Beutetypen - Vor- und Nachteile

  • Hallo,


    nach vielem Lesen und sehen (leider nur einen Typ gesehen) von Beuten, möchte ich euch fragen welche Vorteile und Nachteile ihr persönlich
    bei den einzelnen Beutetypen erlebt habt.
    (Es geht mir wirklich nur um eure persönliche Erfahrung)


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Stefan,


    ich habe erst Zander in Heroldbeuten geimkert, dann umgestellt auf 12 Dadant.


    Dadant hat nach meiner Meinung mehr vorteile.
    1. Brut und Honigraum sind getrennt schon durch die Rähmchengröße
    2. Großer brutraum ist gut zu bearbeiten, zu kontrolieren keine Kippkontrolle, ohne zu heben
    3. Honigraum halbe Zarge, mehr Sortenrein
    4. Im brutraum wird mit dem Schied der Raum eingeengt oder erweitert.


    Bis denne Karlheinz

  • Die Summe aller persönlichen Erfahrungen in diesem Forum lautet: Dadant. :wink:

  • och Bernhard... du kannst das doch hier nicht so pragmatisch abkürzen... :wink:


    Also meine persönliche Erfahrung ist, dass ich bisher den Dadantbekehrungsversuchen von vielen hier bisher noch widerstanden habe... es ist wie bei allem...es ist eben nicht alles nur gut...
    Aber es war toll letztes Jahr mal reinschnuppern zu können.


    Ich habe einen getroffen, der hält Bienen in Zander einräumig. Das fand ich ziemlich cool, weil man die Vorteile von nur einem Rähmchenmaß hat und den Vorteil von einzargigem Brutraum... aber: Nachteil: du musst jede Woche eine Wabe rausnehmen und eine MW reintun. Was widerrum auch nicht nur doof ist: du kannst jede Wochen nen ableger machen und die Wabenerneuerung ist rasant. Für mich scheidet das aber deswegen aus, weil ich nicht sicherstellen kann, dass ich konsequent alle 7 Tage dran bin.


    Aber das ist grad OT...denn das ist ja keine PERSÖNLIche Erfahrung :-)

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.


  • Hallo Stefan,
    ich habe mit Segeberger Beuten und Hoffmannsrähmchen angefangen.
    Was mich persönlich genervt hat, war :
    .... das schwere,unhandliche Heben der Honigräume und des oberen Brutraumes.
    .... die Quetscherei der Bienen durch die Falz an Deckel und Zargen.
    ....der nichtvorhandene Beespace zwischen Rähmchen und Deckel. Damit die Bienen nicht anbauen, wird Folie auf die Rähmchen gelegt. Dadurch entstehen Wachsbrücken. Das Abkratzen fand ich und die Bienen total ätzend.
    ....dass ich persönlich keinen genauen!! Überblick, über das auf zwei Zargen verteilte Brutnest hatte.
    ....dass die Königinnensuche immer sehr zeitraubend war.
    .....dass ich an diesen Beuten nicht basteln/schrauben konnte.
    ....die unbequeme Arbeitshaltung. Entweder ist der untere Brutraum zum Bearbeiten zu niedrig, oder der obere bzw. Honigräume zu hoch.
    ....dass die Hoffmannsrähmchen manchmal so fest verkittet waren, dass ich sie beim Lösen in Einzelteile zerlegt habe.



    Wenn ich jetzt noch mal so überlege, gab´s für mich persönlich keine Vorteile mit DNM-Segeberger-Hoffmannsrähmchen.
    Mein perönliches Fazit:
    Hoffmänner gehören auf den Scheiterhaufen und Segeberger in die gelbe Tonne.:cool:


    Nun arbeite ich mit Holzbeuten (Zandermaß mit DNM1,5 Rähmchen im Kaltbau) ohne Falz, ohne Folie, mit ordentlichem Beespace zwischen Deckel und modifizierten Rähmchen.
    ...keine Bienenquetscherei beim Rähmchenziehen oder Deckelaufsetzen.Keine elendige Wachsabkratzerei. Dadurch friedlichere Bienen. Beim Arbeiten kaum noch Rauch nötig.
    ....große Brutraumwaben, die mir einen super toller Überblick auf´s komplette Brutnest geben.
    .....Königinnen sehe ich bei jeder Durchsicht, auch wenn ich sie gar nicht suche.
    ...kleine Honigräume, höchstens 15kg schwer d.h. ich kann jederzeit gefüllte HR ohne Schwierigkeit abheben ohne auf, an Zeitmangel leidende,"Mitarbeiter" angewiesen zu sein
    ....rückenfreundliche Arbeitshöhe, da der Brutraum erhöht, in für mich bequemer Arbeitshöhe, steht.
    ...nur noch 11-12 Waben bei Schwarmstimmung durchschauen.
    ....durch das Schied immer angepasster Brutraum auf die Volkstärke.
    ....mehr Naturbau im HR.



    Seit letztem Jahr steht noch eine (Leih-)Golzbeute in meinem Garten.
    Persönlich finde ich die Arbeitshöhe und den Überblick auf Brutraum-u. Honigraum sehr angenehm.
    Für die Milbenfallberechnung-u. Milben/Gemüll-Beseitigung finde ich den geschlossenen Boden unvorteilhaft.
    Brut-Rähmchen ziehen sich schwerer( da einige doch an ASG angekittet werden) als in DNM 1,5.
    Unschön und nervig fand ich letztes Jahr, dass meine Bienen alle WZ zwischen Rähmchenseitenteilen und ASG angepappt haben.


    Zur Honigernte und Einlagerung kann ich leider noch nichts sagen.


    Dann gibbets noch eine Christ-Schaubeute in meinem Garten.
    Mit Stabilbau möchte ich nicht imkern bzw. Honigernten wollen.
    Ist mir persönlich zu unflexibel.
    Die Christbeute ist für mich eine reine Spielkiste bzw. Schaubeute für bieneninteressierte Kundschaft.


    Soch...jetzt hast Du meine persönliche Erfahrungen.


    Ich frag mich nur was Du mit persönlichen Erfahrungen von anderen Imkern anfangen willst.


    Ich finde es geht nix über selber testen, besonders wenn´s um Beuten und deren Betriebsweise geht..:wink:
    ....... denn was mich persönlich nervt, finden andere vielleicht total super toll.
    z.B. Oberträger-Wachsabkratzerei und schwere Honigräume abheben.:lol:


    Sonnige Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

    Dieser Beitrag wurde bereits 6 Mal editiert, zuletzt von helianthus () aus folgendem Grund: Christbeute vergessen

  • Die Summe aller persönlichen Erfahrungen in diesem Forum lautet: Dadant. :wink:


    Tja....kein Wunder......bei dem Intellekt, welches hier im Forum vorherrscht.:wink:



    Herzliche Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Tja, danke Regina für das genaue Beschreiben der Handhabung der Segeberger Beuten.
    Somit ersparst Du mir das Geschreibsel.


    Ich kann Dir in allen Punkten bezüglich "was mich genervt hat" nur voll und ganz zustimmen.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Ein kleines Beispiel, was am zweigeteilten Brutraum (ich imkere in Herold-Beuten) sehr schön ist: Die Überwinterung erfolgte 2-magazinig. Diese Woche konnten wir einfach die untere Zarge von 80-90% der Völker einfach wegziehen. Die Bienen sind über den Winter entlang ihrer Futterreserven vom B1 in den B2 gewandert. Jetzt kommen die alten Waben einfach raus. Damit ist der Wabentausch sehr gut machbar, jedenfalls einfacher als bei großen, einräumigen Bruträumen.


    Bei Beuten mit Falz muss man zwischen Außen- und Innenfalz unterscheiden. Der Außenfalz (wie eine Treppe nach _unten_ von Magazininnenseite nach außen) ist fürs kippen schwierig, wenn nicht - wie bei der alten Nenninger-Beute - eine zusätzliche Leiste da ist. Dann muss man für die Kippkontrolle das Magazin über den Falz heben, was doof ist. Bei einem Innenfalz - wie bei der Heroldbeute - ist der Falz aber sehr vorteilhaft, da beim Kippen das Magazin nicht nach vorne wegrutschen kann.


    Mit den Falzen ist die Heroldbeute aufwändig in der Herstellung. Wenn selber werkeln wichtig ist, würde ich die Hohenheimer nehmen.


    Die Erlanger fand ich nicht so dolle: Innenmaß in der Breite zu gering, zumindest bei 37er Rähmchen. Auch die anderen Vorteile wie Futter-Wander-Zarge und die Wandersicherung lesen sich im Buch schön, funktionieren so aber nicht in der Praxis. Die Wandersicherung hält nicht zuverlässig, du brauchst also doch noch einen Gurt und von unten Füttern ist auch nicht optimal (brutnestfern, Gefahr vom Verschütten beim Einschieben des Trogs ...)


    Ach ja: Ein wichtiger Ergonomie-Faktor sind gescheite Griffe!! Die Griffmulden wirken zwar praktisch (wenig Platzverlust auf dem Hänger ...) spätestens nach dem zweiten angerissenen Fingernagel wird man aber das Fluchen anfangen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Clemens ()

  • Hallo Clemens

    Jetzt kommen die alten Waben einfach raus. Damit ist der Wabentausch sehr gut machbar, jedenfalls einfacher als bei großen, einräumigen Bruträumen.


    Bitte nicht pauschalisieren.
    Für Dich persönlich, ist diese Wabenerneuerung einfacher.:wink:


    Für mich ist sie einfacher im großen Brutraum.


    Genauso, wie für manches Imkerlein die Kippkontrolle die einzig, wahre, seligmachende Methode zur Schwarmstimmungserkennung ist.
    Für mich nicht.Ich muss keine schweren Zargen kippen. Um zu erkennen, ob Schwarmstimmung vorliegt, ziehe ich nur ein oder zwei Waben und seh´s dann, ohne mir den Hals/bzw die Wirbelsäule zu verrenken. Leider bzw. GsD bin ich nicht so stark, wie Frau Dr. Aumeier, die sogar mit Honigräumen in der Hocke Zargen kippen kann.


    Ich persönlich mag z.B. auch keine ausgedienten Honigraumwaben in meinen Brutraum hängen.


    Mein Fazit:
    Seitdem ich mit großem Brutraum imkere fühle ich mich wie eine Minimalistin.
    Die mit dieser Betriebsweise doppelt soviele Völker in der gleichen Zeit bearbeiten kann, als wie(:cool:) früher zu ihren Segebergern Zeiten.
    Mit wenigen Handgriffen und wenig Zubehör kann ich die Bienen lenken.
    Ich muss meine Zeit nicht mehr mit z.B. umständlichen Zwischenbodenableger vergeuden.


    Der einzige Nachteil (für mich persönlich) der mir beim "großen Brutraum-kleine Honigräume" einfällt ist der, dass ich, seitdem ich Honig aus halben Rähmchen ernte, einen höheren Wassergehalt habe.
    Vielleicht Zufall oder vielleicht liegt es daran, dass die Bienen die kleinen Waben schneller verdeckeln und nicht so oft zum Trocknen umtragen, wie im 1,0er Maß?
    Egal....mit diesem einzigen Nachteil kann ich leben, da für mich (persönlich):wink: die gefühlten "tausend" Vorteile überwiegen.


    Herzliche Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Ich imkere ja hauptsächlich mit Warré, einer Magazinbeute, welche etwas größer als das Miniplussystem ist. :wink: Untenstehend meine persönliche Zusammenfassung der Vor- und Nachteile, die sich aber nur bedingt auf andere Systeme übertragen läßt. Bedingt deswegen, weil die kleineren Abmessungen der Warré-Magazine feine Unterschiede produzieren.


    Persönliche Erfahrung habe ich des Weiteren mit Stülpern, Mellifera-Einraumbeuten, Stabilbau in allen möglichen, großen und kleinen Kisten, Segeberger Beuten und T120-Trogbeuten. Segeberger und T120 in einfachem DeutschNormalMaß. Beide letztgenannten habe ich heute noch neben den Warré im Betrieb. Dazu habe noch zwei Trogbeuten umgebaut auf Dadant- und Langstrothmaß. Aber erst letztes Jahr und daher noch wenig Erfahrung. Nachdem ich ich an die ultraleichen Waben gewöhnt habe, gefallen mir die "Schinken" aber bisher nicht so wirklich.


    Warré und T120-Trogbeuten gefallen mir bisher am besten und ich habe mich darauf eingeschossen.



    Vorteile


    Die kleinen Abmessungen der Beute, dadurch...


    - durch die kleinen Maße der Waben werden die Bienen nicht dazu verleitet, den Honig seitlich des Brutnestes abzulegen, daher:
    - Brutnest verhonigt nicht so schnell (wenn Honigräume aufgesetzt werden.)
    - schnellere Annahme der Honigräume
    - Honigwaben werden schneller gebaut, gefüllt und verdeckelt
    - Ernte auch bei schlechten Trachtbedingungen
    - Trachten sind sauberer zu trennen, da Waben von einer Tracht schnell gefüllt werden
    - schnelleres Auffinden der Königin (bei Rähmchen)
    - Saubere Trennung von Brut, Honig und Bienenbrot ermöglicht mannigfaltige Manipulationen
    - vergleichsweise leichtes Gewicht der Zargen, kein schweres Heben => Wanderung
    - auch kleine und schwache Völkchen gedeihen gut in den kleinen Zargen
    - keine "kalten Ecken", von Bienen unbesetzt. Alle Waben gut besetzt und gepflegt. Nestduftwärmebindung.
    - kostengünstig zu bauen (vergleichsweise wenig Materialbedarf)
    - kleine kompakte Zargen ermöglichen einen schnellen Überblick auch bei der zargenweisen Bearbeitung
    - schnelle Ablegerbildung


    Gleich große Magazine für Ableger, Brut, Honig und Zucht ermöglicht Standardisierung.


    - ökonomisch/effizient
    - zargenweise Bearbeitung (statt rähmchenweise)


    Mit dem Giebeldach sieht so eine Warrébeute hübsch aus.


    Gute Überwinterung bei wenig Futterbedarf


    Hohe Anpassungsfähigkeit


    - dadurch Wahl zwischen intensiver oder extensiver oder Mischbetrieb extensiv+intensiv
    - Anpassung an klimatische Bedingungen, an Trachtbedingungen und an die Bedürfnisse des Imkers





    Nachteile


    Die kleinen Abmessungen der Beute, dadurch... 
     
    - Beschränkung des Brutnestes in der Horizontalen
    - Saubere Trennung von Brut, Honig und Bienenbrot trennt Brut räumlich vom Brutfutter
    - Volk kommt (beim Untersetzen) leicht in Raumnot: Verhonigen des Brutnestes, Schwarmstimmung
    - große Ernten sind nicht ohne intensive Maßnahmen (Aufsetzen, Schwarmverhinderung, Umweiseln, Wanderung, usw. usf.) zu erwarten
    - das "Überquellen" der Bienen. Von oben Rauch = Bienen gehen nach unten. Wird die Zarge dann abgehoben, quellen die Bienen aus der darunter liegenden Zarge nach oben raus und setzen sich teilweise über den Rand an die Außenseiten der Zarge. Es fehlt ein bisschen die Möglichkeit "zu flüchten". Bei standbegatteten Schwarmbienen ist das problematischer als bei Bienen, die auf Wabenstetigkeit hin gezüchtet wurden. (Bleiben auf den Waben sitzen.)



    Nachteile bei Verwendung von Stabilbau in der Warré (gilt für alle Stabilbaubeuten)


    - Zuhängen von vollen Futterwaben schwer oder nicht so einfach möglich (Notfütterung)
    - Verstärken mit Brutwaben aus anderen Völkern nur schwer möglich
    - Schröpfen durch Entnahme von einzelnen Brutwaben zur Schwarmvorbeugung nicht möglich
    - unterjährige Ernte von (einzelnen) Honigwaben nicht so einfach
    - die Suche der Königin ist schwierig
    - Ernte erst spät im Jahr möglich (falls ohne Absperrgitter gearbeitet wird)
    - Kontamination mit Varroabehandlungsmitteln und/oder Pestiziden weniger leicht zu entfernen
    - Bei Wintereinfütterung mit Zucker oder Sirup hat man im nächsten Jahr dieses Futter in der Ernte. Aber: Dadurch hohe Motivation, die Bienen auf Honig zu überwintern.


    Beuten und vor allem Zubehör ist (noch) nur schwierig käuflich zu erhalten. (Selbstbau möglich und teilweise auch notwendig.)


    Fehlende Standardisierung zu anderen Systemen, dadurch...


    - oft fehlt die helfende Hand eines Paten vor Ort, der sich damit auskennt
    - keine Möglichkeit des Austausches von Material und Bienen mit anderen Imkern vor Ort


    Oberträger als Barriere zwischen den Zargen


    - hindert am Weiterbau, unter nicht optimalen Trachtbedingungen
    - das Brutnest und damit der Legegang der Königin ist geteilt

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von BernhardHeuvel ()

  • Hallo Stefan !


    Beetic und Jule haben Dich ja schon auf div. Themenstränge aufmerksam gemacht:
    Außerdem gibt es hier eine halbwegs ordentliche Suchfunktion ...


    Hallo,


    nach vielem Lesen und sehen (leider nur einen Typ gesehen) von Beuten, möchte ich euch fragen welche Vorteile und Nachteile ihr persönlich
    bei den einzelnen Beutetypen erlebt habt.
    (Es geht mir wirklich nur um eure persönliche Erfahrung)



    Persönlich Erfahrungen sind sehr Individuell,


    @ wie Bernhard schon schrieb, Dadant ist sicherlich ein Maß mit dem sich arbeiten läst.
    und das ist hier bestimmt mehr als nur eine persönliche Meinung


    @ heliantus hat das mit den Segeberger Beuten und den Rähmchen mit Hoffmansseiten etwas falsch ausgedrückt, oder wollen wir besser sagen persönlich falsch dargestellt, man kann solche Sachen bestimmt gewinnbringender an Jungimker verkaufen.


    Wir haben mit Trogbeuten in DNM und ein Paar Magazinen (Hohenheimer) in DNM begonnen.
    Mittlerweile stehen daneben noch ein paar Magazine in DNM 1,5 mit DNM 0,5 Honigräumen.


    Die Trogbeuten aus unserer persönlichen Sicht:
    - Beute schwer zum wandern ungeeignet, zum verstellen sehr unhandlich
    - Bauartbedingt schwere Honigräume + Hebellänge über dem Trog
    - beste Überwinterung (die Völker sind stärker und brauchen weniger Futter) im Vergleich
    - Bauartbedingt = Dickwabe = große Honigvorräte pro Wabe
    - benötigt einen Freiständer oder Bienenhaus
    - man kann sehr gut einen Blick auf die Bienen werfen ohne einen HR anfassen zu müssen


    Die Magazine – einheitliches Wabenmaß - aus unserer persönlichen Sicht:
    - es ist eine Stapellei - Jedesmal - und volle Honigräume sind schwer
    - bei einem Brutraum sind da immer zu viel Bienen (oder die Völker einfach zu schwach)
    - bei zwei Bruträumen ist irgendwie immer sehr viel Honig im BR
    - die Legoimkerei wie oft beschrieben, geht auch nur manchesmal


    Die Magazine - große Brutraumwabe, kleiner Honigraumwabe - aus unserer persönlichen Sicht:
    - leichtes Heben der Honigräume (halbes Gewicht)
    - Sortenreine Honige machbarer
    - mit dem Schied lässt sich Platz für Bienen Honigmenge im BR gut steuern
    - durch das Maß DNM besteht eine gewisse Kompatibilität mit Imker im regionalen Umfeld
    - Nachteil: nicht Kompatibel mit Dadant und noch viel exotischer, aber eben Pkt.4


    Sicher finde ich auch noch das eine oder andere persönliche Argument … pro und contra … der einen oder anderen Beute !


    Das alles ist ganz persönlich … und nur persönlich !


    Gruß
    der Bienen
    Knecht
    ganz persönlich

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Genauso, wie für manches Imkerlein die Kippkontrolle die einzig, wahre, seligmachende Methode zur Schwarmstimmungserkennung ist.
    Für mich nicht.Ich muss keine schweren Zargen kippen. Um zu erkennen, ob Schwarmstimmung vorliegt, ziehe ich nur ein oder zwei Waben und seh´s dann, ohne mir den Hals/bzw die Wirbelsäule zu verrenken. Leider bzw. GsD bin ich nicht so stark, wie Frau Dr. Aumeier, die sogar mit Honigräumen in der Hocke Zargen kippen kann.



    Wie läuft denn die Wabenerneuerung bei dir? Das kann ja nur wabenweise passieren. Kann mir nicht so richtig vorstellen, dass das einfacher ist. Und was spricht gegen ehemalige Honigwaben im Brutraum? Anders herum (Brutwaben im Honigraum) möchte ich das auch nicht, wenn ich aber sehe, wie schnell ausgeschleuderte ehemalige Honigwaben bestiftelt werden denke ich, die Bienen haben da nichts dagegen. Auch wenn ich die beiden Bereiche strikt trenne, habe ich immer noch den Vorteil, nur ein Rähmchenmaß kaufen zu müssen, nur ein Mittelwandmaß, muss beim Schleuderkauf nicht aufpassen, falls doch mal alte Dadant ausgeschleudert werden sollen ...


    Mit zweigeteiltem Brutraum kann ich ebenfalls zwei Waben ziehen und schauen, ob da WZ oder Speilnäpfchen sind. dann schaut man sich aber nur 20 % der Waben an. Mit der kippkontrolle zwischen B1 und B2 sehe ich halt in alle Wabengassen. Ich muss auch keinen Zwischenableger mit zweigeteiltem Brutraum mache, du machst es jetzt ja auch nicht, ich könnte aber, mit Dadant halt nicht.


    Die Beobachtung mit dem Wassergehalt ist interessant. Erklären kann ich mir das auch nicht, ich hätte eher erwartet, dass er mit Flachzargen nach unten geht oder verwendest du Dickwaben?