rechtliche Organisationsfragen zur Einrichtung von Schul-Bienen (NRW)

  • Liebes Forum,
    ich setze mal imkerliches Können und Kenntnisse voraus und will es nicht zum Gegenstand der Frage machen. Was aber muss alles (formaljuristisch) berücksichtigt werden, um in einer Schule einige Beuten aufzustellen? Wer muss sein o.K. geben (Schulleitung setze ich voraus): Schulträger, Schulaufsicht; braucht es eine "Zertifizierung" bzw. "Gefahren-/Standortanalyse" eines Imkers usw.
    Immerhin ist ja bspw. der worst-case zu berücksichtigen: Bei einem Schüler kommt es zu einem anaphylaktischen Schock. (welche Mittel müssen vorgehalten werden, dürfen die verabreicht werden usw.). Das mag sich alles pingelig anhören, aber ich will vermeiden, dass bei der ersten Beschwerde alles wieder abgebaut werden muss - und das geht in Schule ganz schnell...
    Danke im Voraus!

  • Du solltest auf jeden Fall einen Zaun um deine Völker haben, so dass nur unter deiner Aufsicht die Völker gestört werden können. Mit deinen Bedenken dürftest du auch keinen Schulausflug machen oder gar ein Schullandheim. Als Lehrer stehst du immer mit einem Fuß vor Gericht. Wenn du alle Bedenken dem Schulträger, ja der Schulaufsicht mitteilst, dann wirst du nie ein ok bekommen. Der Schulrat wird nicht die Verantwortung übernehmen.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Unsere Völker sind auf dem Schulgrundstück nicht umzäunt. Aber der Hausmeister musste gefragt/benachrichtigt werden (mit Honig). Die Schulleitung muss es auf jeden Fall wissen. Beim Landratsamt ist der Standort gemeldet, aber wie jeder andere auch. Habe mir von den Eltern der Teilnehmer eine Erklärung unterschreiben lassen, dass sie einverstanden sind und keine Allergien bekannt sind.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Unsere Völker sind auf dem Schulgrundstück nicht umzäunt. Aber der Hausmeister musste gefragt/benachrichtigt werden (mit Honig). Die Schulleitung muss es auf jeden Fall wissen. Beim Landratsamt ist der Standort gemeldet, aber wie jeder andere auch. Habe mir von den Eltern der Teilnehmer eine Erklärung unterschreiben lassen, dass sie einverstanden sind und keine Allergien bekannt sind.


    Meine Schule ist nicht in NRW, sondern in BY. Ich denke aber, das rechtlich kein großer Unterschied besteht. Ich habe es genau wie Holmi gemacht. Zusätzlich sind der Elternbeirat und der Sachaufwandsträger (Gemeinde) einverstanden. Ich achte nur darauf, dass Kinder, die an den Bienen arbeiten Schutzkleidung tragen. Wer keine Schutzkleidung an hat, hält Abstand. Zwei Stiche gab es in den letzten 5 Jahren, was aber keine Probleme bereitete.
    Die Kinder wissen was sie zu tun und zu unterlassen haben, wenn sie zu den Bienen gehen (z.B. kein Parfüm, Stachel nicht mit zwei Fingern versuchen herauszuziehen, sondern mit einem Finger herauskratzen, ruhiges Verhalten) Das Mobilteil oder das Handy sind in greifbarer Nähe für den Fall der Fälle. Medikamente dürfen von einem Lehrer nicht gegeben werden.
    Ein- bis zweimal kommt sogar der Kindergarten vorbei und schaut zu.
    Ich leiste meinen Beitrag und stelle nur sanftmütige Völker auf und bilde nur Ableger mit belegstellenbegatteten Königinnen aus sanftmütigen Völkern. Bei Gewitterstimmung wird nicht zu den Bienen gegangen. Unsere Bienenstunde ist freitags von 12-13:00 Uhr und da haben die Bienen etwas anderes zu tun. Beim Abräumen bin ich besonders vorsichtig