Rotklee

  • In diesem Jahr wird hier ein 10 Hektar großer Schlag mit Rotklee bestellt.


    Ist das anwanderungswürdig - oder können die Bienen das Angebot nicht nutzen? (Rüssellänge?) Gibt es Erfahrungen oder Literatur zu kg/ha?


    Danke und viele Grüße


    Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    zum Thema gibt es sogar hier schon Intressantes zu finden, vielleicht kommst Du über die Inhalte weiter.


    Mein Herr Papa hat einen Gartenteil vor lauter Bienenpflege damit eingesäht:Beflogen wird er!


    Im Netzt gibt es Angebote zu Rotkleehonig aus Norddeutschland, da meldet sich bestimmt noch jemand mit persönlicher Erfahrung in Sachen Honigertrag.



    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Moin moin


    20-150kg/ha Zuckergehalt des Nektars 17-70 von Juni bis September Pollen und Nektar 3 (gut)
    So steht es im Buch: Bienenweide von Günter Pritsch.


    Ich denke das hängt aber auch Boden und Wasser ab.


    mfg Heini

    Arbeit ist teilweise doof, Arbeit an den Bienen geht, Bienen bei der Arbeit zu gucken macht Laune

  • Wenn deine Bienen eine ausreichende Rüssellänge haben können sie im Rotklee einiges finden. Hauptsache der Landwirt verwendet den Klee nicht als Grünfutter und mäht die Flugbienen mit weg. Bis Ende der 80iger Jahre haben wir hier den Rotklee regelmäßig angewandert (heute wird keiner mehr angebaut) es war nie eine üppige Tracht, aber etwas kam immer zusammen.

  • Trifolium repens (Weissklee oder Kriechklee) hat in Europa eine weite Verbreitung und die kurzrüsslige Honigbiene kommt sehr gut an den Nektarspiegel der Röhren. Hingegen wird der Rotklee, Trifolium pratense, fast nur von den langrüssigen Hummel gut beflogen. Nach dem ersten Schnitt kann aber auch der Beflug durch Honigbienen zunehmen, da die Blütenröhren kürzer sind.

    - Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis -

  • Hallo Bernhardt,
    Ich bin bis zu Wende immer in den Rotklee mit ca90 Bienenvölker gewandert.
    Ergebnis warme feuchte Nächte so wie warme Tage bringen einen mäßigen bis guten Erfolg,leider hat man das nur im Küstenbereich ( Beispiel Insel Poel Ostsee ) ist immer noch beliebt zum An-wandern. Nicht mit Geld, ist der Polleneitrag zu bezahlen,starke Völker sind eine Voraussetzung,es gibt wie in der Haide auch Bienenverluste.


    Gruß Jürgen

  • Zitat

    Ich denke das hängt aber auch Boden und Wasser ab.


    Und vom Hummelbesatz und Schnittzeitpunkt. Verkürztes Wachstum/ Blütengröße nach Schnitt und Trockenheit könnte den Bienen in die Karten spielen.
    Gruß Peter

  • In sehr trockenen Sommern ist der Blütenkelch des Rotklees kürzer als sonst und kann dann wohl von Bienen als Trachtquelle genutzt werden. Aber das weiß man halt vorher nicht...

    "Er (der Mensch) nennts Vernunft und brauchts allein, um tierischer als jedes Tier zu sein"
    J.W. Goethe

  • Da ich vor der Wende auch Züchter der Linie 2a Steude 54 , so wie der Linie Meyerhoff - Ruttner 4a / 1b war, haben wir bei der Selektion auch die Rüssellänge mit beachtet.


    Gruß Jürgen


    Aber jetzt muß ich erst das Skispringen sehen