Volk überfüttert ?

  • Hallo, war gerade bei den Bienen, alle noch da vom Dezember. Das Volk was vorher kaputt gegangen ist, habe ich zerlegt. Es ist komplett voll Futter, es sind nur wenige Bereiche frei. Die Bienen liegen tot auf dem Unterboden.
    Was ist passiert ?
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo, Marcus,
    mein Beileid - das ist kein unbekanntes Phänomen. Ein paar Bilder wären hilfreich (gab es Brut, wo, usw). Am besten auch der Reihe nach Wabe für Wabe (von wegen Futterabriss). Auch die Gesamtbienenmenge wäre hilfreich von wegen Volksgöße. Wann hast Du zuletzt reingeschaut und wie stark waren die da?
    Und dann mach mal eine Auswaschprobe (Spüli-Methode) um zu schauen wie es mit der Varroa ist.


    Aber mach Dir nicht zu sehr Hoffnungen; gibt selten nur eine klare Antwort.


    Grüße
    Melanie

  • Hallo


    Ich bin schon der Meinung das man ein Volk "totfüttern" kann.Bei zu viel Futter bleibt dem Volk kein Raum wo sie die Wintertraube bilden können, somit auch kein Raum für Brut. Das nächste ist das sich alle vorhandenen Bienen sehr stark abarbeiten. Möglicher Weise haben solche Völker auch schon im Herbst die Königin verloren, dann bestätigt sich nochmaldas sich die Bienen abgearbeitet haben und kein Nachwuchs mehr nachgekommen ist.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo, kann es sein, dass die sich den Bauch vollgeräubert haben `? Der Nachbarableger ist schon im September ohne Königin aufgelöst worden. Vielleicht haben die sich vorher da still draus bedient. Beide Völker habe ich im Spätsommer gekauft, von einem Imker der Verschieden ist, wer weiß was in den Monaten vorher damit gemacht worden ist, nachher ist man halt immer schlauer.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Auf wievielen Waben wurde das Volk eingewintert? Welches Wabenmaß? Wieviel wurde gefüttert und wann? Wieviel Futter war schon vor der Auffütterung im Volk?


    Gruß Ralph

  • Guten Tag,


    ich hatte ebenfalls im Spätherbst einen Völkerverlust, meine Beschreibung passt zu Deiner.. wobei bei mir KAUM Bienen im Kasten waren... aber REICHLICH futter...


    ich hatte hier aber auch noch eine SEHR STARKE Spätherbsttracht, Springkraut (!!!), und habe nur noch zugefüttert! Und auch etwas zu viel zugefüttert.. ich bin mir da nicht sicher... wie viel ist zu viel.. schwer zu beantworten glaube ich...


    Die Meinungen woran dieses Volk eingegangen ist gegen in meinem Fall auseinander... PSM meinen die einen... "typisch Varroa" sagen die anderen... oder eine Mischung?


    lg manfred

  • Hallo, 22 Waben DN, habe das Volk mit 20 Liter Api Invert im August eingefüttert. Springkraut gibt es bei uns auch, aber nicht die großen Flächen. Die Waben sind doch sicher nur noch was für den Sonnenwachsschmelzer oder hält sich die Gefahr in Grenzen sie als Futterwaben zu verwenden ? Ohne Diagnose sicher schwierig hier eine Antwort zu geben.
    Hintergrund ist, gestern habe ich unten die Schieber reingemacht und einige Völker waren recht leicht.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo Marcus,


    die Einfütterung ist fast normal, die Wabenanzahl entspricht auch dem Üblichen. Die Einfütterung sollte etwas verändert werden: Ca. 15kg nach Trachtende, um genügend Platz zum Erbrüten von Winterbienen zu lassen, Ende September auf 22kg auffüttern. Dann gehen die Völker mit einem gesicherten Vorrat in den Winter.
    Wieviele Bienen liegen in der Beute? Wenn es wenige sind, wird vermutlich Varroose die Ursache sein. Wenn es viele sind, ist etwas anderes die Ursache. Dass kaum Futter verbraucht wurde, deutet auf einen frühen Zusammenbruch durch Varroa im Herbst hin.
    Falls sich keine Fütterungsmöglichkeit für die zu leichten Völker ergibt, können die Waben zur Rettung noch eingesetzt werden. Ohne Grund würde ich diese Futterwaben aber nicht verwenden, sondern ausschleudern, ausschneiden, die Rähmchen abkratzen und desinfizieren und das Futter entsorgen.
    Recht leichte Völker: In ca. 1 Monat wird man vermutlich bereits nachfüttern können. Bis dahin wären 1,5kg pro Woche ausreichend. Aufmerksamkeit ist jetzt angesagt!


    Gruß Ralph

  • Hallo Ralph, ich werde keine Waben aus dem Volk verwenden, habe es mir noch einmal überlegt.
    Diese Wochenende -2 Grad werde ich nachfüttern.
    Dazu habe ich noch ein paar Fragen.
    Ich habe ja die Bienen im Bienenhaus stehen, soll ich die Temperatur auf Plusgrade bringen, und dann die Völker aufmachen ?
    Apiinvert ist noch da, werde es in Zipbeutel füllen und auf die Bienentraube legen, die Löcher nicht vergessen. Oben drauf eine Halbzarge, damit der Deckel wieder zu geht. Soll ich in die Halbzarge über die Folie Styroporchips füllen, oder spielt der Wärmeverlust noch oben nicht so die große Rolle ?
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo, es hat prima geklappt, nach 24h war der Beutel fast leer und von den 1000ml im Beutel waren unten im Schieber höchsten 100 ml, den Rest vom Schieber habe ich auf die Rähmchenoberteile laufen lassen.
    Jetzt gibt es 7 Tage später noch einmal 1 Liter flüssig und dann wird es hoffentlich so warm, dass man Teig füttern kann.
    Habe ja nur 2 gefüttert, das hatte zwar noch Futter, es war nur eine Leerwabe zwischen Bienensitz und Futter.
    Das andere war komplett leer, die Kiste voller Bienen, welche nicht in einer Traube saßen, sondern die komplette obere Zarge belagerten.
    Die Königin ist kein Buckfast, sondern ein Brutableger den ich im Mai gebildet habe und die sich die Königin nachgezogen haben.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)