offener Gitterboden

  • Hallo zusammen,



    ich arbeite jetzt in der dritten Saison mit der Hohenheimer Beute nach Dr. Liebig.
    Mein Gitterboden bleibt während der Wintermonate geöffnet, um eine Schimmelbildung in der Beute zu verhindern.
    Bisher habe ich tatsächlich keinen Schimmel feststellen müssen.


    Wer kann mir sagen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, den Varroaschieber wieder einzuführen? Jetzt.


    Wie lange bleibt der Boden geschlossen?


    Vielen Dank für Eure wertvollen Tipps.



    Gruß Stefan


    :eek:

  • Der richtige Zeitpunkt für den Varroa-Schieber ist wenn Du nach den Milben suchen willst. Also zum Spätsommer, kurz vor der Varroa-Behandlung.

  • Im Frühjahr willst Du den Startbefall natürlich auch wissen. Wie willst Du sonst später die Völker richtig beurteilen?

  • laßt es doch mal warm werden und die Damen etwas fliegen, dann für ein paar Tage Windel rein fertig, ich würde mal so tippen um Ostern

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine war gestern, der andere ist morgen. - Dalai Lama

  • Hallo Stefan,
    Bei mir bleibt der Gitterboden Winter wie Sommer immer offen,nur zu Varroatose - Behandlung und zum Einfüttern kommt der Schieber rein um eine Räuberei vorzubeugen.


    Gruß Jürgen

  • Vielen Dank für die Beiträge,
    jetzt habe ich vier Meinungen gehört und alle sind verschieden. Also mache ich es wie bisher: jetzt, nach dem Reinigungsflug, kommt der Schieber rein und sobald es richtig warm wird, nehme ich ihn wieder heraus.


    Gruß Stefan

  • Bei mir bleibt der Gitterboden Winter wie Sommer immer offen,nur zu Varroatose - Behandlung und zum Einfüttern kommt der Schieber rein um eine Räuberei vorzubeugen.


    dito. wenn ich bei den Völkern keinen Varroabefall messen würde.


    Möchte ich aber, etwa nach den AGT-Empfehlungen, den Befall zur Sallweidenblüte messen, s. http://www.toleranzzucht.de/fi…_Fassung_Dezember2010.pdf, Seite 32-33 dann muss die Windel mindestens 2 Wochen, besser 3-4 Wochen drinnen bleiben. Der Abfall wird wöchentlich gemessen!


    Das ist wichtig, da der Abfall der Varroen in Frühjahr durch weniger Brut oder mehr zyklische Brutanlage weit unregelmäßiger ist als im Herbst, wo ein paar Tage zur Messung reichen. Bitte nicht den Fehler machen, nun ein paar Tage den Varroaschieber einzulegen und den Milbenfall in diesen Tagen als Maß der Dinge zu nehmen. Unter zwei Wochen Abfallzeitraum machen die Zahlen jetzt im Frühjahr wenig Sinn.

  • Hallo Stefan,
    ich mache das auch so wie von Dir beschrieben. Habe gestern bei meinen Völkern die Schieber eingeschoben und oben isoliert (Filzmatte über Klarsichtfolie und noch Zeitungspapier auf die Filzmatte).


    Wer sich die Mühe macht mal nachzusehen, der wird feststellen, dass bei offenem Boden und Kälteeinbrüchen im unteren Magazin am unteren Rand der Wabe die Brut abstirbt durch Unterkühlung. Gerade bei der aktuellen Wetterlage ein Thema, wenn die Königin die letzten Tage richtig losgelegt hat und es nächste Woche tatsächlich wieder Winter werden soll.


    Man kann mit solchen Maßnahmen aber auch die Varroaentwicklung steuern. Viele Imker in B-W gehen bis September in den Wald, die versuchen die Brutaktivität bis Mai eher zu dämpfen. Wer aber ein leeres Honiglager hat und Blütenhonig braucht, der braucht starke Völker zur Obstblüte und packt seine Bienis jetzt warm ein (...so wie ich)


    Gruß Wolfgang