswert?
    • -Kurzum: Auf was sollte ich beim Einkauf achten?


    Wie gesagt, ich bin ziemlich ahnungslos was das Zusammenspiel Spannung und Stromstärke und die vielen Ausstattungsvarianten der Netzgeräte betrifft. Eine nackte Autobatterie oder ein umgebasteltes PC-Netzteil oder ähnliche "irgendwie mehr oder weniger funkionierende" Lösungen sind jedenfalls nichts für mich.


    Die Quadratur des Kreises, wird wohl nix werden, kauf Dir ein Gerät aus dem Imkerbedarf, kosten doch auch nicht die Welt.


    Imker = Pfennigfuchser


    Gruß Jan

    Dubium sapientiae initium. Zweifel ist der Weisheit Anfang. René Descartes


  • Hallo hornet. Du willst also ein Supergerät für null Euro ? Bastel dir eins, aber vergess nicht die Sicherheiten zu berücksichtigen. Und für Leute mit null Ahnung wie Du gibt's die Angebote im Imkerfachhandel sogar zum aussuchen .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Sind ja liebe Kommtare und noch mehr Zitate bisher, aber:


    Nein, ich will nicht eines für Null EUR, aber vielleicht günstiger und womöglich besser.


    Dafür ist doch das Forum da, dachte ich, dass man auch fragen kann, was andere für Lösungen verwenden?


    Muss ein Ahnungsloser immer die teuren Fertiglösungen kaufen oder darf er nicht trotzdem an seiner Ahnungslosigkeit arbeiten, von bestehenden Erfahrungen anderer profitieren?


    Es gibt doch sicher welche, die schon andere Lösungen haben oder Tips auf den Weg dahin geben können.

  • Hhm... irgendwie habe ich Dein Problem noch nicht verstanden.


    Ich nehme einfach meinen Uralttrafo und löte damit alle möglichen MWs ein. Alle möglich Formate, Drahtungen, Drähte und 100 Stck. usw. - kein Problem in Sicht!


    Gruß Jörg

  • Ich nehme einfach meinen Uralttrafo und löte damit alle möglichen MWs ein. Alle möglich Formate, Drahtungen, Drähte und 100 Stck. usw. - kein Problem in Sicht!


    Und was hat der für Leistungsdaten?
    Und du hast vergleichbares Material wie ich und hältst die Kontakte dran und nach ganz wenigen Sekunden ist die gesamte Wabe eingelötet?


    Ich habe noch nie so ein Teil besessen, habe also keine Vergleichswerte und nur Angelesenes und muss mir damit also so ein für mich unbekannten Gerätetyp kaufen. Da von unterschiedlichsten Daten und Ansprüchen und obendrein von verschiedenen Gerätetypen (neben Trafos ja noch Ladegeräte, Netzteile etc.) die Rede ist, wüsste ich halt gerne, worauf genau ich mein Augenmerk richten sollte.


    Hast du schon mal bei einem Elektronikversandgeschäft geschaut, was es da gibt?
    Tausende von Transformatoren, Netzteilen und Dutzende von verschiedenen Typen!
    Es fällt ausgesprochen schwer, hier ohne Vorkenntnisse geeignete Geräte auszuwählen, ein Link auf ein geeignetes Gerät bei einem dieser Versender würde ich als sehr hilfreich schätzen.


    Die meisten hier kaufen doch auch nicht grundsätzlich das teuerste und beste, sondern fragen herum und wägen für ihre persönlichen Bedürfnisse ab. Entsprechend gibt es ellenlange Diskussionen über die diversen Gerätschaften, von der Beute über die Schleuder bis zur Entdeckelungsgabel. Deshalb wundert mich jetzt wiederum, wieso meine Fragen zu Einlötgeräten dann so abwegig zu sein scheinen?


    Gibt es denn bei den Einlötgeräten plötzlich keinen Bedarf nach Details, oder warum kommen Tips wie "kauf halt irgendein altes XY-Gerät oder das Luxusteil vom Imkerfachhandel"? Zumal man dann kurz darauf von diversen Einschränkungen lesen kann (der eine braucht 30 Sekunden, der andere muss einzelne Drähte kurzschließen etc.), Ich bin aber eher weniger experimentierfreudig und möchte halt gleich wissen, was am besten passt.


    Das ist alles...ist das wirklich zuviel? :confused:


    Gruß
    hornet

  • Moin


    Guck mal bei den einschlägigen Elektroniker Bastelshops, wie Conrad, Völkner und Konsorten.
    Da gibt es einstellbare Netzteile. Dann nimmst Du halt hohe Spannungen für die Brutwaben und niedrigere Spannungen für die Honigräume.
    Nen grober Daumenwert: 0 - 30V und 0 - 3 A.
    Mein Netzteil hat 20V und 18A.
    Die Spannung steht auf 20V. Der Strom pendelt sich bei etwa 3 - 3,5 A ein.
    Der Einlötevorgang dauert etwa 5 sec. (Ich habe DNM)


    Das Netzteil ist nicht für umsonst, ist klar. Da muss halt der Honig für nen Euro mehr verkauft werdn ;-)


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hallo !


    Ich habe einen Schutzisolierten Trafo 24V/10A Kurzschlußfest.


    Damit löte ich meinen Edelstahldraht ein, das geht ganz gut ist ratz fatz eingelötet.
    Ohne Übergangswiderstand fließen da rechnnerisch (gerade schnell überschlagen)
    beim DNM Rähmchen (1,7m) kurzzeitig rund 480A.
    Da hierbei die Klemmenspannung zusammenbricht, kommt es nicht wie man meinen könnte,
    zu den 11,5kW Leistung am Draht.


    "Verzinnter Eisendraht" natürlich nochmal erheblich schneller heiß,
    bei einem Widerstand von 1/6 des Edelstahl .... der glüht dann auch schnell aus.


    Ich habe zwei, drei von den Trafos mal bei einer Lagerauflösung mitgenommen,
    soetwas kostet neu sicherlich erheblich mehr als jeder Einlöttrafo im Imkereibedarf.



    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.


  • Das ist alles...ist das wirklich zuviel? :confused:


    Gruß
    hornet


    Hallo,


    wenn du schon so fragst, dann eindeutig ja. Man kann ja aus allem ein Mondlandeunternehmen machen. Du bist gerade auf dem besten Weg dazu es mit der Einlöterei zu tun. Mir kommt da eine vollautomatische Einlötmaschine in den Sinn, die ohne zutun des Bedieners die Drahtlänge ermittelt, über den Widerstand die benötigte Leistung einstellt und das ganze in Relation der Masse der Mittelwand, wegen der Wärmeableitung. Das ganze dann gegen die Raumtemperatur korrigiert. Irgendwie klingt es so, als wenn du sowas möchtest. Verstehe ich, aller Anfang ist schwer. Aber an dieser Stelle brauchst du dir diese Mühe nicht machen. Nimm den bewährten schutzisolierten und abgesicherten Trafo aus dem Imkergeschäft. Du sagst ja selbst, dass es dir mangels elektrischer Fachkenntnis nicht möglich ist eine Alternative selber zu suchen und zu beurteilen. Also höre doch bitte auf den Rat des Forums. Es ist leider manchmal so. dass hier im Forum auch mal unangenehme Antowrten kommen. Das Gefühl fürs Einlöten kannst soweeiso nirgends mitkaufen :wink: Gehe doch nach Wolfesing schau dir die Einlöttrafos an, sprich mit dem Schindele und frage ihn ob du das Teil zurückbringen kannst wenns dir nicht behagt. Geht schneller und schmerzloser als drei Tage im Forum suchen und schreiben. Und ist IMHO zielführender.


    LGR

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo,


    also, Meinereine ist bestimmt jetzt nicht die Elektroing.
    Ich Nutze einfach das (Auto-)Batterieladegerät, welches mein Göttergatte eh besitzt, ist aber sicherlich ein Profiteil. Angaben kann ich grad nicht machen,
    weigere mich grad massiv, mich dazu vom Ofen zu entfernen und in den Schuppen zu gehen


    Trafo nutzen nun viele wie Jörg z.B.
    Es ist aber auch da nun mal so, wenn man Tante Google bemüht, dass man in der Bucht z.B. die Märklin-Trafos mit mehr als 50 VA schon gut teurer als ein Fuffi sind. Wenn man Tante Google dann nochmal bemnüht und zB das Teil bei Bienenweber anguckt: Das hat 170 VA und bietet fertig alle Sicherheiten.
    Hätte ich meinen Mann nicht mit seinem gesponsorten Ladegerät ( :roll: fast wär`s ne Steilvorlage für DD geworden!),
    ich könnt mir da nichts zusammentüfteln und würde auf Nr sicher gehen. Den rumstehenden Märklintrafo der Modelleisenbahn hätte ich vielleicht noch getestet.


    Was auch ich sagen will:
    Wenn Du nun elektrisch-technisch versierte Antworten liest: Kannst Du die nachvollziehen?
    Baust Du Dir ein zweckentfremdetes Gerät selbst um? (DEINE Aussage, dass Du keine Ahnung davon hast)


    Fazit ist weiterhin: Leistung hat eh schon ihren Preis. Und wer nicht sicher selbst tüftelt UND auf funktionierende Qualität wert legt, kauft fertig, oder nicht?


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Also zunächst mal: Warum drahtest Du im Honigraum? Kannst Du Dir oft schenken bei den niedrigen Rähmchen...ich mache es nicht mehr bei meinen DN 0,5ern.
    Und für das Einlöten empfehle ich Dir einen alten Eisenbahntrafo (ja, sorry, wieder was "altes"...) aber das Ding ist unschlagbar. Kann man bei Gebrauchthändlern, auf dem Flohmarkt oder bei Modelbaufans oft günstig abstauben und Di geben Dir gerne auch Draht und Stecker dazu. Wenn Du dann den Fahrstromausgang wählst, kannst Du mit dem Fahrtenregel die Leistung fliessend variieren.


    Ansonsten hatte der Regler meiner alten Schleuder sogar Anschlsse zum Löten - ging auch ganz gut aber wenn die Schleuder nicht in der Nähe steht, eher unpraktisch ;-)


    Kurzm: alles wirklich kein Thema...und nächste Woche soll es endlich wärmer werden und wir kommen von der Tastatur...jucheeee!


    Melanie

  • Und was hat der für Leistungsdaten?
    Und du hast vergleichbares Material wie ich und hältst die Kontakte dran und nach ganz wenigen Sekunden ist die gesamte Wabe eingelötet?


    ...


    Hallo Hornet,


    probier es einfach mal aus! Spätestens nach 2 MWs hast Du den Dreh heraus! natürlich muß man bei unterschiedlichen Drähten (VA o. verzinnt) und Drahtlängen die Zeit etwas variieren. Das klappt eigentlich ganz gut. Da mein Trafo in eine alte Plastikdose eingebaut ist und natürlich keinerlei Typenschild besitzt kann ich Dir leider keine Leistungsdaten nennen.


    Gruß Jörg


    PS: Mit den 2 Übe-MWs machst Du dann einfach Anfangsstreifen...

  • Hallo Melanie, ich drahte auch im Honigraum, aber nur ein paar Waben, der Rest wird Naturbau. Meine Überlegung war, ohne Mittelwände wird der Honigraum nicht gut angenommen, also wird 1/3 mit MW bestückt, die anderen 2/3 nur mit Anfangsstreifen. DN 0,5
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Ohne Übergangswiderstand fließen da rechnnerisch (gerade schnell überschlagen)
    beim DNM Rähmchen (1,7m) kurzzeitig rund 480A.


    @ Bienenknecht
    Die Rechnung kann ich nicht nachvollziehen, da ist wohl ein Kommafehler versteckt.



    @ Hornet
    Wenn du in der Materie keine Kenntnisse hast, dann bringen diverse Basteleien nichts. Entweder du hast einen kundigen Berater bei der Hand oder du kaufst einen Einlöttrafo für Edelstahl und nimmst die Kosten zur Kenntnis.


    MfG
    Honigmaul