Beuten vom Beutenbauer (Friedmar Schönherr)

  • Hallo Miteinander!


    Hat jemand Beuten von Friedmar Schönherr (Der Beutenbauer) im Einsatz und kann mir darüber etwas berichten?
    Die SuFu ergibt leider nix...


    Danke im Voraus!


    LG
    Ralf Knier

    Die vergangenen Tage nicht im Sinne tragen, den kommenden Morgen nicht schon beklagen...

  • Hallo Ralf,


    naja, die Werbung ist relativ neu. Daraus habe ich geschlussfolgert, daß er seine Firma erst neu gegründet hat oder jetzt richtig durchstartet.


    Was ich so gelesen und gehört habe ist wohl sehr solide...


    Gruß Jörg, der Selberbastler

  • Ich benutze sie seit vorigem Jahr, und habe dieses Jahr wieder dort gekauft.
    Im letzten Bienenjournal war auch ein Beitrag zum Beutenbauer.

    Grüße aus Chemnitz - Adelsberg
    Jens

  • Ja, schön sind die Beuten. Aber wenn man ein paar mehr braucht, macht sich der (durchaus gerechtfertigte!) Mehrpreis natürlich schon stark bemerkbar.
    Ich habe mit Friedmar Schönherr telefoniert, auf meine Frage wie "zukunftssicher" seine Beuten seien, antwortete er, dass er ja noch ein paar Jahrzehnte arbeiten müsste... :daumen: Außerdem seien seine Beuten kompatibel mit denen vom Wettbewerb.


    Seine Flachböden sind ohne Querstreben (natürlich schön zum Milbenzählen), ob das auf Dauer stabil genug ist?
    Er macht einen sympathischen Eindruck, ich wünsche ihm alles Gute für seine Zukunft!!


    LG
    Ralf

    Die vergangenen Tage nicht im Sinne tragen, den kommenden Morgen nicht schon beklagen...

  • Die einfache Schiene statt der Amerikanischen hat mir beim letzten Imkertag nicht so gefallen, auch die Schrauben mit der die Schiene angemacht war, würden mich stören, da sie überstanden. Ich weiß auch nicht, ob es Nirosta waren, da würde ich an deiner Stelle nochmal nachfragen.


    Die "Premium-Ecke" schaut zwar gut aus, falls der Leim aber nicht 100%ig hält, sind das genau die Stellen, die dann besonders empfindlich sind.


    Unglücklich finde ich die Angaben auf der Website "Deutsch-Normal-Maß-Beute nach Dr. Liebig" Liebig ist Zander, nicht DN, oder auch wenn man die "DN Liebig" mit einer weiteren Leiste als "Heroldbeute" verwenden kann. So was ist einfach falsch, nur weil man in einer Beute DN oder Zander verwenden kann ist es noch lange keine Heroldbeute.


    Die Verarbeitung ist zwar ok, allerdings hat man ab und zu den Eindruck, dass imkerliches Wissen und auch längere parktische Erfahrungen fehlen. Auch Details sind schon mal besser gelöst worden, wie die oben beschriebenen überstehenden Schraubköpfe. Wie gesagt, kann man sich auch nicht darauf verlassen, dass die Liebig tatsächlich die Liebig nach der Bauanleitung aus Hohenheim ist, da Dinge "verbessert" wurden, z.B. gibt es dann einen zusätzlichen Falz um DN reinzuhängen, was aber die Seitenwandstärke oben wieder verändert. Oder es ist eine Metall-Leiste drinnen ... Wenn man darauf Wert legt, dass die Beute in Details z.B. der Hohenheimer entsprechen, sollte man nochmal sehr genau nachfragen.

  • Hallo,


    habe den Thread erst durch den "Gockel" gefunden.
    Habe mir vor 2 Jahren, als ich anfing zu imkern, mehrere Dadantbeuten über seinen Webshop gekauft. Damals gabs noch nirgens Werbung. Ein befreundeter Imker hatte seine Beuten auf einer Messe gesehen und meinte, das wäre was Vernünftiges :wink:
    Die Dinger sind so schön, das man sie sich lieber ins Wohnzimmer stellen möchte, als damit zu imkern.
    Den angesprochenen Schwachpunkt der Ecken kann ich bestätigen. Eine BR Zarge fing sich unten an aufzudröseln. Habe einen Blechwinkel von außen drübergeschraubt, den Rest verkitten die Bienen von innen :Biene:
    Die HR habe ich vorsichtshalber als doppelte Sicherheit verschraubt. Wobei ich letztes jahr von ihm persönlich einen Telefonanruf hatte, wo er sich nach genau diesen Erfahrungen erkundigte, weil er eine Reklamation hatte und ankündigte, künftig die Ecken anders zu lösen. Die sind jetzt wie mit einer Nut gegenseitig ineinandergreifend gemacht.
    Schrauben sind normale "Wald- und Wiesenschrauben" verzinkt. Das Bodenlochblech ist aus Alu und würde sich in Natronlauge in Wohlgefallen auflösen. Das lösen andere Anbieter mit VA-Gaze besser.
    Für Wünsche, Erfahrungen oder Kritik ist Herr Schönherr jederzeit offen. Habe ihn persönlich auf einer Verkaufsmesse beim Imkertag kennengelernt.
    Es ist alles aus made in Germany und nicht, wie teilweise bei anderen Anbietern von rumänischen Schafhirten in Heimarbeit "zusammengetöpfert"


    Gruß Gerald

  • Liebe Imkerkollegen, ein Imkerfreund und Kunde hat mich auf dieses Thema im Imkerforum aufmerksam gemacht.
    Will mich an dieser Stelle gern zu ein paar Punkten äußern - ich selbst der Beutenbauer Friedmar Schönherr.


    Stimmt, wir sind ein kleiner Familienbetrieb der seit 2010 Bienenbeuten herstellt. Uns ist es wichtig, aus luftgerockneter Weymouthskiefer zu fertigen - keine Handelsware.
    Aller Anfang ist schwer, aber wir haben schon viele kleine "Kinderkrankheiten" ausgemerzt. Anfangs gab es einzelne Probleme mit der Gehrungsecke. Das hat uns vor der Saison 2012 dazu bewogen, ein neues und noch stabileres Fräsprofil einzusetzten und zusätzlich an den Ecken eine Schraube zu geben (verkittet). Seitdem sind uns keine Probleme bekannt geworden.
    Als Auflage und Bodengitter setzen wir wie viele andere Beutenhersteller auch auf Aluminium. Das ist gegenüber Ameisensäure in flüssiger und gasförmiger Form resistent. Wir sind jetzt dazu übergegangen, die Schienen mittels Edelstahlklammern zu befestigen. Die rosten nicht und stehen auch nur minimal über.
    Clemens hat recht, die Sache bzgl. der Beuten-Bezeichnung etc. ist in Überlegung ...


    Für Fragen, Verbesserungsvorschläge sind wir offen - und freuen uns über konstruktive Kritik!
    Grüße aus dem Erzgebirge - Friedmar Schönherr

  • Hallo Friedmar!


    Schön, daß Du Dich hier zu Deinen Beuten äußerst! Herzlich willkommen im Forum!
    Und, wie schon geschrieben, alles Gute für Euch!


    LG
    Ralf

    Die vergangenen Tage nicht im Sinne tragen, den kommenden Morgen nicht schon beklagen...

  • Hallo Alle!
    Ich grabe diesen gealterten Thread noch mal aus. Da ich auf der Suche nach Dadant 12 Anbietern bin, wäre ich interessiert und hoch erfreut, eine aktualisierte Einschätzung dieses Anbieters zu erhalten. Es gab wohl zeitweise Lieferprobleme, aber nobody is perfect. Haben sich weitere Probleme mit der Formtreue mit den Beuten ergeben oder kann man da inzwischen zugreifen? Die Rähmchen sind zwar derzeit nicht lieferbar, haben aber nach Auskunft des Beutenbauers die Breite von 25 mm, was ich bevorzugen würde, um Naturbau und 32 mm Abstand der Waben zu ermöglichen. Um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden, möchte ich Beuten und Rähmchen von einem Anbieter kombinieren.
    Mit Gruß und Dank, Andreas

  • Servus,


    ich habe seit 1 Jahr 4 Dadantbeuten vom Beutenbauer im Einsatz. Nach Erhalt habe ich diese dann lasiert und aufgestellt. (Ich pers. lasiere meine Beuten, zahle ja auch schließlich genug dafür, so dass sie lange halten sollen)
    Bisher kann ich nichts negatives sagen und die Verarbeitung ist meiner Meinung nach nicht zu beanstanden.
    Das es mal Lieferengpässe gab, sollte angesichts der Firmengrösse nachvollziehbar sein. Ich war davon irgendwie nicht betroffen und die Ware kam richtig schnell bei mir an.


    So nach und nach werde ich wohl komplett auf auf diesen Hersteller umstellen....



    Gruß