Pollenfallen: a) welche Erfahrungen mit welchen Sysemen, eigenbauten ect. und

  • b) Ausgleich der dadurch fehlenden Nahrung


    Ich wurde gebeten, jeweils wochenspezifisch Pollen abzufangen, um sie für die Desensibilisierung bei ausgeprägter Pollenallergie im rahmen der Apitherapie zur Verfügung zu stellen. ( Bei interesse darüber gerne mehr bei Anfrage, jedoch n u r zum Verfahren, nicht bezüglich therapeutischer Empfehlung.)
    So stellt sich die Frage nach geeigneten Pollenfallen, die sich hinsichlich einfacher Handhabung und bienenschonender (!!!) Funktion in der imkerlichen Praxis bewährt haben.
    Wer kann aus eigener Erfahrung was warum empfehlen?
    b) dadurch, dass den Bienen Pollen "weggefangen" werden, wird ja zugleich wertvollster Eiweißanteil in der Bienennahrung verknappt. Wie wirdc vermieden, dass dies der Biene schadet, wie wird die Entnahmemenge womit ausgeglichen?


    Danke für freundlichen Rat...

  • Die Pollenfallen sind so konzepiert, dass nicht alles an Pollen, was die Bienen nach Hause bringen, abgefangen wird.
    D.h, nur wenn die Pollenhöschen eine bestimmte Größe überschreiten, werden sie durch die Falle abgestreift.
    Kann man ja eine geeignete Lochung wählen. Je größer die Lochung, desto mehr bleibt den Bienen.


    lg
    Andreas

  • Ich habe mal gehört, dass die Bienen durch verstärktes Pollensammeln den Verlust ausgleichen.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo, frag mal den Alois Roth von der Schweizer Polleimkervereinigung. Er empfiehlt die Pollenfalle erst ab der Löwenzahnblüte einzusetzten denn dann kommt auch genügend Pollen in die Völker. Die Pollen vor der Löwenzahnblüte benötigen die Völker zum Aufbau.


    Ich habe mir die Pollenabstreifgitter von Alois Roth besorgt und habe diese auf meine Zanderböden angepasst. Diese werde ich in diesem Jahr zum ersten mal einsetzten.

    Grüßle vom Honigräuber aus dem Schwäbischen Wald-Bienen seit 05/2007 auf Zander

  • Wie lange lässt man so eine Pollenfalle eigentlich am Volk?
    Möchte dieses Jahr auch erstmalig Pollen ernten, aber die Völker damit nicht gerade belasten.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • ... Wer kann aus eigener Erfahrung was warum empfehlen?
    b) dadurch, dass den Bienen Pollen "weggefangen" werden, wird ja zugleich wertvollster Eiweißanteil in der Bienennahrung verknappt. Wie wirdc vermieden, dass dies der Biene schadet, wie wird die Entnahmemenge womit ausgeglichen?


    Danke für freundlichen Rat...


    Hallo Werner Vogel,


    ich denke ich habe Mittlerweile einiges an Erfahrung bezüglich Pollen.
    Ich habe ziemlich alle Pollenfallenarten im Rahmen meiner Meisterarbeit ausprobiert. (über 30 Pollenfallen gleichzeitig)
    Vorbaufallen, Bodenfallen, Senkrechtgitter, Waagrechtgitter, ...


    Ich empfehle eine Vorbaufalle, wenn man nur wenig Pollen ernten möchte. Normalerweise muß man sich keine Sorgen wegen Pollenmangel in den Völkern machen.
    Das Gitter sollte so konzipiert sein, die Luftversorgung im Volk gewährleistet ist. Bei einigen Anbietern von Bodenfallen ist dies leider nicht der Fall.
    Der Sammelbehälter soll belüftet sein, und am besten wegen der Reinigung komplett aus Edelstahl.
    Ernten muß man die Pollen täglich wegen Schimmelbildung etc.
    Wegen Rückständen soll man keine Pollen wärend der Rapsblüte ernten oder aus Intensivobstbau.


    Ausgleichen muß man wegen der Pollenentname nicht, beobachten ob im Volk Pollenbretter sind, wenn ja kann man ernten.


    Soviel in kürze.


    MfG Bienenhansi

  • Hallo Bienenhansi


    ich finde überall nur einfache Vorbaufallen aus Holz und Plastik.
    Einen Sammelbehälter aus Edelstahl habe ich nicht gefunden.


    Kannst du mir vielleicht einen Hersteller nennen?
    Grüße Jantje