"Anfüttern"

  • Hallo,
    meine Bienen (4 Völker) die in der Eifel stehen waren am 12.03 alle (freuhe micht darüber) zum Reinigungsflug draußen. Seitdem gibt es wegen des Wetterumschwungs aber keine weiteren Flüge mehr.
    Für den nächsten Freitag (22.03) sind bei uns erstmals wieder maximale Temeraturen im Bereich 10°C vorhergesagt. Hier liegen jetzt noch Schneereste.
    Wetterberechnung bei uns über 10°C sind erst eine Woche später in Sicht.


    -> Meine Anfänger-Frage an die Fachleute:
    Bringt es was, den langen Winter mit einer kleinen Futterzugabe am nächsten Wochenenede - max Temp. dann um die 10°C mit (0.5 Liter / pro Volk) für die kommenden Wochen zu "pimpen" und damit auch eine event. Futterknappheit zu umgehen, wie sie sich bei einem SO späten Frühlingsbeginn ergeben kann?


    Danke
    Peter

  • Auch ja, besser als ein Volk verhungern zu lassen. Frevelhafte Antwort: Zucker ist besser als fremder Honig. Mein Nachbar hatte vor meiner Zeit Futterhonig gekauft. Das Ergebnis zog kaffeebraune Fäden.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Luurens,


    das was du da machen möchtest, nennt sich auf gut Imkerlatein eine Frühjahrsreizung. Unter dem Stichwort findest du auch sicherlich Hinweise, wie man sie im Zweifelsfall macht. Ob sie aber eine Wirkung hat, wird sehr unterschiedlich diskutiert. Du merkst das an den beiden vorangegangenen Antworten. Dabei scheint sich die Antwort historisch gesehen von einem klaren Ja in der Vergangenheit, zu einem klaren Nein in der jüngsten Literatur verschoben zu haben.
    Dabei musst du jetzt nicht glauben, dass Drohn keine Ahnung hat. Im Gegenteil, er weis genau, wie um dieses Thema gestritten wird/wurde.


    Fütterungen, um ein zu schwach eingefüttertes Volk zu retten, sind eine andere Sache.
    Gruß
    Ludger

  • Flüssig finde ich nicht gut, wenn du hast lege lieber kristalisierten Honig, von dir, auf die Waben oder wie der Remstalimker schreibt Zucker mit flüssigem Honig vermischt. Findet man auch unter dem Begriff Maische.
    Wir haben am Wochenende die Aussicht, auf zweistellige Minusgrade, da rate ich von jeglichem Eingriff ab.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Moin,


    ich denke, es geht hier weniger um die Reizfütterung als um eine Notgabe bei etwas unsicheren Futterverhältnissen.
    Bei den genannten Tagestemperaturen würde Sirup schnell und recht problemlos brutnah eingelagert -
    danach kann es ruig kalt werden.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Leider weiß man von Lurens nur wenig. Drobi, ich habe ihn vor fremdem Honig gewarnt. Bei seinen Bedenken muss er flüssig füttern. Es gebe da die Möglichkeit mit so einem Apiinvertpäckchen, dieses mit einer Gabel anstupfen auf dei Rähmchen legen. Normalen Sirup wird er im Moment kaum bekommen. Wenn er aber unter stupfen Reizen meint, wird er keinen Erfolg haben oder doch? Fakt ist, dass bei guten Futtervorräten das Reizen keinen Sinn macht. Brüten die Bienen schwach, weil die Reserve gering, dann wird hier "das Reizen" etwas Erfolg bringen. Liebig hat natürlich bei seinen gut eingewinterten Völkern keinen Erfolg und kam deshalb zu diesem Ergebnis.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ich mag meine neue Tagesmaximaltemperaturhypthese. :p Demnach ist die Eiablage abhängig von der Außentemperatur. Und "Reizen" in Form von Flüssigfuttergaben würde dann nichts bringen. Wie nicht nur die Ergebnisse von Liebig, sondern auch andere Studien zeigen. Futtervorräte müssen ganzjährig vorhanden sein, ohne Mampf kein Kampf. Dafür muß gesorgt sein.

  • Hallo Luurens,
    da hast Du es mal wieder , 8 Imker 12 Meinungen.
    Wenn deine Völker keine Futternot haben, lass die Finger davon, Reizfütterung bringt außer das Du deine Bienen nach Draußen treibst,nicht,nur Verluste.
    Bei einer Notfütterung , Futtertasche so dicht wie möglich an den Bienensitz und im Zusammenhang den Wabensitz regulieren,zwecks Wärmehaushalt.


    Viel Erfolg beim Machen


    Gruß Jürgen


    Liebe Imkerkollegen,versucht doch bitte einmal etwas stehen zu lassen, ohne das Einer versucht den Anderen auseinander zu hacken.
    Was meint Ihr,? ich jedefalls glaube manch einer ist hinterher nicht Klüger als zuvor.
    Ich habe mir gestern Abend einmal die Teilnehmerliste angesehen und mit Schrecken festgestellt das immer nur ein gewisser Personenkreis zu Allem etwas weiß,und der Rest hüllt sich in Schweigen.
    Habt Ihr schon mal Überlegt wo s wohl daran liegen Könnte ?
    Im Endeffekt muß doch jeder Neueinsteiger seine eigenen Erfahrungen machen,völlig Wurscht mit welcher Rasse Beute, oder auch Betriebsweise.
    Die Freude an unseren Bienen und ein klein bisschen Erfolg damit ist doch entscheidend.
    Ich erwarte keine Diskusion da drauf , denkt da über nach und macht es einfach besser.


    Gruß Jürgen


    Tschuldigung bin eben ein Mecklenburger, etwas direkt , aber dafür weiß Jeder wor an er mit mir Ist.
    Man könnte auch sagen Rau aber Herzlich

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  • Danke für die Antworten auf meine Frage!


    Ich meinte mit "pimpen" weniger eine Notfütterung. Vielmehr zielte meine Frage in die Richtung, ob ich bei den in nächsten sieben Tagen laut Vorhersage anzunehmenden maximalen Temperaturen von ca. 10-12°C, meine Völker mit einer (nennen wir es beim Namen) Reizfütterung auf den kommenden Frühling einstimmen kann. Danach werden die Temperaturen steigen!


    Ich fasse für mich zusammen:
    - Wenn das Verhalten der Bienen in der Frühjahrsentwicklung rein Temperaturgesteuert ist und genügend Futter im Volk vorhanden ist, dann sehe ich keinen Vorteil in der "Reizfütterung" in Verbindung mit der Wettervorhersage. Dann sehe ich auch eher den Nachteil, dass man die Bienen vermehrt zum Fliegen animiert und damit Verluste verursacht.
    - Bewirkt aber das kleine Futterangebot zur "rechten" Zeit im Volk und bei der Königin, unabhängig von der momentanen Außentemperatur eine Verhaltensänderung, dann kann die Aktion (bei guter Planung - Wettervorhersage) was bringen.


    Ich werde es bei einem Volk einfach mal testen wollen.


    Danke nochmal
    Peter

  • Jürgen: :daumen:
    Aber mir geht es auch so: ich schreibe nicht soviel hier, weil jedes Jahr die gleichen Fragen kommen. Es wurde alles schon mal "durchgekaut" und wenn man die Suchfunktion bemüht, bekommt man soviele Treffer, dass man da ganz schnell wieder aufgibt. Eben weil schon alles mal war und man sich immer wiederholt.
    Deshalb Dank an die eifrigen Schreiber, die nicht müde werden, alles geduldig und ausführlich zu beantworten.
    Und: viele wollen auch nur lesen und ziehen so das Wichtigste für sich raus. Leider!

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi