Gibt es Alternativen zum Honig-G l a s ?

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    Altglas und ein vernünftiges Deinking der Etiketten ist umwelttechnisch immer noch 1000x besser. Wenn der Preis entscheidet nimmst du Plastik oder Pappe, wenn dir ein sauberes Produkt wichtig ist, nimmst du Glas auch wenn es teurer ist.

    Glas bietet als einziges eine vernünftige Barriere und kann anständig recycled werden.

    Plastik (damit schließe ich auch das geschmolzene Plastik auf Etiketten ein) migriert durch die Verpackung und vergiftet uns Stück für Stück.

    Hab gerade erst bei uns in der Firma eine Kundenanfrage zum Thema Recycling von Etiketten beantwortet mit den Stellungnahmen unserer Zulieferer.

  • Passt zwar nicht zum Thema, aber der Preis für 315g Linde... Ist mehr als Wucher.

    Ist halt Bio und das sollen die Kunden bezahlen, dafür kaufst du dann aber auch Bio Zucker zum einfüttern und legst Geld für Zertifizierung etc. hin.

    Ich find den Preis in Ordnung und wenn die Kunden es bezahlen passt es doch.


    Gruß Chris

  • Da gibts noch sehr viel hochpreisigeres... Und nix Manuka oder so... Preise über 30€/Kg zu finden is kein Problem. Und die Leute kaufen trotzdem... :)


    Das sollte man nicht als Wucher bezeichnen sondern als Ziel.

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Das sollte man nicht als Wucher bezeichnen sondern als Ziel.

    Ich hab zwar bisher keinen Honig verkauft, dafür bin ich zu kurz dabei, aber die Aussage halte ich für richtig.

    Wer sein Produkt verramscht, trägt dazu bei, dass es nicht wertgeschätzt wird. "Was nix kostet, ist nix."


    Es müssen ja keine 25€/kg sein, aber 7,99€ für 500g wären auch ein Anfang. Ich habe das hier in einem anderen Thread gelesen, dass sich viele als Hobbyimker bezeichnen. Warum nicht als Manufaktur, als Gegensatz zum Erwerbsimker?

    Lindenhonig aus der Honigmanufaktur für 7,99€ je 500g.

    Klingt wertiger, als 4,50€ je 500g vom Hobbyimker. Und es ist ausreichend Handarbeit, um sich Manufaktur nennen zu können.

    4 Völker Carnica in Segeberger (eine rote, drei grüne Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.

  • Passt zwar nicht zum Thema, aber der Preis für 315g Linde... Ist mehr als Wucher.

    Diese merkwürdige Denke eines Produzenten aus der selben Branche findet sich wirklich NUR bei Imkern.

    Und die kennt offenbar nur eine Richtung: billig verkaufen ist gut, teuer verkaufen ist böse, ist was zum schämen.


    Statt bei solchen Gelegenheiten mal die eigenen Preise zu überdenken, wird der Kopf geschüttelt und lieber erst recht noch betont, wie billig der eigene Honig im Vergleich ist.

    Na ja, vielleicht ist der Honig aber auch wirklich billig und es gibt kein anderes Kriterium, mit dem man sich hervorheben könnte, als einen billigen Preis! Dann könnte man solche Reaktionen ja verstehen.

    Wenn das aber auch der Kunde irgendwann mal tut?


    Die Honigpreise bei uns sind nur so niedrig, weil wir von Importhonigen überschwemmt werden (dürfen). Rein von der nationaler Angebot-Nachfrage her müsste der Honig dagegen das fünffache kosten. In diese Richtung wäre meiner Meinung nach der Preisehrgeiz besser aufgehoben.


    Nur wir können regional, ein Chinese kann das nicht, jedenfalls nicht bei uns!

  • N'Abend


    Mir ist nur ein Rätsel, welchen Rechenweg sie benutzt haben, um sowohl von 6,99/315gr als auch von 7,99/315gr auf einen gleichen Kilopreis von 16,98 zu kommen. Aber Mathe war nie wirklich meine Stärke :lol:.


    Grüsse, Robert

  • 500g ok. Aber 315g Lindenhonig für 8.00 Euro. Hut ab. Ich sehe es nicht ganz so wie die meisten. Was ist mit den Kunden die sich z. B keine 10 Euro für ein 500g Glas Honig leisten können? Ich bin fest davon überzeugt, dass bei solchen Preisen der Absatz an regionalen Honig sinken würde. Da greifen einige doch lieber beim Discounter zu. Egal mit was für Argumenten man ihn anpreisen würde. Honig ist wertvoll, gesund, und macht Arbeit, keine Frage. Aber wenn Honig sich nur Leute mit einem überdurchschnittliche Verdienst leisten können und er daher zum Luxusgut wird,ne da bin ich raus. Ein 500g Glas Rapshonig für 6 Euro wäre in meiner Region schon an der Grenze des möglichen. Zu billig? Hier kaum.

    Sollte ich aufhören zu Imkern, weil sich mein Honig nicht teuer verkaufen lässt? Ne.. Da pass ich mich an, mit einem guten Gefühl meinen Honig nicht zu verschleudern und dem, das sich auch der Durchschnittsbuerger Qualitativ guten Honig leisten kann.

  • Nettisrb, deine Ansicht ist meiner Meinung nach ein vollkommen falscher Ansatz.

    Du suchst dir gerade die Niedrigpreisgruppe als Zielgruppe aus und argumentierst damit eine Rechtfertigung für niedrige Preise.

    Nur weil sich irgend jemand etwas zu einem Preis nicht leisten kann/will, musst du dich dafür nicht verantwortlich zeigen.

    Suche dir diejenigen, die deine Arbeit schätzen und dies durch eine angemessene Entlohnung honorieren.


    Liebe Grüße Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Diese Thema sollte besser hier weiterdiskutiert werden (meine Diskussionserfahrung -> #48):

    Honigpreise

    Den Vorschlag, wenigstens kostendeckende Preise zu nehmen und ggf. dem Kunden die Differenz zur "Unerträglichkeit" als Geldgeschenk des Imkers oben auf den Honigglasdeckel draufzulegen, finde ich nach wie vor ebenso bestechend wie erzieherisch wirksam - für den Kunden und für den Imker gleichermaßen.

  • Diese Thema sollte besser hier weiterdiskutiert werden (meine Diskussionserfahrung -> #48):

    Honigpreise

    Das geht nicht mehr, der Faden ist zugeknotet. ;)


    Wie so oft liegt die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte. Übertreiben sollte man es mit den Preisen nun nicht, aber verramschen muss man unser tolles Produkt gewiss auch nicht.

    Ich hatte gerade vorgestern eine Anfrage einer Kundin, die schon bei mir gekauft hat, sie würde mir 10 Gläser Honig abnehmen (weil ihre Tochter - Zitat: "nur richtig guten Honig mag, nicht den aus dem Supermarkt", da brauchte man also gar nicht selbst argumentieren). Dann die Frage, was denn 10 Gläser kosten würden. Auf meine Antwort "Preis von 1 Glas mal 10" kam die entrüstete Frage, ob es denn ETWA keinen Rabatt bei 10 geben würde. Nachdem ich ihr dann grob geschildert hatte, warum und wie teuer ein Glas eigentlich sein müsste wenn man Arbeitszeit usw. mit reinrechnet, meinte sie also bei 10 Gläsern hätte sie einen Rabatt erwartet, dann würde sie es sich nochmal überlegen.

    Soll sie machen... Bei so einer Erwartungshaltung / Forderung sehe ich das gar nicht ein. X/ Vielleicht hätte ich von selbst sogar ein Glas Tropfhonig oder ein 250er gerührten als Zugabe draufgegeben, wenn sie ihre 10 abholt. Aber so... Die 10 gehen einzeln auch so weg.

  • Irgendwie möchte man als Kunde doch sehen [...]

    D.h., die 'Außenwölbungen' im Buchstaben 'O' sind nur Abbildungen und nicht echt?


    Ich stellte mir einen von Papp umhüllten durchsichtigen Polykarbonatbecher mit einer Außenwölbung in dem 'O' vor. Honig im Pappbecher (egal wie innerlich beschichtet) würde ich warum auch immer nie kaufen.

    Kevin Pfeiffer - Übersetzer, Betreiber der Kleinimkerei zu Gunsten Familie und Freunden

  • "Unser" Plagwitzer Wanderimker (ebenfalls Bio) hat sich auch für diese Art Verpackung entschieden.

    Vorteil: Er fällt auf, ist etwas Besonderes.

    Nachteil: Der Honig ist nicht zu sehen.

    Und ich denke, das ist keine Lösung für Kleinstimker, die Becher werden nicht von Hand bedruckt, was eine größere Stückzahl erwarten lässt.

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen