Neuer Bienenstandort - Anmeldung & Papiere?!

  • Hallo zusammen,


    ich habe im Moment einen Standort mit 3 Völkern und möchte gerne in einer benachbarten Stadt einen weiteren Standort beziehen. Da würde ich gerne von meinem jetzigen Ort 2 Bienenvölker (1 Wirtschaftsvolk & 1 Ableger) hinbringen.


    Meine Frage hierzu ist: brauche ich ein Gesundheitszeugnis? Falls ja, wo kriege ich das her?! Ist das zwingend?!


    Und wo muss ich die neuen Bienen anmelden?


    Dazu noch: Es ist der gleiche Imkerverband (Westfälischer & Lippischer Imkerverband e.V.).


    (Ich habe auch schon in schon exitierenden Themen nach einer Antwort gesucht, habe aber nichts gefunden welches direkt auf meine Frage eingeht.)


    Vielen Dank schon im Voraus.

  • Hallo elisman,


    Du brauchst ein Gesundheitszeugnis, sobald Du Kreisgrenzen überschreitest. Dortmund ist Kreisstadt, da ist alles was nicht zu Dortmund zählt schon anderer Kreis und Du brauchst ein Gesundheitszeugnis. Beim Veterinäramt (sprich mal mit Deinem Bienensachverständigen), und ja, das ist zwingend wenn Du die Völker nicht illegal über die Grenze bringen willst.
    Ob es der gleiche Verband ist, interessiert hier gar nicht. Die haben mit der Behörde doch gar nix zu tun.

  • Moin,


    gleich werd ich gehauen - aber egal::roll:


    Du dürftest jedoch nackte Bienen, sprich einen Kunstschwarm oder Schwarm, über die Kreisgrenze verbringen. Leere Kiste am neuen Standort vorbereiten. Schwarm rein, neu bauen lassen.


    Bei der Seuchenkasse hast Du gemeldet, dort gibst Du immer die Völkerzahl an und die Standorte an, dort also den zweiten Standort noch melden/ummelden.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Hallo Elisei Rotaru. Am einfachsten ist es wenn du in deinem jetzigen Kreis bleibst. Jedesmal wenn Du über die Kreisgrenze Bienen versetzt ist ein Gesundheitszeugnis ( Gültigkeit 9 Monate ) fällig. Dazu gehst Du zu deinen Bienensachverständigen. Der kommt zu Dir nimmt eine Futterkranzprobe und schickt sie zur Untersuchung ein (Kosten = 22,50 € ).Ist der Befund negativ kannst Du mit dem schriftlichen Untersuchungsergebnis zu deinem Kreisvet-Amt gehen und Dir ein Gesundheitszeugnis ausstellen lassen ( Kosten= ca.10,00 € ). Dazu kommen die Kosten (= km Geld , Aufwandsentschädigung für seine dir geopferte Zeit usw. ) die der Bienensachverständige für seine Dienste bekommt. Dann kannst Du deine Bienen versetzen. Den neuen Standort mußt Du dann dem neuen für den Standort zuständigen AmtsVet unter Vorlage des Gesundheitszeugnisses melden. Und nicht die Meldung zur Tierseuchenkasse vergessen. Beitrag pro Stand bis zu 10 Völker 10,00 €. Jedes weitere Volk 1,00 € .Du müßtest für jeden Bienenstand ein Gesundheitszeugnis machen lassen.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

    Dieser Beitrag wurde bereits 5 Mal editiert, zuletzt von derbocholter () aus folgendem Grund: Bienenstand ein.....


  • Hallo Marion . Wo haßt Du diese Falschinfo her. Dir ist doch sicher bekannt das Bienen Faulbrutsporen in ihrem Haaren verschleppen können. Das ist ein sehr verbreiteter Krankheitsverlauf und immer wieder Festzustellen. Somit trägt deine Falschaussage zur Verbreitung der AFB bei .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Josef,
    keine Falschaussage, was Marion da verbreitet.
    Eine Gesetzeslücke, die ausgenutzt werden kann.
    Hier ist der Gesetzgeber gefragt, diese zu schließen, wenn denn geringe Faukbrutsporenmengen an Bienen zum Ausbruch der AFB wirklich ausreichen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • AFB wird meisten mit der Honigblasse weitergegeben, und die befindet sich bekanntlich in der Biene, darum Minimum 4 Tage hungern lassen

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie

  • keine Falschaussage, was Marion da verbreitet.

    :daumen:

    Zitat

    Eine Gesetzeslücke, die ausgenutzt werden kann.

    Und zwar eine gewollte und sinnvolle!

    Zitat

    Hier ist der Gesetzgeber gefragt, diese zu schließen, wenn denn geringe Faulbrutsporenmengen an Bienen zum Ausbruch der AFB wirklich ausreichen.


    So ein Quatsch! Niemand ist da gefordert. Es waren bei wissenschaftlichen Versuchen einige kg verseuchten Honigs nötig, um AFB ausbrechen zu lassen! Außerdem gäbe es sonst keine AFB-Sanierung über Kunstschwärme.



    LG André

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • AFB wird meisten mit der Honigblasse weitergegeben, und die befindet sich bekanntlich in der Biene, darum Minimum 4 Tage hungern lassen


    Das war einmal, das Hungern lassen...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.


  • Ja der politische Kreis, also Land- oder Stadtkreis oder kreisfreie Stadt. - Sei froh, dass Du noch ohne Bienen umziehst.


    @ all: Das Prozedere ist nicht überall gleich. Wir leben in einem föderalistischem Staat. Vor Ort den zuständigen Vet. fragen und dann auch so handeln.


    Deshalb ist meine 'Belegstelle' in meinem Wohnort (= gleiche Imkerverein = Wanderwart) und ca. 20 m vor der Kreisgrenze, obgleich der Förster, der selbst Imker hinter der Kreisgrenze ist, mir zwei andere Standorte anbot. Hoffentlich melden sich meine Immen auch beim Grenzübertritt immer schon mit ihren Papieren bei den zuständigen Veterinären an. ;-)


    Mit bestem Gruß und viel Spaß mit der Bürokratie und dem Wandern!
    Wolfgang, der Heidjer

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Hallo zusammen,


    und vielen vielen Dank für Eure Aussagen.


    Das was Marion da schreibt habe ich mich eigentlich auch selbst gefragt. Schwarm einfangen ist erlaubt! Tja, und dann... wo hat man das Gesundheitszeugnis her?!


    Zudem hat mich bisher noch nie jemand über ein Gesundheitszeugnis gefragt. Habe meine Bienen 2011 von meinem damaligen Referent ("Kurs für Neuimker") erworben. Er meinte damals: "das Gesundheitszeugnis schicke ich Euch später per E-Mail zu". Das Zeugnis habe ich per E-Mail nie erhalten. Auch hat mich niemand nach dem Zeugnis gefragt, als ich die Bienen beim Veterinär in meinem Ort angemeldet habe...


    Nun ja, wie dem auch sei. Ich werde mich erkundigen und mir dann ein Gesundheitszeugnis erstellen lassen, damit auch alles mit rechten Dingen zugeht.


    Viele Grüße,
    Imker Elisei