Gülle und Gift die Reinigungsfahrten der Landwirte

  • Hallo


    heute morgen bei Rauhreif auf dem Weizen und satten 1 Celsius.


    Nach der Gülle jetzt das Gift. Und es ist kein Flüssigdünger


    Grüße


    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Moin moin


    das schöner Deutz, wobei mir grade einfällt warum grüßen sich Deutzfahrer am Nachmittag nicht mehr?
    Weil sie sich schon morgengs alle in der Werkstatt getroffen haben.


    ( Ich habe auch ein Deutz und bis auf die Bremsen und LEIDER GEIL ):cool:


    Aber mal im ernst bein Korn ist es ja so wie beim Menschen ohne Mampf kein Kampf wie ein alter Kamerat beim Bund immer sagte. Ich habe mich vor Jahren mal in der Einstellung von unseren Düngerstreuer vergrieffen und statt 100Kg/ha ca 180Kg/ha gestreut.
    Haben aber nur 2 ha Weizen, der Drescherfahrer wusste garnicht was los war auf dem Nachbarstück stand viel weniger.
    Aber zuviel ist auch nicht gut.


    mfg Heini

    Arbeit ist teilweise doof, Arbeit an den Bienen geht, Bienen bei der Arbeit zu gucken macht Laune

  • Hier wird grad schwarz überwinterte Fläche gegüllt. Ist jemand gespannt, was da auch dieses Jahr wieder drauf kommt?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Henry,


    noch mehr Gülle? Oder Gärrest? Und dann Mais? Hier güllt oder gärrestet man auch, mit Fleiß und großen Fässern... Im Honigkurs wurde uns Güllehonig gezeigt... Gewinnen könnte man den, bei Wassermangel und Blatttracht und aber verfügbarer Gülle... Ich weiß bloß nicht, wer den haben will.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo
    Ich habe vor ca 14 Tagen einen Treckerfahrer (Landwirt oder gar Bauer möchte ich die nicht nennen) gefragt, warum er denn Gülle auf ein zugeschneites, ca 10 cm tief gefrohrenes Feld ausbringe?
    Seine Antwort: Wenn ich die Gülle in den Bach kippe, werde ich bestraft. Aber sie kommt am Ende doch dort an, und irgend wohin muss sie ja.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • @ Dumoint: Und hast du den Herrn oder die Dame auf dem Trecker gefragt, was da gespritzt wird und warum?


    Michael : Den hättest du anzeigen können (und sollen), auf Schnee oder gefrorenen Boden darf nicht gefahren werden. Wär besser, wenn solche Typen mal eins auf die Mütze bekämen. Und ein saftiges Bußgeld + Prämienkürzung noch dazu. Solche schwarzen Schafe bleiben in Erinnerung, die Landwirte, die ordnungsgemäß arbeiten, leider nicht.


    Gruß
    Dirk

  • Anzeigen zwecklos, weil die Sperrzeit vorbei ist.
    Es gilt (in Bayern):


    Keine Ausbringung von Düngern mit wesentlichen Gehalten an Stickstoff und Posphat
    bei tiefgefrorenem Boden, der tagsüber oberflächlich nicht auftaut


    Mistgabel geht mit normalem Kraftaufwand in den Boden: Düngung möglich.
    Mistgabel geht nicht in den Boden, weil tiefgefroren - keine Düngung möglich!!
    Keine Düngung:
    Wenn die Böden durchgängig mehr als 5 cm mit Schnee bedeckt sind
    Keine Düngung auf überschwemmten bzw. wassergesättigten Böden


    ... und die Gabel hat noch jeder reingebracht, die Frage ist halt was "normaler Kraftaufwand" bedeuten soll.


    cu

  • Hallo gstrasser,


    bei uns genau ist das gleiche Problem, bei Grafing/München wurde auf 20 cm Schnee gegüllt. Im nördlichen Chiemgau gibt es nun viele Biosprit/Biogas-Bauern, die haben das gleiche getan.
    Und dies terminlich anfang Februar vor dem verordneten Ablauf der Sperrfrist am 10.Februar. Beim nächsten Tauwetter läuft der Dreck in den nächsten Bach, da der Boden noch nichts aufnimmt.
    Eine Anfrage beim Landwirtschaftsamt ergab: Anzeigen zwecklos, da eine Beweislage unmöglich. Bis da einer hinkommt, ist der Schnee geschmolzen und dann heißt es: Was habt Ihr denn, der Boden ist doch nicht schneebedeckt...
    Es fehlt das Überwachungspersonal. Leider bringen halt ein paar wenige Bauern, den Rest der Leute in Verruf.
    Ich kenne auch einige Bauern, die langen sich ans Hirn wegen dieser Idioten.
    Die kapieren nicht, welche Auswirkungen dieses viel zu frühe Ausbringen der Gülle hat. Die Sperrfrist in Bayern 10. Februar ist ja ohnehin noch viel zu früh, da bei uns da meistens noch Schnee liegt.
    Gruss,
    Christian

  • Hallo Miteinander,
    aber auf dem Schnee kann ich doch so gut ekennen, wo ich schon gejaucht habe...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Leute
    Natürlich habt ihr Recht.
    Anzeigen wäre wichtig, aber welcher Imker hat schon gerne "versehentlich" umgefahrene Beuten.
    Ich bin sicher, ihr versteht.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Sorry, mag alles nicht schön sein. Aber haben die Bauern groß Alternativen? Die Fäden werden schon seit langer ( viel zu langer) Zeit in Brüssel gezogen. Ist Bio der Ausweg? Biogas zumindest der sicherere.


    Gruß Georg

  • Hallo,


    vielleicht können wir ja den (willigen) Bauern unsere Unterstützung zukommen lassen.
    Unter https://www.campact.de/ findet ihr unter "Agrarwende" eine Petition mit der aufforderung: "Unterzeichnen Sie den Appell an die deutschen EU-Abgeordneten!"


    LGK

    "Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche." (Dr. Ernesto Guevara de la Serna)