Mit wieviel Völkern beginnen

  • Da hast du aber eine ziemlich schlechte Meinung von der Imkerschaft. Also ich für meinen Teil würde mich schämen, wenn ich so mit einem "Kunden" umgehen würde. Ich selbst habe doch ein Interesse daran, dass dieser mit dem gekauften Volk zufrieden ist.
    Es gibt keine bessere Werbung als zufriedene Kunden. Das betrifft neben dem Honig auch den Völkerverkauf.
    Also bei mir kann sich der Kunde seine Völker aussuchen und die Königinnen sind GARANTIERT aus dem letzten Sommer!


    Ich wurde fair behandelt als ich mit der Imkerei angefangen habe und dies werde ich auch selbst so handhaben!:daumen:


    Ich wurde nicht fair behandelt, aber gerade deswegen und weil ich das ganz fürchterlich fand, darf ein Kunde bei mir zuerst ins Volk gucken, bevor er es sich eintütet...

    Gruß aus Hildesheim - Holger - Buckfast in Segeberger Beute - 1 1/2 DNM - Bienen seit 2006

  • Wieviel Schwärme (also eigene von Deinen Völkern) hast Du im ersten Jahr gehabt?


    Eingefangen hab so um die 10 Schwärme bisher.
    Abgeschwärmt ist noch kein Volk. Und bisher hatte ich auch nie Winterverlust.


    Eigentlich wär an dieser Stelle ein Dank an meinen Imkerpaten fällig, aber Horst liest hier ja nicht mit.


    Gruß
    Heese

    .. und es gibt doch ein Leben vor dem Tod! (Prediger 3,22)

  • Hallo, ich bin im April 2010 mit 2 Völkern gestartet, habe noch 2 Ableger gebildet, 1 Schwarm gefangen, von den eigenen Bienen. Auch 65kg eigenen Honig gab es, fand ich für den Erfolg auch wichtig. Im August habe ich noch recht günstig 2 Ableger von einem Kollegen bekommen und alle Völker haben den 1. Winter überlebt. Ich hatte aber auch einen erfahren Imker der mich unterstützt hat. Mittlerweile habe 19 Völker und alle leben noch, also werde ich auch im Frühling einige abgeben, weil so viele Völker möchte ich nicht haben.
    Viele Grüße, Heiner


  • Hallo Bernhard,
    ich habe genau die Erfahrung gemacht als Anfänger, wie Du beschrieben hast. Das Volk brütete auf fast schwarzen Waben und die Königin war laut Aussagen des Imkers "vom letzten Jahr" . Kaum Zuhause mit dem "neuen" Volk am neuen Platz fing nach Wochen der Stress an, die " Jungkönigin" war tot, das Volk somit Weisellos und ich konnte zusehen, dass sie sich eine neue Weisel aufzogen, dass zog sich erst einmal hin.


    Ich bin mit 4 Völkern gestartet und war froh, dass ich auch 3 gescheite Völker dabei hatte, also im,er aufpassen,was man so kauft.
    Ich habe keinen Imkerpaten ( was ich bislang noch nicht bereut habe ) und konnte jetzt 6 Völker einwintern, die noch putzmunter sind ( zumindestes jetzt noch ) .
    VG
    Frank

    Ich muss meine Bienen noch daran gewöhnen, dass es im Vergleich zu deutschlands mittleren Temperaturwerten im Hochsauerland bis zu 4 Grad kälter ist !!

    Einmal editiert, zuletzt von HSK ()

  • Da hast du aber eine ziemlich schlechte Meinung von der Imkerschaft.


    Ich wiederhole mich, wenn ich sage, daß ich dazu keine Meinung, sondern oben beschriebene Erfahrung gemacht habe.
    Ich finde es gut, daß ihr beim Verkauf von Völkern einen Ehrenkodex habt! So sollte es auch sein.


    Einem Anfänger jedoch sei zur Vorsicht geraten. Kauft nicht unbedingt beim Paten, sondern nehmt ihn mit zum Völkerkauf. Keine alten Kisten, keine alten Waben und keine alte Königin.

  • Kaum Zuhause mit dem "neuen" Volk am neuen Platz fing nach Wochen der Stress an, die " Jungkönigin" war tot, das Volk somit Weisellos und ich konnte zusehen, dass sie sich eine neue Weisel aufzogen, dass zog sich erst einmal hin.


    VG
    Frank


    Hallo Frank, eine KÖ stirbt nicht einfach so nach Wochen. Da bedarf es schon der kräftigen Mithilfe des Anfängers. Also schieb deine Ungeschicklichkeit nicht den Verkäufer in die Schuhe.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo
    Ich habe in meinem ersten Jahr (2011) zwei Völker aus Ablegern eingewintert. Das eine war im März 2012 weissellos; das andere ist mir nach der langen Kälteperiode Ende April abgeschwärmt. Etwas Honig zum Eigengebrauch wäre toll gewesen, aber so war halt nichts.
    Oder was meinen die Erfahreneren unter Euch zur idealen Anfängervölkerzahl?
    Gruss
    Daniel


    Hallo Daniel. Dem Weisellosen hättest Du eine Brutwabe mit jüngster offener Brut einhängen können. Und abschwärmen Ende April braucht auch kein Volk bei regelmäßiger Kontrolle im 7-9 Tage Bereich und rechtzeitiger Erweiterung. Fazit:Selbst Schuld .
    Anfängervölkerzahl? 3


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen verschneiten Morgen :)


    Es ist schade das viele Änfänger so vera... werden.
    Aber ich kenne auch ein paar Verkäufer von dieser Sorte :evil:
    Es ist aber auch sehr viel die Schuld der Käufer.
    Denn der Spruch: Geiz ist geil hält sich bei den Imkern leider immer noch sehr stark.
    Für viel dieser Imker sind für einen überwinterten Ableger 100 € zu viel und für ein Volk 130-150 € erst recht.
    In welcher Brache gibt es das sich die Investition im ersten Jahr schon auszahlt?
    Ein Bauer der eine Kuh für ca. 1500 € kauft hat doch von Ihr nicht gleich im ersten Jahr 1500 € Einnahmen.
    Ich würde nicht so über die Verkäufer schimpfen, sondern erst mal bei sich selber nach dem Fehler suchen.
    Natürlich ist es ärgerlich, aber für 50 € bekomme ich halt auch nichts gescheites.
    Rechnung für einen überwinterten 5 Wa.-Ableger im Frühjahr:


    5x Rähmchen = 5,00 €
    5x Mittelwände = 3,00 €
    1x Königin = 25,00 €
    Bienen ca. 1,00kg = 50,00 €
    Futter ca. 10 kg = 10,00 €
    _________________________________
    zusammen 93,00 €


    so dann kommt noch das Risiko das die Bienen den Winter nicht überleben.
    Und so muß der Preis auf die überlebenden Bienen umgelegt werden.


    Verdienst: 0,00 €


    Ich glaube ich lasse das einfach mal so stehen.

  • @Heike, :daumen:
    In der Rechnung ist noch nicht mal die zu erwartende Ernte enthalten.
    Ein überwintertes Volk hat für mich selbst viel mehr Wert.
    Selbst an einem Stand an dem ich nur Ableger zum Verkauf erstelle, steckt sehr viel Arbeit.
    Unter 130€ verkaufe ich nicht!
    Für die Jungimkerunterstützung helfe ich lieber, in dem ich ihn beim Aufbau eines Volkes im Früjahr unterstütze.
    Das ist dann auch die größte Chance für ihn/sie, im Frühjahr keine Bienen kaufen zu müssen.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Hallo Josef


    Ja, ich hatte sicher meinen Anteil am Geschehen. Es gibt aber schwierigere und wenige schwierigere Bedingungen, gerade für einen Anfänger. Auch kann man leider nicht immer alles genauso halten, wie man es gerne möchte. Hier in der Schweiz gibt es z.B. kein Patentsystem wie bei Euch in Deutschland (leider). Die Fehlertoleranz ist heute sicher kleiner als früher (zumindest, wenn man den älteren Imkern Glauben schenken mag). Und dann macht die Natur ja auch nicht immer so, wie es in den Bücher steht oder wie man es hier im Forum lesen kann.


    Ich habe mich an die Regel gehalten, keine Nachschau bei Temperaturen unter 10 Grad. Letzten April hatten wir hier in Bern fast vier Wochen unter 10 Grad. In diesen 4 Wochen hatten meine Mädels in aller Ruhe Weiselzellen gezogen. Als die Temperatur dann anstieg, konnte ich aus verschiedenen Gründen zwei Tage lang nicht nachschauen (habe einen Fernstand). Da war der Schwarm aber schon weg. Die Lehre, die ich daraus gezogen habe: Bei längeren Kälteperioden im frühen Frühjahr werde ich halt dennoch mal eine vorsichtige Nachschau halten.


    Das andere Volk war im März noch weiselrichtig. Nach der Kälteperiode jedoch weisellos, aber schon zu schwach, als dass es sich noch gelohnt hätte, eine Brutwabe zuzuhängen. Die hätte ich noch dazu vom abgeschwärmten Volk nehmen müssen.


    Solche Dinge können passieren, denk ich. Ich hätte mir Vorwürfe gemacht, wenn ich nicht richtig behandelt oder zu wenig aufgefüttert hätte. Aber gerade weil (gerade einem Anfänger) Fehler passieren können, und es heute schwieriger ist als früher frag ich mich eben, ob man mit drei Völkern oder mehr anfangen sollte. Wenn man bei dreien eins kaputtschaut und eins zum experimentieren braucht, dann hat man nur noch eins, bei dem man mit Honigertrag rechnen kann. Also vielleicht wären 4 oder 5 besser. Aber so wichtig dünkt mich die Frage ehrlich gesagt auch nicht. Wenn man anfängt, sollte man sich von ein/zwei Fehlschlägen, sprich honiglosen Jahren, nicht entmutigen lassen. Für mich ist das eine sehr heilsame Erfahrung. In der heutigen Zeit, wo alles sofort verfügbar ist, gibt es eben doch noch Dinge, bei denen sich die Natur nicht dreinreden lässt. Honig gibt es ein oder zwei Mal pro Jahr und zu ganz bestimmten Zeiten. Das kann man nicht ändern und das ist gut so :daumen:


    Gruss,
    Daniel

  • Hallo Bernhardt,


    von Dir solche Sätze zu hören tut mir echt weh. Deine Objektivität und Standhaftigkeit bei der Wahrheitsfindung
    hat mich immer beeindruckt.
    Das Du schlecht Erfahrungen beim Kauf gemacht hast Tut mir leid, aber deshalb alle Imker
    die Im Frühjahr Völker verkaufen über einen Kamm zu Scheren geht gar nicht. Ich kenne genug die wegen der vielen
    Arbeit nicht auf Honig aus sind und nur Völker vermehren und im Frühjahr einwandfreie Völker mit neuen Königinnen
    verkaufen und das auch noch mit aktuellem Gesundheitszeugnis.
    Schwarze Schafe gibt es immer und überall und alte Königinnen und dunkle Schwarten kann ich auch im Spätsommer
    kaufen.
    Wenn ich unbedingt etwas haben will und auch noch möglichst billig dann findet sich auch einer der mir den „mist“ Verkauft.
    Das ist nur ein Hinweis seinen Verstand und dem Bauchgefühl vorrang zu geben und nicht der eigenen Gier.


    Gruß Enrico

  • Ich wiederhole mich, wenn ich sage, daß ich dazu keine Meinung, sondern oben beschriebene Erfahrung gemacht habe.
    Ich finde es gut, daß ihr beim Verkauf von Völkern einen Ehrenkodex habt! So sollte es auch sein.


    Einem Anfänger jedoch sei zur Vorsicht geraten. Kauft nicht unbedingt beim Paten, sondern nehmt ihn mit zum Völkerkauf. Keine alten Kisten, keine alten Waben und keine alte Königin.


    Möchte das noch einmal klären, weil das wohl noch nicht ganz klar wurde:
    Das "schwarze Schaf" war bei mir damals nicht der Imker!
    Eben weil ich damals auch nicht zwischen gut und böse unterscheiden konnte, hatte ich mir Hilfe gesucht.
    Der Imker, der mir damals die Völker verkaufte, war alt und er hörte mit der Imkerei auf.
    Dass seine Völker und Beuten in einem nicht mehr so gepflegtem Zustand waren, wußte er vermutlich.
    Zumindest war das wohl der Grund, warum er mir die Völker umsonst mitgeben wollte.
    Er wollte wohl ein gutes Werk tun und einen jungen Imker unterstützen.
    Das, was mir ganz bitterböse aufgestoßen ist, ist die Tatsache, dass mein damaliger "Vermittler" meinte, das könne so nicht gehen.
    100 Euro pro Volk müsse er schon nehmen.
    Der "Vermittler" kannte den Imker sehr gut - von daher wird er auch um den Zustand der Völker und Beuten gewußt haben.
    Zumindest bei der Übergabe hat er sie gesehen.
    Der Vermittler damals war der 1. Vorsitzende (!!) meines damaligen Imkervereins - in dem Veren war ich übrigens nicht lange ;)


    Hier hast Du dann natürlich Recht, wenn Du von schlechten Erfahrungen sprichst.


    Trotzdem sage ich jetzt nicht, dass alle Imker im Frühjahr keine brauchbaren Völker verkaufen.
    Und ich denke, das solltest Du auch nicht tun.


    Recht aber gebe ich Dir, wenn Du sagst: Augen auf!
    Und vor alle Dingen mit dem Richtigen die Völker aussuchen.
    Nur: wer ist das?
    Hättest Du bei meinem Beispiel gedacht, dass ein Vorsitzender eines Imkervereins einen Jungimker derart in die Pfanne haut?


    Dieses Beispiel hat sich hier im Raum natürlich auch rumgesprochen - aber da war es für mich zu spät.
    Hatte danach aber gute Unterstützung von anderen Imkern der Gegend, sonst hätte ich vermutlich nach ein paar Monaten schon wieder alles hingeschmissen.

    Gruß aus Hildesheim - Holger - Buckfast in Segeberger Beute - 1 1/2 DNM - Bienen seit 2006

  • Hier in Hamburg haben wir die Situation, dass das Interesse an Bienenhaltung immer noch stark wächst; unser Verein bietet dieses Jahr 3 Kurse mit bis zu 20 Teilnehmern an. Daneben gibt es noch DoItYourself Imker, die ohne Kurs und Vereinsunterstützung anfangen.


    Schwärme oder vVS abzugeben ist einfach, aber nur verantwortlich, wenn der Empfänger damit nicht überfordert oder nicht allein ist. Die Wissensverbreiterung auf viele Schultern ist die Aufgabe. Und schon allein die Futterkranzproben im Herbst zu organisieren macht Arbeit. Und Varroadiagnostik und Behandlung machen auch nicht alle ganz alleine. Ich denke, dass die Vernetzung der Neu- und Altimker untereinander wichtig und auch notwendig ist, damit Varroa, Räuberei und Faulbrut gering bleiben.


    Preise und Anzahl der Völker sind mir fast egal. Ich rechne die Zeit, die ich investieren muss, damit das Volk über den Winter kommt und der Neuimker genug lernt, um relativ selbstständig zu werden.
    Diese Zeit ist unbezahlbar ;)


    Gruß, Gunnar

    Meine Bienen fliegen zu 100 % mit flüssigem Sonnenschein.

  • Hallo Frank, eine KÖ stirbt nicht einfach so nach Wochen. Da bedarf es schon der kräftigen Mithilfe des Anfängers. Also schieb deine Ungeschicklichkeit nicht den Verkäufer in die Schuhe.


    Gruß Josef


    Hallo Josef, ich kann deine Worte nicht ganz nachvollziehen... Wie kommst Du auf das dünne Brettchen, dass ich durch ungeschicktes Handeln oder kräftige Mithilfe die Königin verletzt haben sollte ? Warst Du dabei ?
    Ich finde diese Anmaßung schon mehr als unnötig....



    Gruss Frank

    Ich muss meine Bienen noch daran gewöhnen, dass es im Vergleich zu deutschlands mittleren Temperaturwerten im Hochsauerland bis zu 4 Grad kälter ist !!