Flugloch Verschlossen

  • Liebe Imker,


    gestern fragte mich ein (sehr)Jungimker nach meiner Meinung:


    Wie immer es auch passiert sein möge, ein Flugloch seiner Beute war beim gestrigen Besuch verschlossen.
    Beim Öffnen kamen ihm selbstverständlich x-viele tote Bienen entgegen gefallen. er fragte verzweifelt im Rat.


    Flugloch frei räumen und Gitterboden frei räumen - so mein Rat - und dann horchen, ob überhaupt noch was summt.


    Der Mann überwintert seine Völker auf offenem Gitterboden, aber meine Hoffnung auf Leben in der Beute ist gleich Null.


    Er fragte, warum ich glaube, dass alle tot sind, für ausreichend Belüftung sei doch gesorgt.


    Nun ja, wenn der Gitterboden voll mit toten Bienen liegt , ist m.E. nicht dafür gesorgt.
    Vielmehr jedoch denke ich, dass die Bienen, welche bei den hier im Januar herrschenden milden Witterungen gerne einen Reinigungsflug gemacht hätten ( bei mir schon geschehen!)
    Ich vermute eher eine starke Verschmutzung der Beute von innen.
    Ich hätte ihm sagen sollen, dass er mal dran riechen muss - hab ich leider vergessen.


    Nun meine Frage an Euch "erfahrene" Imker: Hat so ein Volk überhaupt eine Überlebenschance?


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Anni


    Wenn keine anderen Störungen oder Futtermangel vorhanden ist, hat das Volk gute Überlebenschacen. Hätte sich das Volk aber reinigen können, zum Beispiel bei Flugwetter,Panik und verbrausen wäre dann die Folge, das wäre Pech. Aber Luft bekommt es von unten noch genug,meiner Meinung nach. Bei Krankheit und starkem Milbenbefall, sähe es schlecht aus.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Miteinander,
    da war wohl ei besorgter Mitmensch der Meinung, die armen Bienen würden mit offenem Flugloch bei dem Wetter frieren...
    Viele Grüße
    Lothar
    der meint, mit offenem Gitterboden dürfte das Volk genug Luft bekomen haben.
    Schließlich war Einsperren von Völkern bei einigen Betriebsweisen früher üblich.

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo,


    Ich kam vor einer Woche zur routienemäßigen Kontrolle meines Standes.
    Da hat doch irgend ein Witzbold vor den Fluglöchern meiner Völker im Bienehaus eine Hartfaserplatte davorgestellt (Hatte diese im Unterstand "geparkt")
    Wer klettert bitte über den Zaun, um sowas zu tun? Tippe auf Lausebengels :-) War bestimmt ein rießen Spass.

  • Ja, diese "Witzbolde" kenne ich leider auch, ein Glück aber nur vom Hörensagen.
    Umgetretene Kästen, Feuerwerkskörper in den Fluglöchern.
    Ja..was haben wir schon gelacht.......


    Übrigens: Der Mann mit der verschlossenen Beute hat sich noch nicht gemeldet.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.