Fütterung später Winter

  • Hallo zusammen,


    meine beiden Ableger aus 2012 sind bisher noch am Leben (juhu).


    Winterbehandlung mit Oxalsäure habe ich hinbekommen, keine erhöhten Bienenverluste danach. Klopfen wird mit aufbrausen beantwortet und die Abdeckfolie zeigt Schwitzwasser auf.


    das eine Volk hatte viel eigenes Futter und zusätzlich einen Eimer Apiinvert eingelagert (zweizwargig). Hier sehe ich noch keine Biene in der oberen Zarge und eigentlich alle Waben verdeckelt.
    Volk zwei tat sich etwas schwerer mit Ausbau und Futtereinlagerung, hatte geschätzt 5-6 Kilo weniger als das andere, jedoch auch einen Eimer Apiinvert eingelagert.
    Hier sehe ich in der oberen Zarge nun jedoch schon Bienen in einer Gasse sitzen und fast nur offene Waben.


    Ich glaube ich muss demnächst zufüttern. Die Frage ist, soll ich dem anderen Volk ein-zwei Rähmchen entnehmen und einhängen oder soll ich lieber Apiiinvert in Futtertaschen ans Brutnest hängen?


    Vom Aufwand/Kosten ist es mir eigentlich egal. Frage mich nur, ob es einen Unterschied zwischen frischem Apiinvert und bereits eingelagertem gibt, welcher dem Volk helfen könnte.

  • Ich glaube ich muss demnächst zufüttern. Die Frage ist, soll ich dem anderen Volk ein-zwei Rähmchen entnehmen und einhängen oder soll ich lieber Apiiinvert in Futtertaschen ans Brutnest hängen?


    Vom Aufwand/Kosten ist es mir eigentlich egal. Frage mich nur, ob es einen Unterschied zwischen frischem Apiinvert und bereits eingelagertem gibt, welcher dem Volk helfen könnte.


    Ich würde nur FT auflegen, aber erst wenn es wirklich nötig ist, im März ist es dann auch schon wärmer, Futterteig-Fladen, direkt auf Rähmchen legen, und darüber gut zudecken


    Mein Rezept für FT ist


    In eine Kunststoffsack oder Vakuumsack


    1Kg Puderzucker
    100Gramm Honig den ich mit ca, 75 ml warmen Wasser verdünne beifügen, gut verschliessen, einwirken lassen, am besten mehrere Tage oder sogar Wochen, bei mir Minimum 1Monat


    Diesen Fladen dann unten kleine Öffnung schneiden 1 x 3 cm und rauf auf die Rähmchen, und das jede Woche neu bis es genug Tracht gibt


    Dieser FT hat ca. 9% Wassergehalt

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie



  • Wäre natürlich eine einfache Lösung. Leider habe ich mit diesen zwei Ablegern begonnen und daher noch keinen eigenen Honig zur Verfügung.

  • Wäre natürlich eine einfache Lösung. Leider habe ich mit diesen zwei Ablegern begonnen und daher noch keinen eigenen Honig zur Verfügung.


    Hallo patrick, dann bleibt nur wie oben geschrieben, Waben an den Bienensitz hängen.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Patrick


    wenn ich richtig gelesen habe, sind die Waben in der 2. Zarge noch voll, nur nicht verdeckelt. Das heißt sie konnten das im Herbst nicht mehr tun, weil das Volk zu klein war oder das Futterangebot zu groß. Das andere Volk hat in der 2. Zarge verdeckelte Waben und die Bienen belagern noch nicht ein Teil davon. Dann bin ich der Meinung das Volk hat zuviel Futter, bei 10 Waben sind das mindestens 20 kg.
    Schaue dir das nochmal genau an und füttere nicht, nach deiner Beschreibung ist genug Futter drin.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Nicht ganz korrekt.


    Volk 1: obere Zarge noch verdeckelt (wohl noch viel Futter, ja)
    Volk 2: Bienen schon teils oben, Waben offen, leer. -> Das Volk hat etwas langsamer gebaut und eingelagert (auch etwas schwächerer Flugbetrieb im Sommer)


    Aber dann kann ich ja wohl getrost ein bis zwei volle Futterwaben aus dem Nachbarvolk entnehmen und diesem zuhängen. Sollen diese besser in die untere Zarge nebens Brutnest oder in die obere Zarge statt einer der leeren?

  • Aber dann kann ich ja wohl getrost ein bis zwei volle Futterwaben aus dem Nachbarvolk entnehmen und diesem zuhängen. Sollen diese besser in die untere Zarge nebens Brutnest oder in die obere Zarge statt einer der leeren?


    patrick,wenn oben kein Futter in der Zarge ist, solltest Du darüber nachdenken die Zarge komplett zu entfernen und dann die Futterwaben ( mehrere sonst mußt Du in Kürze wieder die Bienen stören) unten reinhängen.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo,


    ich würde vor solchen Aktionen zuerst den Futterstatus bestimmen. Das geht am besten, indem man das Volk wiegt und das Leergewicht abzieht. Das ist nicht kompliziert: Federwage für 10€ im Baumarkt kaufen, eine Vorrichtung zum seitlichen Anhängen der Beute bauen und von links und rechts oder von vorn und hinten wiegen und beide Werte addieren.
    Die andere (schlechtere) Alternative wäre eine kurze Durchsicht nach dem Reinigungsflug an einem Flugtag und visuelle Beurteilung der Futtersituation. Der Blick von oben durch die Folie gibt kein reales Bild.
    Wenn jetzt noch mindestens 5kg im Volk wären, würde ich in Ruhe und ohne Hektik auf einen warmen Tag warten und nachfüttern. Wenn noch 10kg im Volk wären, würde ich nichts tun.
    Nur wenn tatsächlich weniger als 5kg im Volk wären, würde ich Futterwaben zuhängen. Aber bitte: Bevor einem anderen Volk Futterwaben weggenommen werden, würde ich auch dessen Futterstatus bestimmen!


    Gruß Ralph

  • Ich habe leider das Leergewicht der Beuten nicht bestimmt bevor Sie bevölkert wurden. Könnte höchsten eine Leerzarge wiegen, x2 nehmen und Pauschal nochmal das selbe für Boden/Deckel aufaddieren.


    Dann bleibt die Frage: welches Gewicht nehme ich denn für das Volk an? Ist denk ich mal auch keine Pauschale Sache - oder lässt sich so einfach sagen bei Gesamtgewicht-Beute=7 KG sind ca. 5 Kg futter vorhanden?

  • Ich habe leider das Leergewicht der Beuten nicht bestimmt bevor Sie bevölkert wurden. Könnte höchsten eine Leerzarge wiegen, x2 nehmen und Pauschal nochmal das selbe für Boden/Deckel aufaddieren.


    Gute Idee!:daumen:
    Gewicht von Rähmchen und Waben nicht vergessen!


    Zitat

    Dann bleibt die Frage: welches Gewicht nehme ich denn für das Volk an? Ist denk ich mal auch keine Pauschale Sache - oder lässt sich so einfach sagen bei Gesamtgewicht-Beute=7 KG sind ca. 5 Kg futter vorhanden?


    Rechne mit maximal 20000 Bienen+Brut = ca. 2kg. Es kann auch 1kg weniger oder mehr sein. Gegen die geforderte Futtermenge von 5kg oder 10kg fällt der mögliche Fehler nicht ins Gewicht.


    Gruß Ralph