Mit wieviel Völkern beginnen

  • Hallo liebe Gemeinde,


    mit wieviel Völkern sollte man als Anfänger beginnen? Die Meinungen gehen da ziemlich auseinander. Danke für die ein oder andere Aussage.


    Viele Grüße


    Klaus

  • Moin


    Ganz Klassisch wie die Alten schon sagten:
    3 Stück.


    eins kaufts Du
    eines lässt Du Dir schenken,
    eines klaust Du (Schwarm)


    Du benötigts 3 Völker:
    eins für den Ertrag,
    eines zum experimentieren
    eines zum Totgucken.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Ergänzungsantwort: Nein.
    Es geht einfach darum, dass man mit nur einem Volk schwer eine Weiselprobe machen kann bzw. der Verlust eines Volkes (besonders durch totgucken des Anfängers) den Spass am Imkern ruiniert. Mit drei Völkern bleibt der Aufwand im Rahmen und die Chance im nächsten Jahr noch mit einem Volk weitermachen zu können ist recht groß.

  • Wenn man dann so argumentiert ist es aber auch zwingend nötig das alle drei Völker auf dem gleichen Beutentyp/Betriebsweise, der gleichen "Rasse" entspringen usw. oder?
    Ich meine wenn man jetzt z.B. (ich weiß ist jetzt ein krasses Beispiel das so wahrscheinlich nie vorkommt)
    Ein Volk in nem Stülper, eines in einer Hinterbehandlungsbeute und eins in einer Dadantbeute und dazu ein Volk ne "Dunkle", eins ne Carnica und eins ne Buckfast ist....

  • Zumindest beim Beutensystem solltest du schon einheitlich fahren sonst hast ja alles doppelt und dreifach rumliegen, kannst wie oben beschrieben keine Weiselprobe machen, im Frühjahr ggf keine Futterwaben umhängen usw. usw.



    Die Bienenrasse ist denke ich zu vernachlässigen, aber du willst ja lernen. Bringt ja nix wenn du dich mit 3 verschiedenen Rassen am Anfang verrückt machst, jede hat ja ihre Eigenheiten.


    Gruß Peter

  • Um einfach eine Weiselprobe machen zu können ist es gut, "mal eben" eine Wabe umzuhängen, der Beutentyp sollte also schon der gleiche sein.
    Die Rasse spielt nach meiner Meinung hier keine Rolle.

  • Hallo Klaus,
    wie die anderen schon sagten, wenn Du Geld übrig hast, fang mit 3 Völkern an. Finde es aber wichtiger, mit 3 Völkern in den nächsten Winter zu gehen, und das ist auch leicht zu schaffen, wenn Du mit einem starken Volk im April startest und dann 2 Ableger machst. Einen kannst Du als 1-2 Brutwabenableger + Bienen von 2 weiteren Waben im Mai bilden, den anderen spätestens als starken Kunstschwarm oder Brutableger Mitte Juli. Dabei kann natürlich viel schief gehen, also wäre es gut, einen Imkervater an der Seite zu haben.
    Gruss,
    Jan

  • Spielt auch eine Rolle, wann man anfangen will.
    3 Völker vor der Einwinterung sind evtl. anders als 3 Völker im Frühjahr...


    Mein damaliger 1. Vors. hat mir geraten, die Völker Ende August zu kaufen.


    Also: 3 Völker nach der Auswinterung in selbem Wabenmass, der Rest ergibt sich...

    Gruß aus Hildesheim - Holger - Buckfast in Segeberger Beute - 1 1/2 DNM - Bienen seit 2006

  • Danke für die Antworten und sorry für das "kapern" des Threads hier.
    Mein Problem ist im Moment hauptsächlich das ich nicht vor Ende Mai/Anfang Juni weiß wo ich lande und bis dahin in Hannover in der Innenstadt (ohne Balkon) festhänge. Von daher kann ich dieses Jahr wohl leider nur so beginnen wie Fowi es geschildert hat, indem ich Ende August komplette Völker/Volk kaufe.
    Mit nem Ableger oder Scharm im Juli anzufangen ist ja ein wenig spät oder?

  • Hallo Marakin,


    ich würde mir Ende August keine Völker zulegen, sondern würde lieber auf das nächste Frühjahr warten und dann starten.
    Das erspart Dir Winterverluste. Nutze einfach die Zeit, bereite deinen Bienenstand vor und versuche einen Paten zu finden.


    Gruß Jan

    Dubium sapientiae initium. Zweifel ist der Weisheit Anfang. René Descartes

  • Nee, ist (ausser in den Bergen) nicht zu spät. Kunstschwärme im Juli ist Standard, Ableger sollte mindestens 2 gute Brutwaben und begattete Königin haben und dann bis Ende September in Maassen aber ständig gefüttert werden, dann klappt das noch. Suchfunktion benutzen, hier im Forum gibts tonnenweise Infos dazu!
    Gruss, Jan

  • Nicht falsch verstehen:
    Mir wurden die Völker zwar im August vermittelt, aber ich bin, mit meinem aktuellen Wissenstand, der Meinung: Das war falsch!!
    Grund ist ganz einfach: Du hast das Risiko von Winterverlusten.


    Viel machen an den Völkern kannst Du ab dann sowieso nicht mehr: Ggf einfüttern und Varroabehandlung. Ist nicht sehr spannend...


    Raten würde ich, bis zum nächsten Frühjahr zu warten und im Frühjahr starke, überwinterte Völker mit junger Königin zu kaufen.

    Gruß aus Hildesheim - Holger - Buckfast in Segeberger Beute - 1 1/2 DNM - Bienen seit 2006

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von fowi () aus folgendem Grund: Der Text hatte sie nicht alle...alle Wörter..