• Guten Tag,


    als Leser gibt es mich hier im Forum schon 3 Jahre. Ich habe hier schon viele Informationen erhalten und beim Lesen auch beglückende Stunden gehabt, Danke.


    Als Schreiberling bin ich erst seit heute hier aktiv. Darum stelle ich mich mal vor: Ansässig bin ich in Plauen im sächsischen Vogtland. Das ist nahe des Dreiländerecks Sachsen-Thüringen- Bayern/Franken wo es im Winter kalt und schneereich aber schön ist. 2010 habe ich über unseren Imkerverein über das ganze Bienenjahr einen Imkerkurs gemacht. Dort habe ich eine Betriebsweise a la Hohenheim gelehrt bekommen.


    Meine ersten Bienen war ein Ableger von meinem Imkerpaten. Inzwischen bin ich durch eigene Ableger, geschenkt bekommene Naturschwärme und eigene Kunstschwärme aus Brutscheune nach totaler Brutentnahme bei 10 eingewinterten Völkern angelangt. Die Bienchen sind (bisher) Carnica(-haltig) An Reinzucht von Carnica oder Buckfast habe ich keinerlei Interesse, an "Landbienen" und Dunklen Bienen keimt es auf.


    Meine Völker stehen alle im Freien auf einem Acker am Stadtrand. Ich betreibe eine Standimkerei mit guter "Stadtrandtracht" inmitten von Kleinbebauung und dutzenden Kleingartenvereinen im Flugkreis. Ich imkere im Zandermaß in falzlosen Magazinbeuten aus Holz mit je 10 Rähmchen. Varroen vermindere ich durch Entnahme von Drohnenbauwaben, durch min 2xAS-Verdunstung mit Nassenheider vor und nach Auffütterung und durch Oxalsäure-Träufelung im Dezember. Bei (Kunst-)Schwärmen habe ich auch schon mal Sprühen mit Milchsäure versucht.


    Schon in meinem ersten vollen Bienenjahr habe ich gemerkt, dass die Imkerei und Schwarmkontrolle mit 2 Bruträumen mir zu stressig ist. Da theoretisch - und bei Könnern wohl auch praktisch - ein Zander-Brutraum ausreicht, habe ich im Sommer auf einen Brutraum reduziert. Eingefüttert habe ich immer zur Sicherzeit auf 2 Zargen. Die Imkerei mit einem Brutraum möchte ich weiterführen, nur ist für mein Gefühl bei 10 Zanderwaben zu wenig Puffer: Entweder schröpfe ich zur Schwarmverhinderung zu viel und schwäche die Wirtschaftsvölker oder aber es kommt zu schnell Schwarmstimmung auf oder der Schwarm ist weg.


    Nun bin ich auf der Suche nach der "besten" Lösung, um meinen einen Brutraum zu vergrössern. Meine Beuten sind kompatible Magazinbeuten nach der AG Magazinimker. D. H. ich könnte zwischen Boden und Zander-Honigräumen auch eine Brutzarge mit gleichem Außenmaß aber anderem Rähmchenmaß stellen. Da gäbe es z.B. passende 10er Dadant-Zargen. Vielleicht gibt es auch kompatible Zargen mit Maß 1,5 Zander. Das hätte aber zur Folge, dass ich mit 2 Rahmenmaßen arbeiten muss. Ob ich das will, weiß ich noch nicht :wink: Tipps zur Entscheidungsfindung von Euch wären mir hilfreich.


    Ich habe noch eine Idee, wie ich meinen Brutraum einzargig vergrössern könnte. Dazu erbitte ich von erfahrene Praktikern Meinungen und Erfahrungen: - Einfach unter die normale Zander-Brutraumzarge eine weitere (halbe) Zarge stellen. - Bruträhmchen / Waben in die obere Zarge hängen und drauf hoffen, dass die Bienen bei weiterem Platzbedarf unten an die Rähmchen mit Naturbau anbauen. Im "Anbau" unter dem unteren Rähmchen in gewissen Phasen Drohnenbau zu haben, wäre mir nicht unlieb. Drohnenbrut könnte ich dann leicht zur Varroabekämpfung entfernen. Dass der ungedrahtete "Anbau" sensibleres Handling der Waben bei Entnahme und Kontrolle von mir verlangen würde, ist mir bewusst.


    Ach ja, meine Wabenphilosophie: Meine Mädels sollen viel bauen und Brutwaben sollen bei mir prinzipiell nicht wesentlich älter als ein Jahr werden. Totale Bauerneuerung nach totale Brutentnahme vor Abschleudern, "Neubau" durch Ableger im Frühjahr und durch Kunstschwärme aus Brutscheune im Juli/August ist der Standard, den ich anstrebe. Ich möchte möglichst zum Naturbau durch Jungvölker kommen.


    Ich freue mich auf Eure hoffentlich wertvollen Beiträge zu meinen Überlegungen zur Vergrösserung meines einen Brutraumes. Falls mich jemand auf ein neues Buch der Frau Dr. Hymenoptera verweist: Das habe ich mir vorgestern zur Erweiterung meiner Bibliothek schon bestellt :) Daneben hoffe ich auf Eure durch Erfahrungen begründeten Antworten.


    Viele Grüsse aus Plauen Stephan

    :Biene: Stephan aus dem Vogtland :Biene:

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  • Hallo Stephan


    Erst mal willkommen im Forum und alles Gute.


    Zu deinem Thema gibt es schon viele Beiträge.


    Ich würde raten, mit deinen Beuten erst mal richtig Erfahrung zu sammeln. Nebenbei schaffe dir ein bis zwei Beuten in 1,5 Zander an und teste damit. Die Zukunft ist meiner Meinung der große Brutraum, aber Honig ernten kann man in allen Beuten, wenn man es richtig macht.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • So, Stephan, nun auch noch mal im Forum Hallo und Willkommen!:p_flower01:


    Du hast also nach einem Jahr mit 2 Völkern festgestellt, dass Dir das Kippen nicht liegt. Hast Dich dann entschieden mit einem BR zu arbeiten und gleich noch auf 10 Beuten erweitert und jetzt hast Du Bedenken, dass das auch zu stressig wird - mmmm. - Schade, Du hättest vor der Erweiterung auf Dadant wechseln sollen.:wink:


    Das mit dem "anbauen lassen" würde ich lassen. Da sparst Du weder Zeit noch Nerven. Mal bricht was ab und liegt dann unten in der Beute, mal wird unten angebaut oder auch seitlich ...


    Ich rate Dir, wenn Du Dir das denn leisten willst, den Dadant - BR zu wählen und gut is. (Und vor künftigen Erweiterungen auch mal über flache Honigräume nachdenken.) OK, der Luxus, zur Bauerneuerung einen Kompletten HR als BR aufzusetzen hast Du dann halt nicht, aber Du wolltest ja eh über TBE arbeiten.




    MfG André

  • Hallo Stephan
    Auch ich arbeite mit Zander.
    2009 hatte ich mir zusetzlich noch 10er-Dadant Zargen besorgt.
    Meine bisherigen Erfahrungen:
    Während der Hauptbrutzeiten ist 10er Dadant gelegentlich fast etwas zu klein.
    Wabenerneuerung ist bei zwei Bruträumen einfacher zu handhaben.
    Überwinterungstechnisch schneidet 2 x Zander besser ab, was auch andere Gründe haben kann.
    Die Aufwandseinsparung ist für mich relativ unerheblich.
    Ich lege mir jetzt zur Erleichterung der Ernte Flachzargen zu.
    Damit kann ich gegebenenfalls auch die Größe von Bruträumen korrrigieren.
    Könnte ich nochmal bei Null anfangen, würde ich gleich 12er-Dadant wählen.
    Nun, dem ist nicht so.
    Ein Zanderbrutraum für Wirtschaftsvölker?
    Meine Bienen würden mich erschlagen, Elk

  • nur ist für mein Gefühl bei 10 Zanderwaben zu wenig Puffer: Entweder schröpfe ich zur Schwarmverhinderung zu viel und schwäche die Wirtschaftsvölker oder aber es kommt zu schnell Schwarmstimmung auf oder der Schwarm ist weg.

    Hi Stephan,
    also ich habe kompatible Langstroth & Dadant mit FlachHR in Benutzung und das Gefühl, dass die LS sogar genügen - Zander ist ja nicht viel kleiner. Es hat natürlich schon einen beginnenden Pressingeffekt, doch Schwarmkontrolle wird auch in Dadant gemacht.


    Wann beginnst du und wie genau schröpfst Du ?




    Während der Hauptbrutzeiten ist 10er Dadant gelegentlich fast etwas zu klein.

    Hi Elk, kannst Du bitte genauer schreiben was das bedeutet ? Hast Du Völker die alle 10 Waben voll mit Brut haben ?


    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hi Molle
    4 Randwaben haben Pollen und Honig, bleiben 6 Brutwaben mit Honigkränzen.
    Für ein starkes Volk wird es da schnell eng. Bei 2 x Zander bin ich entspannter.
    Ich möchte das Potenzial des Biens ungern räumlich einschränken.
    Gruss, Elk


  • 4 Randwaben haben Pollen und Honig, bleiben 6 Brutwaben mit Honigkränzen.

    Was denkst du, wie sieht das Verhältnis zwischen Rand- und Brutwaben aus, wenn Du statt 10 die 12 Waben Dadant nimmst ?


    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hallo Elk


    Wollte dir die ähnliche Frage stellen wie Molle wo ich´s gelesen habe. Mein Tipp dazu ist, ein Schied zu verwenden. Habe letztes Jahr auch 2 Völker ohne Schied laufen lassen und hatte ein ähnliches Bild. Waren im übrigen auch meine 2 Völker mit Schwarmstimmung.


    MfG Frank


    PS: da ist die Wabenerneuerung auch kein Problem mehr - bei TBE ja sowieso.

  • Das bedeutet also, dass es immer ca. 4 Randwaben sind und die Anzahl der BW sich bei höherer Wabenzahl auch erhöht ?
    Dann würde eine 14er Dadant mit 10 BR für Megavölker doch so richtig Sinn machen.


    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

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  • Hallo "Nachbar",
    vielen Dank


    [quote='Der Vogtländer','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=350926#post350926']
    Du hast also nach einem Jahr mit 2 Völkern festgestellt, dass Dir das Kippen nicht liegt. Hast Dich dann entschieden mit einem BR zu arbeiten und gleich noch auf 10 Beuten erweitert und jetzt hast Du Bedenken, dass das auch zu stressig wird - mmmm. - Schade, Du hättest vor der Erweiterung auf Dadant wechseln sollen.:wink:
    MfG André[/QUOTE


    Nach dem Jahr hatte ich schon 5-6 Völker und immer fleissig Böden, Zanderzargen und Deckel nachgekauft :) An 10 Dadant-Bruträume habe ich da auch schon gedacht. Aber in der Lehrzeit wo man seine eigene passende Betriebsweise noch sucht und Erfahrungen sammelt direkt das Maß wechseln ???


    Grüsse


    Stephan

    :Biene: Stephan aus dem Vogtland :Biene: