Welches Honigsieb?

  • Hallo zusammen,


    ich möchte in díeser Saison meine Siebtechnik verbessern. Die simplen Doppelsiebe waren bei uns im letzten Jahr ein echtes Problem, obwohl wir 3 Stück im Wechsel benutzt haben...


    Frage: Hat jemand von Euch einen dieser Durchlauffilter im Einsatz? Welchen würdet Ihr empfehlen?


    http://www.bienen-voigt.de/de/…ster-4-Kammern-Honigsumpf


    oder
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    [TD='class: main']Best.-Nr.: 5637 [/TD]
    [TD='width: 80%']Unterstell Siebkanne 35 kg

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    Gruß Jörg

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Jörg K. () aus folgendem Grund: komische Formatierung

  • Zitat

    Ich möchte in díeser Saison meine Siebtechnik verbessern



    Hallo Jörg!
    Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe bei meiner Imkerei schon viele techn. Belange sehr zufriedenstellend gelöst, aber das Problem des Siebens ist nicht dabei.


    Momentan bin ich da auch auf der Suche nach einer guten Lösung.


    Einen Honigsumpf habe ich mir vor Jahren nachgebaut, das Ergebnis war aber auch nicht zufriedenstellend. Baut man nur Trennschiede ein, wird ein gewisser Teil des Wachses aufgrund der Strömung mitgenommen, baut man Siebe ein, verstopfen die früher oder später, insbesondere wenn Melizitoseanteile dabei sind. Sobald die Siebe verstopft sind, fängt erst recht die Katastrophe an, das gilt auch für den Siebkübel, man muss alles zerlegen und säubern. Der Kübel/Sumpf ist voller Honig, welcher nicht mehr abfließt und man sollte die Siebe entnehmen und reinigen, eine schöne Bescherung.


    Die viel propagierten Spitzsiebe verstopfen auch über kurz oder lang. Ein großer Klärbehälter kommt wegen Platzmangel und Zeitmangel auch nicht in Frage. Ich möchte nicht tagelang den Honig in der Gegend herum stehen haben.


    An Anfang meiner Überlegungen habe ich mich mit einem Honigseparator beschäftigt. Abgesehen vom techn. Aufwang, bzw. den Kosten kommt es mir nicht erstrebenswert vor, dass während der gesamten Schleuderung der Separator läuft und Lärm verursacht. Separiert man den Honig nachträglich, muss man schwere Hobbocks heben, auch nicht erstrebenswert.


    Meine Überlegung geht momentan auf ein Endlossieb hin. Der Honig fließt durch das Sieb, sobald es verstopft ist, dreht man das Siebgewebe weiter bis unbenutzes Gewebe zum Einsatz kommt. Dieses Sieb gibt es bei mir noch nicht, das schwirrt nur in meinem Kopf herum.


    MfG
    Honigmaul

  • Hallo Josef,


    generell geht das mit dem Doppelsieb, nur bei der Schleuderung der Frühtracht sind die Siebe gern nach jedem Hobbock verstopft. Das mit der Heißluftpistole habe ich mal ausprobiert, gefällt ,mir aber wegen der Spritzerei nicht. Und ich hatte den Eindruck, daß irgendwie geschmolzene dünne Wachströpfchen auch wieder die Siebe verstopfen.


    honigmaul : Dieser Durchlaufsiebbehälter von Holtermann soll gut funktionieren, weil der Füllstand konstant bleibt (Behälter immer voll), das Wachs eher nach oben steigt und damit unten immer genug offene Siebfläche bleibt. Ich dachte nur, daß dieser große Honigsumpf (nur Trennwände - gar keine Siebe?) vielleicht auf Dauer besser ist.


    Ich könnte mir auch vorstellen den Durchlaufsiebkübel mit Deckel direkt an den Schleuderauslauf anzuschließen (Rohr, Schlauch o.ä.), sodaß er nicht überlaufen kann und ich nur den Füllstand des Hobbocks überwachen müsste.


    Gruß Jörg

  • ...bei der Verwendung von Sumpfgeräten mit mehreren Kammern, muß der Honig wirklich warm sein oder auch warm gehalten werden (Sumpfheizung oder gute Raumheizung). Andernfalls kann es Dir passieren, das der Honig dort sich nicht viel bewegt bzw. die Partikel eben nicht hochsteigen. Gerade Frühjahrshonig, der evt. etwas zu spät aus den Waben genommen wird, kommt gaaaaanz schnell in so einem Honigsumpf an die Grenze der Fliesfähigkeit.


    Wir haben unsere Schleuder mit einer Band-Heizung - unten - ausgestattet. Der Honig bleibt handwarm und fließt i.d.R. gut durch das Doppelsieb. Wir wechseln die Doppel-Siebe ca. 100 kg und seihen den frischen, handwarmen Honig sofort durch Spitzsiebe > in 28 kg Eimer.


    Jonas

  • Zitat

    Dieser Durchlaufsiebbehälter von Holtermann soll gut funktionieren, weil der Füllstand konstant bleibt (Behälter immer voll), das Wachs eher nach oben steigt und damit unten immer genug offene Siebfläche bleibt. Ich dachte nur, daß dieser große Honigsumpf (nur Trennwände - gar keine Siebe?) vielleicht auf Dauer besser ist.



    Hallo Jörg!


    Der von dir beschriebene Durchlaufsiebbehälter funktioniert genau so wie die Spitzsiebe die im Honig stehen, nur mit dem Unterschied, dass metallische Siebe verwendet werden. Wie bereits angeführt, sie halten etwas länger als ein Doppelsieb, aber eben auch nicht ewig. Durch den Fließdruck werden Wachsteilchen auch gegen das Sieb gedrückt und verstopfen dieses nach einer gewissen Zeit, von Melizitoseanteilen ganz zu schweigen. Geh gedanklich einmal die Prozedur durch, wenn die Siebe des Siebbehälters verstopft sind, das gibt eine riesen Patzerei. Da ist mir die Spitzsiebvariante schon lieber, da kann man zumindest das Sieb heraus heben und ein neues einsetzen.


    Im Honigsumpf sind normalerweise nur Trennwände, aber ich habe die versuchsweise gegen Siebe ausgetauscht, war auch nicht erfolgreich.


    MfG
    Honigmaul


  • generell geht das mit dem Doppelsieb, nur bei der Schleuderung der Frühtracht sind die Siebe gern nach jedem Hobbock verstopft.


    Hallo Jörg,
    ich nehme beim Schleudern nur noch ein Großsieb das ich ab und zu reinige oder austausche und die feinen Bestandteile steigen auf und befinden sich nach ein paar Tagen an der Oberfläche, wo ich sei dann entferne.

  • ...nur noch ein Großsieb das ich ab und zu reinige oder austausche und die feinen Bestandteile steigen auf und befinden sich nach ein paar Tagen an der Oberfläche, wo ich sei dann entferne.


    Hallo Thomas,


    das habe ich auch schon durch. Mit dem Abschäumen habe ich aber nicht alle Wachspartikel erwischt. Das Ergebnis waren Fettaugen im Tee und Leute, die mich gefragt haben, was das für komische Krümel im Honig waren...


    honigmaul : Ich dachte mit der Durchlauffilter-Variante den Versuch mit den Spitzsieben überspringen zu können.


    Gruß Jörg, der schon vor lauter Vorfreude seine Hobbocks durchgezählt hat

  • Ich ärgere mich da nicht mehr und lasse den Honig eine Nacht klären. Oft reichen schon wenige Stunden aus. Dann wird abgeschäumt. Dann lasse ich, bis auf einen Bodenrest, den Honig durch das Vertikalsieb laufen. Die Bodenreste gehen zum Schluss durch. Ich habe den Ärger mit dem Sieben satt. Übrigens, vor über 100 Jahren hat man das auch so gemacht.


    Ein prof. Honigsumpf hat immer einen Heizmantel.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Kollegen
    Aus der (geheizten) Schleuder durch ein Grobsieb in Hobbocks.
    Vor dem Abfüllen muss der Honig ja eh wieder aufgetaut werden und geht durch den Melitherm. Sehr viel bleibt da aber nicht zurück an Rückständen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • ...lasse den Honig eine Nacht klären. Oft reichen schon wenige Stunden aus. Dann wird abgeschäumt. Dann lasse ich, bis auf einen Bodenrest, den Honig durch das Vertikalsieb laufen. Die Bodenreste gehen zum Schluss durch...


    Hallo Remtalimker,


    dann füllst Du zuerst in Hobbocks mit Ablasshahn oder kippst Du sie um?


    Gruß Jörg

  • Hallo Thomas,
    das habe ich auch schon durch. Mit dem Abschäumen habe ich aber nicht alle Wachspartikel erwischt. Das Ergebnis waren Fettaugen im Tee und Leute, die mich gefragt haben, was das für komische Krümel im Honig waren...


    Hallo Jörg,
    ich habe das wohl nicht ganz zu Ende geschrieben. Den Honig aus dem Hobock mit Ablaufhahn lasse ich, nach dem Abschäumen, nochmal langsam durch eine feines Sieb laufen. Das wäre auch die Gelegenheit dabei ein Seihtuch einzulegen, wenn man möchte.


    P.S. Bevor ich Hobock´s zähle warte ich erstmal ab wie viele starke Völker auswintern.:wink:


  • Hallo Jörg,
    so sieht das aus. Ich habe fünf solch große Abfüllkübel. Sind die beim Schleudern voll, dann ist für diesen Tag Feierabend. Wie kommt man zu fünf Kübeln. Einen kauft man, einen klaut man (letzteres schadet dem Ansehen). Wird eine Imkerei im Frühjahr aufgelöst, gieren alle nach Völkern. Bescheiden wie ich bin, nehme ich Altblech zur Entsorgung mit und dann gibt es oft günstig Kübel ohne Quetschhahn. Da macht man dann einen rein. Ich war mal der Meinung, mein Honig kommt nur noch in Edelstahl.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: